Sonntag, 22. September 2019

Erde für die Hochbeete

Als der Bagger Ende Juli da war, den Boden abgrub und die Künetten aushob, ließen wir das Aushubmaterial auf dem Grundstück unseres Nachbarn zwischenlagern. Glücklicherweise war unser Nachbar so nett und hatte uns das erlaubt, da es sonst keine Möglichkeit gegeben hätte, und wir den Aushub hätten abtransportieren lassen müssen.

Jetzt wo die Hochbeete beinahe alle fertig gestellt sind brauchen wir die Erde wieder. Allerdings nicht so wie sie gelagert wurde, denn hier sind diverse Verschmutzungen wie Bauschutt, Steine, Fliesreste und jede Menge Unkraut drinnen, die wir nicht in den Hochbeeten haben wollen. Daher sieben wir die Erde vor der Verwendung durch ein Durchwurfsieb. Damit wir uns Zeit sparen und den Schutt nicht doppelt schaufeln müssen, stellten wir das Sieb so über zwei Schiebetruhen, dass die gesiebte Erde in die eine und der Schutt in die andere hinein fiel.


Es ist unglaublich welche Mengen an Erde in die Hochbeete passen. Das habe ich ehrlich gesagt etwas unterschätzt. Für das erste, recht schmale Eck-Beet habe ich die meiste Zeit alleine geschaufelt und brauchte über 9 Stunden reine Arbeitszeit bis das Beet halbwegs voll war. Die zwei kleineren Rundbeete davor waren relativ schnell gefüllt.

Dafür ist das große Eckbeet an der Straße so materialhungrig, dass mehrere hundert Schiebetruhen nötig sind um den Bereich zu füllen. Wir brauchten zu dritt bereits mehr als 5 Stunden um etwa 20% davon zu füllen. Das sieht nach einer Never-Ending-Story aus. Teilweise durften auch unsere Kinder mal Hand anlegen, damit sie später sagen können, dass sie beim Garten-Projekt mitgeholfen haben. unser Sohn war davon weniger begeistert als unsere Tochter, die grundsätzlich eher für Bewegung im Freien zu haben ist.


Nachdem das erste Beet gefüllt war, pflanzte ich auch gleich ein paar der Zypressen und Gräser ein, die wir bei den Abbrucharbeiten auf dem Nachbargrund gelagert hatten. Sie lagen über den heißen Hochsommer teilweise mit freien Wurzeln und wurden nur durch 4 Bewässerungszyklen pro Tag am Leben gehalten. Mal sehen ob wir sie über den Winter bringen und sie sich eventuell von der Belastung wieder erholen.

Zusätzlich besorgte Sabine in der Gärtnerei ein paar neue Gräser und Pflanzen für das kleine Eckbeet an der Hausmauer, das wir auch gleich befüllten. Dieses Beet soll ein bisschen mehr fürs Auge bieten. Daher kann es nicht schaden bereits vor dem Winter mit dem Einpflanzen anzufangen, damit die Pflanzen dann im Frühjahr, wenn die Bewässerung auch endlich funktioniert, ordentlich angewachsen sind und sich richtig entwickeln können. Derzeit passt das Wetter ja noch sehr gut dafür.

Dienstag, 17. September 2019

Der Brunnen vor dem Tore

Die Leute von unserer Baufirma Jungbauer & Moderinsky Facilityservices GmbH können sich auf unserer Baustelle selbst verwirklichen, da wir wirklich so ziemlich jeden Stil in unserem Garten realisieren. Besonders viele Natursteine werden verarbeitet. So auch 1,7 Tonnen Quarzit, aus dem innerhalb von zwei Tagen eine Brunnenmauer mit Überlaufbecken entstanden ist.

Bevor allerdings an der Mauer gearbeitet werden konnte, musste die Wasserversorgung des Brunnens sichergestellt werden. Dafür besorgte ich beim Obi Kanalrohre durch die später das Wasser aus dem Überlaufbecken in die Zisterne ablaufen kann. Das Kanalrohr wird unter dem Brunnen durch ein Y-Stück aufgeteilt und führt hinter dem Brunnen hoch. Darin führten wir eine 25mm Wasserleitung und das Anschlusskabel für eine Tauchpumpe ein.

So dient nun das Abflussrohr gleichzeitig als Führung für den
Brunnenzulauf und die Stromversorgung. Das ist sehr praktisch, da wir nun nur noch eine geschaltete Steckdose an der Rückseite des Brunnens montieren müssen, die das Ein-und Ausschalten des Wasserlaufs ermöglicht. Solange genug Wasser in der Zisterne ist wird der Brunnen mit Wasser versorgt. Ist zu wenig Wasser vorhanden verhindert der Schwimmerschalter der Einhell Tauchpumpe das Trockenlaufen.

Nach dem Einbau der Rohre wurde das Streifenfundament für die Mauer hergestellt.

Bei der Verarbeitung der Steine mussten wir sehr genau auf deren Lage achten, da das Erscheinungsbild des Brunnens stark davon abhängt. Die größten und schwersten Steine bildeten die Basis der Brunnenmauer und das Überlaufbeckens. Durch das kurze, aus dem Boden ragende Überlaufrohr des Abflusses wird ein geringer Wasserpegel von etwa 10cm  in dem Brunnen erreicht. Das ist gerade genug, damit es nicht wie ein Badebecken sondern eher wie ein Sammelbecken einer Quelle aussieht. Im Überlaufbecken ist das Rohr unter einer Quarzitplatte versteckt, wodurch es seinen Dienst perfekt erfüllen kann und trotzdem unsichtbar bleibt.


Mit zunehmender Höhe wurden immer kleinere Steine gewählt und zusätzlich versucht die Position der Steine jeweils etwas nach hinten versetzt zu gestalten damit später das Wasser an der Wand herunterlaufen kann. Zudem verjüngten wir den Brunnen im oberen Bereich, weil das meiner Meinung nach harmonischer aussieht.

Im oberen Bereich der Mauer, etwa drei Reihen unter der Oberkante, wird das Wasser durch zwei Öffnungen von der Rückseite durchgeführt und später an der Vorderseite herunter rinnen. Wie die Wasserführung und das Endergebnis aussieht könnt ihr dann in einem späteren Post sehen, da derzeit die Bauarbeiten vorrangig sind.

Sonntag, 15. September 2019

Regenentwässerung ohne Kanalanschluss

Nachdem wir zwar in der Straße einen Kombikanal für Schmutzwasser und Regenwasser haben, diese aber beim Bau vor rund 25 Jahren viel zu klein für die Siedlungsgröße dimensioniert wurde, dürfen wir kein Regenwasser in den Kanal einleiten. Zahlen müssen wir für diese Option allerdings trotzdem, weil es ja per Definition ein Kombikanal ist. Diese Rechtsauslegung mag verstehen wer will, mir erschließt sich die Logik nicht. Das ist als ob man sich ein Auto mit 4-Zylinder-Motor kauft und auch dafür bezahlt, später aber nur einen Zylinder davon nutzen darf. Egal. Wir mussten also wieder mal schauen, dass das Regenwasser auf unserem Grund versickern kann.

Da die Zisterne ohnehin schon ausreichend vom Hausdach gespeist wird, überlegte ich mir nun einen Möglichkeit zumindest ein Wenig des anfallenden Regenwassers für die Pflanzen im nebenliegenden Hochbeet zu nutzen. Dieses Hochbeet ist gemauert und misst 6 x 0,9 Meter bei einer Innenhöhe von 90 cm. Das sind rund 4,9 Kubikmeter Erde.

In dem Beet werden in Kürze Kirschlorbeer Pflanzen gesetzt. Die vertragen schon etwas Wasser, wenn es mal stärker regnen sollte. Also habe ich nun den Sinkkasten in die Ecke des Hochbeets gesetzt und lasse davon ausgehend ein Kanalrohr einmal komplett durch das Beet verlaufen. Am
Ende des Beetes führt die Leitung nach unten in ein weiteres Rohrstück mit knapp 4 Metern. Die Rohre sind an der Unterseite alle 10-15 cm angebohrt, damit das Regenwasser das durch die Rohre fließt ins Erdreich abfließen kann. Je mehr Regenwasser durch die Leitung fließt, umso mehr geht davon in das Bodenrohr, das direkt in eine Drainage-Schicht aus grobem Rollschotter entwässert.

Sollte der Boden gesättigt sein und das komplette Rohr mit Regenwasser gefüllt sein, so läuft das Wasser über einen Überlauf in ein weiteres Rohrsystem, das in der Zisterne mündet. So versuche ich zu verhindern, dass unser Hochbeet bei einem Starkregen geflutet wird. Kann der Boden kein Wasser mehr aufnehmen, so fließt es einfach über den Überlauf ab.

Durch diese Konstruktion hoffe ich einen Großteil des Regenwassers das sich auf unserem Sitzplatz sammelt im Hochbeet versickern lassen zu können.

Eine ähnliche Maßnahme wurde für den Feuerplatz notwendig, da der runde Platz mit einem Durchmesser von etwa 3,8 Metern in etwa 5-6 cm Gefälle in Richtung Rasen benötigt hätte. Dadurch wäre der Boden ziemlich schräg geworden, was uns nicht gefallen würde. Also überlegten wir das Gefälle in das Zentrum des Platzes zu machen und dort eine Grube mit Schotter zu füllen.

Ich hob ein Loch mit ca. 30 cm Durchmesser aus, das ich 90 cm tief
grub. Dieses Loch füllte ich ca. 60 cm hoch mit 3/6 Rollschotter auf bevor ich in den oberen Bereich ein DN110 Abflussrohr mit rund 30 cm Länge setzte. Um dieses Rohr füllte ich nun das restliche Loch mit Schotter auf. In der Drainage-Schicht aus grobem Schotter hat etwa 20 Liter Kapazität. Sollte in kurzer Zeit mehr Regen fallen, so wird das Wasser im Zentrum des Feuerplatzes stehen und nur langsam abfließen, da es im Boden versickern muss. Aber damit werden wir vermutlich leben können und auch müssen, da ein Anschluss an die Zisterne viel zu aufwendig gewesen wäre.

Dienstag, 10. September 2019

Der Feuerplatz entsteht

Die konstruktiven Arbeiten haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber den bisherigen Arbeiten: man sieht laufend Fortschritte, und kann sich auch leichter Vorstellen wie es in Kürze aussehen wird in unserem Garten.

Heute wurde die Natursteinmauer um den Feuerplatz fertig. Die Mauer fasst einen runden Platz mit etwa 3,5 Metern Innendurchmesser ein. Der Platz wird später mit roten Granitsteinen gepflastert und soll, wenn alles nach Plan verläuft, eine Feuerschale mit Grillring im Zentrum stehen haben.
An der Rückseite erkennt man eine Vertiefund in der Mauer. Dort werden wir eine Stehleuchte aus Cortenstahl der Firma SLV hinstellen. Das Modell nennt sich Rusty Slot 80 und ist entsprechend des Names 80 cm hoch. Somit wird die Leuchte perfekt in die Aussparung der 80 cm hohen Natursteinmauer passen. Für die Befestigung wurde bereits der entsprechende Erdspieß einbetoniert und ein Anschlusskabel gelegt. Die Leuchte selbst kommt erst an ihre Position, wenn der Boden gepflastert wurde. 

Jetzt wo der Platz innerhalb der Mauern etwas gesäubert wurde, kann man sich das auch schon recht gut vorstellen. Interessanter Weise wirken Räume wesentlich größer sobald die Mauern stehen. Als noch die Markierungen am Boden waren, sah alles etwas klein au, aber jetzt kann ich mir schon gut vorstellen, wie der Platz mit einer mittig platzierten Feuerschale wirken wird.

Für später überlege ich auch noch Sitzgelegenheiten an der Oberseite der Mauer anzubringen. Aber das hat noch Zeit.

Dienstag, 3. September 2019

Die Natursteinmauern

Nachdem die Einfriedung so gut wie fertig betoniert ist, konnten die Fundamente für die Natursteinmauern vorbereitet werden. So lässt sich bereits ein bisschen abschätzen wie die Bereiche später aussehen werden.

Damit die Arbeiter von Jungbauer und Moderinsky mehr Zeit für das Mauern aufwenden können, habe ich mal über eine Tonne Gneis von der Straße in den Garten geführt und dort nebeneinander aufgelegt. Dadurch kann man etwas besser wählen und die passenden Steine finden, was bei Natursteinen nicht ganz einfach ist. Schließlich unterscheiden sich die Steine in Form und Größe massiv.

Beim Mauern muss man sich auch entscheiden auf welcher Seite die Steine sauber gelegt werden, da diese ja unterschiedlich groß sind. Die Innenseite der Beete sieht dadurch nicht besonders sauber aus, was uns letztendlich ja egal sein kann, weil wir die Innenseiten hoffentlich nie wieder zu Gesicht bekommen.

Jetzt müssen an der Innenseite der Beete nur noch die Teerpappen aufgeflämmt werden, um zu verhindern, dass später das Regenwasser, oder die Feuchtigkeit der Erde durchdringt und dadurch die Mauer beschädigt. Schließlich wollen wir ja lange Freude haben damit und nicht bereits nach dem ersten Winter mit Sanierungen beginnen.

Beim vorderen großen Beet haben wir eine Besonderheit eingebaut. Nämlich einen Abfluss für einWaschbecken. wir haben uns nämlich dazu entschlossen eine kleine Outdoor-Küche zu bauen in der wir den Weber Kugelgrill, einen Gasgriller zum Einbauen und ein Waschbecken unterbringen werden. Damit das Wasser später auch ohne Kanalanschluss ablaufen kann, griff ich zu einem kleinen Trick der sich auch schon im Garten meiner Eltern bewährte. Der Abfluss mündet nämlich in einem gelochten Drainagerohr das einmal längs durch das Hochbeet führt. Da das Rohr eine Länge von 6 Metern und einen Durchmesser von 10cm hat nimmt es bis zu 50 Litern Wasser auf einmal auf, das dann langsam versickern kann. Wobei klar ist, dass man in diesem Waschbecken keine Reinigungsmittel verwenden darf, da alles was hier abfließt ins Erdreich eindringt.

Uns ging es bei der Idee eher darum einen Wasseranschluss für Frischwasser zu haben und eine Möglichkeit sich schnell mal die Hände zu spülen. Dafür reicht es allemal.

Samstag, 31. August 2019

Vorbereitung fürs Pflastern

Diese Woche wurde wieder ein größerer Abschnitt fertig. Das Streifenfundament zum Nachbargrundstück wurde fertig betoniert und ist nun bereit fürs Pflastern und für das Gießen der Betonplatte.

Nachdem das Fundament fertiggestellt war, wurde die Einfahrt mit Rollschotter und Grädermaterial aufgefüllt. Damit es später nicht zu Setzungen des Materials kommt, habe ich den Bereich mehrere Stunden mit dem Verdichter bearbeitet. Durch die Bearbeitung wurde das Volumen wesentlich geringer, woran man erkennen konnte, dass es wirklich einen Bedarf zum Verdichten gab.

Nachdem der Boden verdichtet war, konnten wir uns ein Bild von der Lage machen und legten die Pflastersteine sowohl längs als auch quer auf. So konnten wir uns überlegen wie die Steine besser wirken würden.

Da der Eingangsbereich mit 20 Metern Länge sehr lange ist, entschieden wir uns für das Verlegen quer zum Haus, so werden die Fugen in der Länge unterbrochen und der Eingangsbereich wirkt  dadurch nicht so extrem gestreckt.

Damit die Pflastersteine später ordentlich halten und in den Fugen kein Unkraut wachsen kann, wird von den Bauleuten eine Betonfuge hergestellt.

Donnerstag, 22. August 2019

Einfriedung mit Hochdruck

Die Zuversicht steigt, dass ein großer Teil der Bauarbeiten vor dem Herbst noch erledigt sein könnte, denn im Moment geht ordentlich was weiter auf der Baustelle.

Nachdem die Arbeiten diese Woche seit Montag wieder im Gange sind hat sich bereits einiges getan auf unserer Baustelle. So wurden die Schalsteinmauern entlang der Straße und entlang der Einfahrt des Nachbarn bereits geschalt und betoniert. Auch die Mauer im Osten zum Nachbarn hin ist bereits auf der richtigen Höhe inklusive Betonkranz fertig gestellt.

Aus Gründen der Stabilität und auch der Zeitersparnis entschieden wir uns die Außenmauer für die Pooltechnik doch nicht aus alten Tonziegeln, sondern aus Betonschalsteinen machen zu lassen. Die sind wesentlich einfacher und schneller zu verarbeiten. Und da wir diese Wände nicht sehen werden ist es aus optischen Gründen auch nicht nötig sie besonders attraktiv auszuführen.

Derzeit arbeiten die Bauarbeiter an dieser Außenmauer des Technikraumes unseres Pools und sorgen für das passende Fundament für die Ziegelsteinmauer aus alten Ziegeln, zu der mir bereits auch ein Design vorschwebt.


Auch die letzten Fundamente für die Eingangsüberdachung sind bereits betoniert und es geht mit Hochdruck an die Nivelierung des Bodens vor unserem Hauseingang. Für diesen Bereich habe ich bereits unseren Nachbarn gebeten eine Rüttelplatte zu besorgen, damit ich am Wochenende den lockeren Boden verdichten kann. Dadurch möchte ich verhindern, dass es später zu Setzungen der Pflastersteine kommt.

Wenn alles glatt geht, dann sollten die Betonarbeiten an den Außenmauern diese Woche noch abgeschlossen werden. Eventuell auch die Arbeiten am Streifenfundament entlang des Hauses. Im Bereich des Autoabstellplatzes wird eine Betonplatte betoniert, die sich über das Streifenfundament zieht, daher kann diese erst nächste Woche gemacht werden. Ich hoffe, dass der Boden der Einfahrt eventuell auch schon morgen soweit begradigt ist, dass ich eine Runde drüber rütteln kann, um das Material schon mal zu verdichten.