Dienstag, 6. Dezember 2011

Wahre Freunde (26.11.)

Ursprünglich waren unsere Trockenbauer für 28.11. eingeplant. Leider erkrankte einer von ihnen und daher verschob sich der Beginn der Arbeiten um eine Woche nach hinten. Es ist immer ein bisschen problematisch wenn in eingespielten Teams einzelne Personen ausfallen.
Durch diese Verschiebung kamen wir allerdings wieder einmal unter Druck, da für den 29. bereits der Bautrupp vom Baumeister Moser angesagt war. Dieser würde die Vorbereitungen für den Innenputz treffen, mit den Außenanlagen beginnen und je nach Witterung zum Teil auch gleich die Putzarbeiten durchführen. Also wären die Gipskartonplatten, die noch an den Außenwänden lehnten im Weg gewesen. Vor allem die Platten mussten also umgeschlichtet werden. Rund drei Tonnen Trockenbau-Material sollte bewegt werden.

Glücklicher Weise verbrachte Olivia, die Mutter eines Feundes von Stefan, den schulfreien Leopoldi gemeinsam mit Sabine. Nach eine Flasche Sekt vereinbarten die Damen einen lustigen Tag auf unserer Baustelle zu verbringen, mit Baustellenromantik und ein bissl Arbeit für Olivias Mann Stefan und mich.



Am Samstag um halb zehn Uhr trafen wir uns bei unserem Haus. Stefan - nicht unser Sohn sondern der "große" ist hier gemeint - stieg sehr beschwerlich aus dem Auto aus. Wenig später erfuhren wir, dass Stefan in der Früh einen Kreislaufzusammenbruch hatte. Trotzdem waren Olivia und er pünktlich bei uns um tatkräftig anzupacken. Das ist WAHRE FREUNDSCHAFT!


In nur drei Stunden hatten Sabine und Olivia die kompletten Holzabfälle des Dachstuhlbaues in unserem Dachboden verstaut. Dafür mussten sie das Holz hinten im Garten zusammen sammeln über die Behelfstreppe in den ersten Stock schaffen, und von da über eine Leiter in den Dachboden tragen. Dort schlichteten sie das Holz fein säuberlich auf damit es bis zu seiner Verwendung als Wärmespender im nächsten Winter austrocknen kann. Währen dessen trugen Stefan und ich die Gipskartonplatten durchs Haus und schlichteten sie an zuvor statisch gesicherte Positionen. Auch die Metallschienen für die Ständerwände mussten aus dem Garten ins Haus geschafft werden.

Nachdem das Material bewegt war stach uns noch ein Haufen mit Schalbrettern, der leider genau in der Fahrstraße des Baggers lag, ins Auge. Also schichteten wir auch noch dieses Holz an eine andere Stelle.

Zur Belohnung gingen wir dann, verdreckt und ungewaschen, in ein Teppanyaki-Lokal in Wiener Neudorf. Kota Radja heißt das Lokal und ist im Übrigen wirklich zu empfehlen. Sehr gutes Essen und faire Preise. Vor allem abends und am Wochenende ist das Buffet immer bestens mit sehr frischen Lebensmitteln, von der Jakobsmuschel bis zum Känguruhfleisch, gefüllt.

Die Einblasdämmung (25.11.)

Um die Dämmung in unseren Dachstuhl zu bringen , holte sich der Zimmerer Unterstützung bei einem Badner Einmann-Unternehmen. Gemeinsam mit den Arbeitern des Zimmerers und dem "Zellofanten" verschwanden 200 Pakete Zallulosen-Fasern in unserem Dachstuhl.

Die Fasern wurden dazu als gepresste Blöcke in den "Zellofanten" gehoben und dort etwas aufgelockert bevor sie mittels Gebläse über einen dicken Schlauch hinauf wanderten. Unter Druck wurden die Fasern im Dachstuhl dann wieder komprimiert und sollen für ein angenehmes Klima im Haus sorgen (sobald es einmal fertig ist).

Um die Fläche unter unserem Dachboden zu füllen, ließen die Zimmerer die Bodenfläche an einigen Stellen offen. Diese wurden dann vom "Einbläser" vernagelt, nachdem er sein Werk beendet hatte. Mit dem Zellufanten saugte er dann noch die Bodenfläche ab, und hinterließ uns einen richtig schönen Dachboden zum Vollräumen.

Die Dachstuhl-Schalung (29.10.)

Nach der stressigen Montage der Lüftungsrohre in der Dachkonstruktion kam ja bekanntlich kein Zimmerer. Unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen. Allerdings war es kein Problem, dass die Arbeit nicht sofort weiter ging. Die Truppe begann einfach zwei Tage später mit der Schalung und legte einfach einen Zahn zu.

Zuerst wurde der Dachstuhl außen herum geschlossen bevor sie im Innenraum die Dampfbremse auftackerten. Diese Folie hat zugleich die Funktion die eingeblasene Zellulose zu halten. An der Oberseite der Sparren wurden zusätzliche 12cm aufgedoppelt um die Dämmung auf die gewünschten 32cm Stärke zu bringen.


Bevor die Zellulose eingeblasen wurde mussten wir noch die Leerverohrung für die Stromverkabelung machen und auch gleich die Leitungen einziehen. Wenn die Dämmung drinnen ist, dann werden die Schläuche so stark zusammen gedrückt, dass ein einfaches Durchziehen der Leitungen kaum noch möglich wäre.

Damit die Dämmung leichter einzublasen ist, wird der Dachstuhl im Bereich des Dachboden offen gelassen und erst geschlossen, wenn die Dachschrägen gefüllt wurden. Das dachten wir zumindest! Denn als die Zimmerer die Folie fertig montiert hatten, fragten Sie uns ob wir den Dachraum begehbar haben wollten. Dann müssten wir nämlich einen Aufpreis für die Arbeit und das benötigte Material zahlen.

Na da staunten wir aber nicht schlecht. Vor allem weil wir eigentlich davon ausgingen, dass ein Dachraum mit einer Dachbodentreppe und einer "Einblasdämmung" die ja dem Namen nach nicht aufgeschüttet sondern eben eingeblasen wird, zumindest mit Schalbrettern geschlossen sein sollte. Also namen wir das freundliche Angebot an und ließen den Dachboden begehbar machen. Dadurch haben wir jetzt die geplanten etwa 50 Quadratmeter Dachbodenfläche als Stauraum zur Verfügung.

Freitag, 28. Oktober 2011

Die Lüftungsrohre (27.10.)

Gestern war ein turbulenter Tag.

Begonnen hat alles damit, dass wir letzte Woche von unserem Zimmerer die Zusage erhielten diese Woche unseren Dachstuhl innen geschalt zu bekommen. Das alleine war schon Grund genug für Freude. Besonders gefreut haben wir uns allerdings über die Information, dass der Dachstuhl für die Einblasdämmung um 12cm aufgedoppelt werden sollte. Dadurch würde es nun genug Raum für die Lüftungsrohre in der Zwischendecke geben.

Ich müsste nur noch rechtzeitig dafür sorgen, dass die Rohre und die Lüftungsöffnungen montiert werden bevor die Zimmerer kommen. Also plante ich die Verlegearbeiten am Feiertag zu erledigen. Dies ging sich leider nicht aus wodurch die Lüftung auch am Donnerstag in der Früh nicht montiert sein würde bevor die Arbeiten an der Decke anfingen. Daher entschloss ich mich am Donnerstag früher aufzustehen um früh Morgens die Lüftungsrohre zu verlegen. Als besondere Challenge kam dazu, dass ich um sieben Uhr mit dem Auto geschäftlich Richtung Tschechien aufbrechen musste.

Um 4:15 läutete der Wecker zwar noch nicht, ich war allerdings bereits munter und fasste nach einigen Minuten der Ruhelosigkeit den Entschluss mich aus dem Bett zu quälen und nach der schnellen Morgentoilette und einem Espresso zur Baustelle zu fahren. Auf dem Weg dorthin musste ich noch einen Zwischenstopp bei unserem Lager einlegen, da dort die Dichtringe, das Aluband und das Stahlband für die Befestigung der Rohre und Lüftungsöffnungen lagerten. Um Punkt fünf Uhr betrat ich unserer Haus und schaffte es in nur 10 Minuten alle Werkzeuge und mich selbst startbereit zu haben.
Also legte ich los mit dem Abrollen der ersten 50 Meter Lüftungsschlauch. Jeder der schon einmal mit einem gewickelten Schlauch (Gartenschlauch, Elektroschlauch, ..) zu tun hatte kann sich in etwa vorstellen wie sehr sich ein Schlauch mit 75mm Durchmesser gegen die Zwangsbegradigung wehren kann. Nach längerem Kampf hatte ich das erste Schlauchstück über den Sparren verlegt und durch den
Schacht in das Erdgeschoss gezogen, wo es schlussendlich mit dem Lüftungsverteiler verbunden werden soll.

Da ich noch ein wenig unsicher wegen der Montage der Lüftungsöffnungen war entschloss ich mich zuvor auch noch die zwei Rohre für das Schlafzimmer zu verlegen. Dort montierte ich auch gleich die Lüftungsöffnung, steckte die Lüftungsschläuche mit Dichtungen ausgestattet in die dafür vorgesehenen Muffen und verklebte die Anschlussstellen mit Aluband. Die fertige Einheit schraubte ich mich Stahlbändern an den Sparren fest damit sie sich nicht mehr vom Fleck bewegen konnten. Danach wendete ich mich weder dem Badezimmer zu, wo ebenfalls zwei der Schläuche angeschlossen werden mussten. Als das geschehen war, war ich zum einen fast ein bisschen stolz und zum anderen wahnsinnig im Stress, weil ich für zwei Lüftungsöffnungen mit vier Schläuchen fast eineinhalb Stunden benötigte.

In einer Halben Stunde würde mein Kollege mit dem Auto vor der Tür stehen und drauf drängen loszufahren. Also hatte ich nun nur noch 30 Minuten um drei weitere Lüftungsöffnungen und rund 40 Meter Lüftungsschlauch zu verlegen. Kurz vor sieben Uhr war nur noch eine Lüftung für ein Kinderzimmer übrig und ich war wirklich auf der Zielgerade. Der Zimmer und mein Arbeitskollege könnten kommen.

Nach zwei Stunden im Vollstress hatte ich bei rund 7 Grad Innentemperatur in unserem Haus das T-Shirt komplett nassgeschwitzt und ging hinaus zum Pool um mich mit nicht minder kalten Wasser zu waschen. Im Werkzeugcontainer fand ich auch noch ein sauberes und vor allem trockenes Shirt für die Dienstreise. Obwohl ich mich extra beeilte mit der Montage, ärgerte ich mich nicht, dass mein Kollege erst mit 30 minütiger Verspätung bei mir ankam. So hatte ich wenigsten Zeit noch ein bisschen zusammen zu räumen.

Im Auto auf dem Weg nach Tschechien versuchte ich nun den Zimmerer zu erreichen, was mir nach etwa einer Stunde dann auch gelang. Er würde erst am Freitag und Samstag kommen und mit den Arbeiten beginnen. Na toll! Wofür der ganze Stress? - Egal so war es wenigstens erledigt. Der Tag ging im Übrigen ein wenig turbulent weiter. Mein Kollege vergaß beim Kauf der tschechischen Autobahnvignette seine Firmenkreditkarte an der Tankstelle, was er allerdings erst einige Stunden später bemerkte (er hat sie an der Tankstelle wieder bekommen nachdem er sie bereits sperren ließ), und ich hatte ein Begegnung mit der tschechischen Polizei da ich meinen Reisepass zuhause liegen ließ. Ein Grenzübertritt ohne Personalausweis oder Reisepass ist ein Vergehen nach §156 Abs. 11 und wird mit 500-3.000 Kĉ geahndet. Gnädiger Weise begnügte sich der Polizist mit 500 Kĉ was in etwa 26 Euro entspricht. Leider hatte ich nicht genügend Geld mit und musste zur Bezahlung der Strafe wieder zurück nach Tschechien fahren um dort beim Billa-Bankomaten das Geld zu beheben. Ein krönender Abschluss eines turbulenten Tages der nach 17 Stunden endlich endete :-)

Montag, 10. Oktober 2011

Das Dach (3.10.)

Eigentlich bin ich schon ein bisschen spät dran mit diesem Eintrag, denn das Dach wurde bereits am 24. September fertiggestellt. Da in den letzten Wochen aber sonst auch einiges zu erledigen war kam ich einfach nicht dazu einen Eintrag zu machen.
An dieser Stelle muss ich die Arbeiter der Firma Zimmermann in Mattersburg einmal lobend erwähnen. Diese Burschen haben in einem Wahnsinnstempo gearbeitet und ein Top-Ergebnis abgeliefert. Am 23. September in der Früh rief mich Sabine an, dass gerade die Dachziegel geliefert würden, und ich ging daher davon aus in den nächsten Tagen die Dachdecker erwarten zu dürfen.
Von nächsten Tagen war allerdings keine Rede, denn als Sabine fragte wie lange die Partie brauchen würde meinte der Chef: "Bis heut am Abend wird's sich ned ausgeh'n, oba morg'n werd' ma scho fertig werden." Und das stimmte dann auch, denn die Dachdecker hatten am Donnerstag bereits die komplette Nordseite fertig und mit der Südseite begonnen. Sie mussten hier und da sogar noch auf die Fertigstellung einzelner Blechteile durch die Dachspengler warten. Die schafften es allerdings dann auch bis Freitag am Vormittag mit der Solarverkleidung fertig zu werden, wodurch die Dachdecker nicht mehr behindert wurden. So waren am Freitag um zwei Uhr am Nachmittag die Deckarbeiten komplett abgeschlossen und die Baustelle auch schon geräumt. Die Spengler fertigten noch die Bleche für die bodennahen Fenster und Türen an um die aufsteigende Feuchtigkeit fern zu halten, und konnten ihre Arbeiten dann bis um drei Uhr ebenfalls beenden. Bei beiden Truppen hat einfach alles perfekt geklappt und wir warten nun auf den Zimmerer der am Dachstuhl weiter arbeiten muss, damit wir dann schön langsam mal den Trockenbau in Angriff nehmen können.

Dienstag, 13. September 2011

Die Dachspenglerarbeiten (13.9.)

Abhängig von der ewigen Verzögerung durch den Installateur konnte der Dachspengler nicht früher beginnen. Heute allerdings waren die Spengler da um die Ortgänge und die Traufen zu montieren.

Wie es sich für ein gutes Team gehört, waren die Arbeiter um halb Acht bereits am Dach und hatten den ersten Giebelteil fertig gestellt als ich von meinem Materialeinkauf für den Installateur zur Baustelle kam. Sie arbeiteten flott und genau. Eine Wohltat wenn ich an unsere Probleme mit dem Sanitärteufel denke! - Ich glaube, der wird mein erstes Magengeschwür!
Aber wie gesagt waren die Spengler flink unterwegs und schafften es innerhalb eines Tages unseren Dachstuhl rundum einzufassen und die Traufen zu montieren. Auch für die Fallrohre haben sie die Halterungen bereits angebracht. Somit muss nun der Baumeister seine Truppe schicken um den Schornstein um einen Stein zu erhöhen und an den Aussenwänden der Gaupe die Isolierung anzubringen damit die Spengler weitermachen können. Ach ja und der Installateur muss die Kollektorfelder endlich anschließen.

Unabhängig davon sieht die Arbeit der Spengler schon sehr gut aus.
Das Dach nimmt bereits Formen an. Lediglich den Versuch der Arbeiter am Dach die originalen Blechteile der Solaranlage zu verwenden musste ich stoppen, da die im Set beinhalteten Bleche braun und nicht anthrazit beschichtet sind. Die Blechstege zwischen den Kollektoren hätten richtig rausgeleuchtet. Echt hässlich!

Der Installateur (13.9.)

Wie ihr ja sicher bereits gemerkt habt, hat sich in den letzten zwei Wochen so gut wie Nichts auf unserer Baustelle getan. Das liegt allerdings nicht daran, dass es keine Arbeit gäbe, sondern viel mehr an der relativ eigenwilligen Arbeitseinstellung unseres Installateurs.

So viel Glück wir bislang mit den Professionisten auf unserer Baustelle hatten, so viel Nerven kostet uns die Zusammenarbeit mit dem Installateur. Das größte Problem dabei ist wohl, dass er nicht zuhört wenn wir ihm erklären wo was wie angeschlossen werden soll und seine Arbeiter daher neben ihren schlechten Deutschkenntnissen noch an einem Mangel an Information leiden.

Wir haben uns zum Beispiel für Unterputzarmaturen entschieden. Ja ich weiß: die sind teurer und auch voll schlecht zu warten wenn mal was kaputt geht. Aber sie sind auch schöner! In den Duschen und bei der Badewanne haben wir zum Beispiel Hansastela Einhandmischer von Hansa. Leider hat unser Installateur vergessen diese Information an seine Arbeiter weiter zu geben, da diese nun die Anschlüsse komplett falsch herstellten. Er hat auch vergessen die Armaturen bei der Bestellung der Unterputzgestelle zu berücksichtigen, obwohl er von mir eine ganz genaue Auflistung der benötigten Materialien erhielt. Sogar mit Bestellnummern. Aber weil er scheinbar den Preis eines Onlinehandels nicht halten konnte hat er einfach die Gestelle geändert.

Das Beste ist jedoch der Anschluss der Solarkollektoren da dieser vor den Arbeiten des Dachspenglers erledigt sein muss. Darum rief ich vor zwei Wochen bei dem Installateur an um einen Termin für den Anschluss zu machen. Er erkundigte sich bei dieser Gelegenheit, oder viel mehr stellte er fest- bereits mindestens das siebente Mal - ob "...es san eh olle Teile auf da Baustö!" Und mindestens eben so oft wie er bereits diese Aussage machte versicherte ich ihm, dass dies eben nicht der Fall sein würde, weil die Kollektoren nun anders montiert werden müssten und daher ein Fitting fehlen würde. Also machten wir einen Termin für Montag den 5. September für den Anschluss der Kollektoren und er würde am Freitag oder Samstag davor vorbeikommen um zu sehen welche Teile fehlen und diese bestellen.

Natürlich kam weder am Freitag noch am Samstag ein Installateur auf die Baustelle, aber er rief an um mir zu sagen, dass am Montag ja die Schule beginnen würde und er nicht kommen könne. Eh kloa! Aber nicht mit mir, weil die Anlage am Montag dicht werden müsste. Also schlug ich ihm vor, dass wir uns um sechs auf der Baustelle treffen könnten und er damit, genau wie ich, rechtzeitig in die Schule käme. Er nahm das Angebot an.

So stand ich am Montag um fünf in der Früh auf um auf die Baustelle zu fahren und verzichtete dummer Weise sogar auf den obligatorischen Frühstückskaffee. Das war ein Fehler, denn wer war um sechs nicht da? Genau! Der Herr Installateur. Er war auch telefonisch nicht erreichbar. Erst um 6:40 klingelte mein Telefon und er teilte mir mit:"Oida, es tuat ma eh lad ob i hob vaschlofn. Mei Tochta weckt mi grod jetzt east auf. I wia deppad. I woa bis drei in da Fruah auf!" Mal überlegen wie sehr mich die ganzen Geschichten interessieren....eigentlich überhaupt nicht, also sage ich ihm: "Und wos soi i jetzt tuan. Schau dass 'd boid amoi do auf da Baustö aufschlogst, weu i boid weg muass!"

Er kam natürlich nicht und seine Arbeiter erst kurz vor halb acht, um eine halbe Stunde später als sonst. Zu diesem Zeitpunkt war ich zum ersten Mal überzeugt, die falsche Wahl getroffen zu haben. Allerdings ist ein Wechsel des Installateurs nun nicht mehr so einfach möglich. Ich hatte auf jeden Fall im Montagfrühverkehr den Superstress um noch rechtzeitig mit Sabine, Stefan und Selma in die Schule zu kommen. Immerhin war es der erste Kindergartentag unserer Tochter und Stefan musste auch pünktlich erscheinen.

Dass die Kollektoren am Montag nicht angeschlossen wurden muss ich wohl nicht extra erwähnen. Am Dienstag übrigens auch nicht weil da dem Installateur seine Garage alias Büro abgebrannt ist weil er "...den Tschicktegl in Papiakoab eineglaat hot!". Am Mittwoch hat er sein Garagenbüro geputzt und Am Donnerstag haben die Teile die er eine Woche zuvor bestellen sollte und wollte gefehlt. Die Teile wurden auch am Freitag nicht geliefert, weil er sie nicht bestellt hat. Dafür hat er am Montag Fittings für die Solaranlage bestellt die neben schweineteuer auch noch viel zu groß waren, was ich heute in der Früh beim Abholen sofort gesehen habe. Also hat er sie zurück gebracht und für morgen die neuen bestellt.

Warum glaube ich nicht daran, dass die Solarkollektoren morgen angeschlossen werden?

Bislang ist nicht wirklich viel passiert. Gerade ein paar Unterputzgestelle sind montiert und zwei, drei Leitungen verlegt. Etwa 15% der Gesamtleistung sind erledigt. Über vier Wochen nachdem die Arbeiter mit den Installationen begonnen haben. Ursprünglich wollte ich die Sanitärinstallation selber machen und habe mich daher sehr ausgiebig mit der Materie beschäftigt, allerdings wurde ich darauf hingewiesen, dass im Falle eines Wasserschadens eine Rechnung eines GWH-Installateur vorzulegen ist. Darum vergab ich den Auftrag einen einen gelernten Installateur. Nur das was bisher erledigt wurde hätte ich selbst schneller und mit weniger Problemen geschafft. Traurig eigentlich!