Freitag, 4. April 2014

Doorbot - Ein Monat später

Wir haben unseren doorbot jetzt seit über einem Monat im Betrieb und ich kann noch nicht wirklich sagen, ob ich das Ding bewährt. Warum?

Weil nach der doorbot nach etwa zehn Tagen plötzlich keine Verbindung mehr mit dem Internet aufbaut und wir daher auch nicht mitbekommen, wenn draußen jemand klingelt. Das Interessante daran ist, dass der doorbot keinerlei Information darüber auslässt. Schließlich sollte das Gerät Klingelzeichen von sich geben, wenn es nicht mehr online ist. Vielleicht hapert es aber auch einfach am doorbot-Betreiber in den USA. Begonnen dürften die Verbindungsprobleme auf jeden Fall damit haben, dass sich das iPad in unser doorbot-WLAN eingeloggt hat. Da dieses WLAN nur einen angemeldeten User zulässt, konnte sich der doorbot nicht mehr verbinden. Dabei hat es ihm scheinbar den Vogel rausgehaut.

Grundsätzlich kann ich über den doorbot berichten, dass die Bildqualität bei uns vor allem unter Tags kaum feststellen lässt wer vor der Türe steht. Selbst beim Geschlecht würde ich mich nicht zu wetten trauen. Abends geht es dann, weil die Besucher durch unsere Eingangsbeleuchtung von Vorne beleuchtet werden und die Kamera sich damit leichter tut, als mit einem blauen Himmel im Hintergrund. Unser Eingang liegt übrigens im Norden (mit Blick nach Norden), ist also nicht wirklich sonnig gelegen.

Die Übertragung des Bildes und des Tons über einen US-Server bringt jetzt auch nicht die Leistung, die zu wünschen wäre. Das Bild ruckelt, der Ton ist abgehackt. Meiner Ansicht nach sollte der doorbot lieber zusätzlich im internen WLAN funken können und sich, wenn man zuhause ist, nicht über weit entfernte Server verbinden müssen. Theoretisch müsste schließlich beides möglich sein. Alles eine Frage der Firmware und der App.

Die App ist ein Thema für sich. Sie läuft bei uns auf einem iPad, einem Kindle Fire hdx und auf einem HTC One X. Beim Kindle muss man schon kreativ sein, dass die App überhaupt läuft. Beim iPad geht's relativ problemlos. Auf dem HTC meiner Frau läuft die App zwar auch, es werden aber keine Besucher angezeigt. Wenn jemand läutet, dann ist es dem Handy meiner Frau ziemlich wurscht. Mein HTC meldete am Anfang die Besucher sehr wohl, aber mit einem nicht konfigurierbarem, extra leisem Ton, wodurch ich kein einziges Mal mitbekam, dass jemand vor der Türe stand. Und auf dem Kinlde konnte ich es noch nicht probieren, weil das Tablet (es war in Aktion für 79,- Euro, da muss man einfach zuschlagen) erst in unsere Familie kam nachdem der doorbot bereits streikte.

Ich werde mal probieren den doorbot zurück zu setzen und dann einen neuen Versuch starten.

Mittwoch, 26. März 2014

Thujen-Hecke

Vor etwa einem Jahr bestellten wir bei Baldur 50 Stück 30cm hohe Leyland-Zypressen um unsere Hecke anzulegen. Diese Zypressen wählten wir weil sie angeblich etwa einen Meter pro Jahr zulegen würden und sich binnen kürzester Zeit eine undurchsichtige Hecke bilden würde.

Geliefert bekamen wir 50 Zypressen-Triebe die jeweils aus einem 12cm Erdballen und einem ca. 20cm langes Ästchen bestanden. Durch den Transport in Plastiksäcken und Karton, der über eine Woche dauerte, litten die Pflanzen etwas. Zudem tat ihnen das viel zu nasse Wetter nach dem Einpflanzen auch nicht besonders gut. Letztendlich boten die Pflänzchen ein Jahr nach dem Setzen ein eher klägliches Bild. Sie entwickelten sich zwar ein Wenig, konnten aber nicht wirklich an Höhe gewinnen. Die größten Zypressen schafften es auf etwa 45cm Höhe.


Nachdem wir nun nicht so lange auf unseren Sichtschutz zur Straße hin warten wollten, bestellten wir Anfang März fünfundvierzig Stück Smaragd-Thujen die bereits etwa 160cm hoch sind. Diese wurden vor zwei Wochen geliefert und auch gleich gesetzt. Zuvor verlegten Sabine und ich bereits einen zweiten Tropfschlauch, da die größeren Pflanzen natürlich auch mehr Wasser benötigen würden als die kleinen zuvor.

Die drei Männer der Baumschule arbeiteten knapp zwei Stunden bis die fünfundvierzig Thujen gesetzt waren.
Da ich mich etwas verrechnet hatte beim Bedarf, blieben drei Pflanzen übrig die wir nun auf der anderen Seite unserer Terrasse setzen ließen. Die kleinen Leyland-Zypressen warfen wir natürlich nicht weg sondern setzten sie um. So bilden sie vielleicht in zehn Jahren eine schöne Hecke im Süden. Wir lassen uns gerne überraschen.

Dienstag, 25. März 2014

Heizenergie

Der Winter versucht sich zwar noch einmal gegen den Frühling aufzulehnen. Allerdings können wir jetzt bereits einen Strich unter die Heizkostenrechnung ziehen.

Von den Holzbriketts sind noch knapp 250kg übrig, also verbrauchten wir rund 1,6 Tonnen Holzbriketts um unser Haus zu heizen und das Warmwasser zu bereiten. Rechnet man nun die Stromkosten der Pumpen für die Fußbodenheizung, den Ofen und die Solaranlage dazu, kommt man auf knapp 350,- Euro Heizkosten für die letzten zwölf Monate. Mit unter 30,- Euro pro Monat kann ich sehr gut leben.

Somit liegen unsere Gesamtausgaben für Energie der letzten 12 Monate (Heizung und Strom) unter 100,- Euro im Monat. Wir zahlten in unserer alten Wohnung für die halbe Wohnfläche fast das Doppelte für Heizung und Strom.

Stromanbieterwechsel

Die jährliche Abrechnung des Stromanbieters steht ins Haus. Ein idealer Zeitpunkt um die Preisgestaltung des Stromanbieters zu checken.

Seit 1.3.2013 wurden wir vom Verbund mit Strom beliefert. Dieser Anbieter wurde es wegen des zu 100% aus erneuerbaren Energieformen gewonnenen Stromes und natürlich weil das Angebot attraktiv war. Allerdings hatte das Angebot einen kleinen Schönheitsfehler, da es Neukunden bevorzugt und Bestandskunden nicht entgegen kommt.
So erhielten wir als Neukunden sounsoviele Tage Gratis-Strom, was unterm Strich einem Rabatt von 147,- Euro netto entspricht. Nachdem die damit einhergehende 12-monatige Bindung nun auslief, rief ich beim Verbund an und fragte nach ob es denn auch Zuwendungen für Bestandskunden gäbe, die mich dazu bewegen sollten den Anbieter nicht zu wechseln. Schließlich entsteht durch den Wechsel ein Aufwand für meinen aktuellen Strom-Lieferanten und zudem ist ein rabattierter Kunde besser als ein Kunde der wechselt.
Zu meinem Anliegen hieß es vom Verbund lapidar "Für bestehende Kunden können wir keine Sonderkonditionen anbieten. Das gilt nur, wenn Sie neu zum Verbund wechseln."

Na gut, also habe ich bei e-control.at den Tarifkalkulator bemüht und innerhalb von zwei Minuten meinen neuen Anbieter gefunden. Diesmal ist es Naturkraft geworden. Die Wahl fiel auf diesen Anbieter, weil er zum Einen natürlich wieder zu 100% Strom aus erneuerbaren Energiequellen liefert und zum Anderen auch ohne 'Neukundenrabatt' günstiger ist als der Verbund. Bei allen anderen Anbietern im Vergleich kam der Preisvorteil durch einjährige Rabatte zustande, bei Naturkraft sorgt der niedrige Arbeitspreis pro kWh für den Preisvorteil. So haben wir durch die Preisgarantie zumindest bis Ende 2015 einen Vorteil. Ob sich dann das Wechseln zu einen anderen Anbieter auszahlt wird sich zeigen.

Wir liegen mit unserem Stromverbrauch von 4.893 kWh/Jahr übrigens ziemlich punktgenau am statistischen Mittel für vierköpfige Familien. Dieses liegt laut Tarifrechner bei 4.725 kWh.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Der Doorbot (20.02.2014)

Die Problemstellung:
Ursprünglich war geplant ein Carport zu bauen und darin eine Eingangstüre unterzubringen. Dort hätte sich dann die Gegensprechanlage befinden sollen. Leider fehlt uns nun das Geld für die Errichtung des Carports und damit gibt es auch keine Montagemöglichkeit für eine Gegensprechanlage.

Bis jetzt hatte ich außer die Anbringung eines Funk-Gongs keine vernünftigen Lösungsansätze. Allerdings bemängelte Sabine an der Lösung, dass sie nicht wüsste wer vor der Türe steht, wenn es läutet. Dafür müsste eine Gegensprechanlage oder eine Videoüberwachung her.

Nachträglich Kabeln legen und Löcher durch die knapp 50cm dicke Außenmauer bohren hat für mich nicht wirklich viel Charme, also suchte ich weiter nach einer Funklösung. In der Zwischenzeit überlegte ich schon einen Funk-Gong mit einer WLan-Kamera zu verknüpfen. Aber auch diese Idee war für mich nicht attraktiv genug.

Vor zwei Monaten stieß ich dann eher zufällig auf ein neues Start-Up in den USA. Die machten Werbung für ihren doorbot, eine Gegensprechanlage mit Kamera die batteriebetrieben über das WLan mit dem Heimnetzwerk verbunden ist. Die Besonderheit an dem System ist allerdings die Verknüpfung mit Smartphones und Tablets über die kostenlose doorbot-App. Wenn alles so funktioniert wie es geplant ist, dann alarmiert nach dem Druck auf die Klingeltaste das Smartphone und öffnet einen Kanal zum doorbot. Auf dem Handy sieht man nun den Besucher und kann man mit der Person vor der Türe sprechen. Das soll mit bis zu zehn Devices funktionieren.
Grund genug für mich, dieses Teil für 199,-US$ zu bestellen.


Gestern war es dann soweit und der doorbot wurde geliefert. Ein großer gelber Zettel der zusätzlich außen in
die Verpackung eingeschoben wurde weist darauf hin, dass man unter keinen Umständen zu früh auf den Klingelknopf drücken soll. Dadurch wird nämlich der Einrichtevorgang gestartet.

Ich hielt mich also genau an die Beschreibung und begann mit der Einrichtung.

  1. Download der doorbot-App im App-Store
  2. Starten der App und Folgen der angezeigten Schritte
  3. Auf die Klingetaste drücken.
  4. Am Tablet das neu dazu gekommene WLan Doorbot-XXXXX auswählen.
  5. In der App den weiteren Schritten folgen.
  6. Fertig.
Als ich fertig war, kam die erste Enttäuschung. Der doorbot funktionierte überhaupt nicht mehr. Bei jedem Druck auf den Klingeltaster knackte der Lautsprecher kurz und der Leuchtring um die Taste blitze kurz auf. Im Internet-Forum fand ich zu diesem Fehler keine Lösungsansätze, aber den Hinweis, dass die Hersteller mit der Stabilität der Türglocke noch ein bisschen kämpfen. Auch die Reset-Taste zeigte keine Funktion und führte zur gleichen Reaktion wie der Druck auf die Klingeltaste.

Bei einer intensiveren Suche heute fand ich einen Eintrag in dem durch einen anderen Benutzer darauf hingewiesen wurde, dass durch das abhängen das integrierten Batterie-Packs der doorbot zurückzusetzen ist. Das versuchte ich und hatte Glück. So konnte ich erneut mit dem Einrichtvorgang starten. Dazu richtete ich einen Access-Point auf meinem HTC One X Handy ein und versuchten den doorbot damit zu verbinden. Leider konnte der Access-Point nicht gefunden werden. Mein Kollege machte das Selbe mit seinem HTC One und dort funktionierte es.

Die Online-Klingel war verbunden und nach einem Druck auf den Klingelknopf öffnete sich wirklich die App am Handy. Bildübertragung gab es keine und Ton hörte ich auch nicht. Das schiebe ich allerdings mal auf die grottenschlechte Internetverbindung in unserem Büro. Nach einem ausgiebigen Versuch zuhause werde ich meine Eindrücke hier reinschreiben.

Neben dem Akku-Betrieb ist es übrigens auch möglich das Gerät mit einem 8-24V AC-Netzteil zu verbinden. Dadurch kann man auch eine bestehendes Gegensprechmodul austauschen. Wird der doorbot mit Akku betrieben, dann muss man das Gerät ab und an von der Wand nehmen und mittels USB aufladen. Auf dem Bild ist die Rückseite zu sehen.

 
Sehr nett war übrigens der Ausstattungsumfang. Neben der Gegensprechanlage lag dem Paket ein Satz Schrauben mit Dübeln, ein Micro-USB-Ladekabel, ein Steinbohrer, ein Schraubendreher für Kreuzschrauben und Torxschrauben, eine Büroklammer zum Drücken des Reset-Knopfes und sogar eine kleine Wasserwaage dabei.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Schamottsteine (19.02.2014)

Bei unserem Ofen sind zwei Schamottsteine im Brennraum gerissen. Das passiert immer wieder, weil natürlich enorme Spannungsunterschiede durch die Wechsel zwischen kalt und heiß im Material vorliegen. Es gibt die Möglichkeit die Steine mit Schamottkleber zu reparieren oder natürlich die Variante diese auszutauschen.

Ich fragte bei dem Lieferanten des Ofens nach was die Ersatzsteine kosten würden und beschloss, dass der Preis vom knapp 23,- Euro pro Platte OK wäre. Also bestellten wir vier neue Platten (zwei in Reserve) und warteten mehr als einen Monat auf die Lieferung.

Als das Paket endlich durch DHL zugestellt wurde (leider waren wir gerade nicht zuhause und konnten den Zustand der Ware nicht kontrollieren) traute ich meinen Augen nicht. Wer auch immer die Schamottsteine verpackte hat wohl nicht besonders viel übrig für seinen Job, denn die zerbrechlichen Steine wurden auf den Boden einer überdimensionalen Kiste gelegt und mit Unmengen an Füllmaterial abgedeckt. Leider schützt das Material nicht, wenn es nicht auch unter den Steinen liegt. Das führte dazu, dass sämtliche Schamottsteine gerissen und gebrochen waren als ich sie auspackte. Nun warte ich auf eine Reaktion des Lieferanten, der im Vorteil ist weil die Ware ja bereits bezahlt wurde.

 
 

Dienstag, 18. Februar 2014

Holzverbrauch (18.02.2014)

Obwohl dieser Winter nicht wirklich in die Gänge kommen will und uns bislang von großen Schneemengen ebenso verschont wie von Rekorden bei Temperaturen unter null Grad, verbrauchten wir bis jetzt offensichtlich nicht maßgeblich weniger Holz als im vergangen Jahr.
Das dürfte daran liegen, dass der Himmel öfter bedeckt ist als im Jahr davor. Vor allem im Jänner brachte die Solaranlage kaum solare Gewinne. So mussten wir bis jetzt rund 1,3 Tonnen unserer Holzbriketts verheizen.

Für die letzten Winterwochen bleiben nun noch knapp 500kg Briketts (20%) übrig. Allerdings sollte auch die Sonne in den nächsten Wochen wieder an Kraft gewinnen. Ich bin also zuversichtlich, dass meine Berechnungen, etwa 30% weniger Heizenergie als im Vorjahr zu brauchen, halbwegs stimmen und wir mit dem vorhandenen Material durchkommen. Letztes Jahr brauchten wir etwas mehr als 2,3 Tonnen Holzbriketts. So wie es aussieht sparen wir im Vergleich zur Vorsaison durch die Fertigstellung der Einzelraum-Temperaturregelung also fast 22% Heizkosten.

Wenn alles passt, dann kommen wir in diesem Winter auf 388,- Euro Heizkosten. 375,- Euro für die Holzbriketts und 13,- Euro für den Strom den die Pumpen verbrauchen. Im April wissen wir es vermutlich genau.