Mittwoch, 18. April 2012

Die Zisterne (17.4.2012)

Seit Monaten steht die Zisterne nun wie ein Mini U-Boot auf unserem Grundstück und wartet darauf eingegraben zu werden. Das Problem war bislang eigentlich nur der gefrorene Untergrund.

Nun konnten die Bauarbeiter endlich das Loch ausheben, da die Zuleitungen von Strom und Wasser errichtet sind und der Graben um unsere Fundamentplatte für das Anbringen der XPS-Platten auch soweit fertig ist. Auch der Kanalanschluss ist fertig und wir können endlich unsere Abflüsse im Haus benützen (ich wüsste zwar nicht genau womit, aber es ginge zumindest :-)

Also wurde das Loch für die Zisterne ausgehoben in dem sie versenkt werden kann. Jetzt haben wir ja bekanntlich einen recht hohen Grundwasserspiegel wodurch es für das Platzieren der Zisterne notwendig ist diese mit Wasser zu befüllen. Sonst würde sie fröhlich in ihrem Loch herumschwimmen wie ein Quitscheentchen in der Badewanne.

So wurde direkt während des Platzierens Wasser eingefüllt um die Verdrängung des Grundwassers zu erreichen. Nun müssen nur noch die Regenrohre angeschlossen werden und die Leitung zum Einhell Hauswasserwerk in der zukünftigen Gartenhütte gelegt werden.

Nebenbei graben die Arbeiter gerade an den Künetten für die Leitungen zwischen Technikraum um Pool um für die Poolbeheizung die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen.

Freitag, 13. April 2012

Die Hauszuleitung (12.4.2012)


Endlich haben es die Bauarbeiter geschafft die Künetten für die Wasser- und Stromzuleitung zu machen und auch gleich die Wasserzuleitung in der ersten versenkt.
Nachdem sie den Kanal in den Tiefen des Grundwassers fanden stellten sie auch gleich den Kanalanschluss bis zum zukünftigen Putzschacht her. Dadurch konnten sie endlich den Wasserschacht eingraben und die Grabungen für die Elektroleitung beginnen.

Die Künette für die Stromzuleitung verläuft entlang unserer Grundstücksgrenze und dann in weiterer Folge am Haus entlang wo das Kabel durch die Hausmauer in den Estrich geführt wird. Jetzt fehlt nur noch die Telekom- und Kabel-TV-Leitung . Diese beiden werden wir sicherheitshalber reinlegen für den Fall, dass wir später mal doch kabelgebundenes Internet haben wollen.

Mittlerweile wurden wir aber vom regen wieder ausgebremst und müssen warten bis die Witterungsverhältnisse für die Erdarbeiten wieder passen. Hoffentlich geht es am kommenden Montag wieder weiter.

Donnerstag, 12. April 2012

Der Holzboden (12.4.2012)

Sabine war mit unseren Kids beim Schagerl in Baden und hat sich dort einen massiven Eichenboden ausgesucht der eine handgehobelte und weiß geölte Oberfläche hat. Da dieser Boden verhältnismäßig günstig angeboten wurde griff sie sofort zu. Sie erhielt die Information, dass die 46 Quadratmeter Boden etwa 300kg schwer sei, also sollte ich nach der Arbeit den Boden gleich abholen.

Also fuhr ich am Abend noch schnell nach Baden und bekam für's erste große Augen als der Stapler die Palette mit den Kartons brachte.

Mit jedem Paket das ich in mein Auto lud, schwand meine Zuversicht wirklich alles auf einmal transportieren zu können. Als alle 33 Pakete im Auto waren, hatte sich der Federweg der Hinterachse auf maximal einen Zentimeter verringert. Ich vermute, dass die Zuladung in etwa bei 500kg lag, also etwas über den 300kg die zuvor angesprochen waren.


1cm Federweg....eigentlich viel zu wenig ;-)
Die zehn Kilometer vom Schagerl zu unserem Haus fuhr ich wie auf rohen Eiern um unseren Golf nicht komplett zu vernichten.

Danach trug ich die 33 Pakete in unser zukünftiges Wohnzimmer und öffnete dort das erste Paket um den Boden anzusehen. Auf dem Bild oben seht ihr ihn. Leider entdeckte ich beim Öffnen eines zweiten Pakets, dass darin eine andere Charge des Bodens enthalten war.

33 Pakete Eichenboden in unserem Golf
So musste ich 18 Pakete am nächsten Morgen wieder ins Auto packen und wieder zurück bringen. In Kürze sollten wir die richtigen Bretter erhalten.

Wände geschliffen (12.4.2012)

Sabine hatte gestern einen anstrengen Tag im Obergeschoß unseres Hauses, da sie dort die mit Fugenfüller vergipsten Wände abgeschliffen hat. Glücklicherweise arbeiten die Trockenbauer recht genau wodurch es kaum wilde Kratzer, Mulden und Hügel gab. Trotzdem gab es noch genug zu schleifen.

Auch das verputzte Mauerwerk wurde von Sabine geglättet, da der Maschinenputz ziemlich rau war. Normalerweise würden die verputzen Wände noch verspachtelt werden um eine ähnlich glatte Oberfläche wie die der Gipskartonwände zu erreichen, aber das ist uns für den zu erwartenden Effekt einfach zu viel Arbeit.

Heute klebte Sabine im Zuge der Vorbereitung für das Ausmalen noch die Schalter und Steckdosen sowie die Fenster im Obergeschoß ab. Jetzt ist alles einmal soweit fertig und es kann im Erdgeschoß weitergehen.


Steckdosen und Schalter (8.4.2012)

Nachdem unser Estrich bei Laune und vor allem auf Temperatur gehalten werden musste, beschloss ich am Osterwochenende nicht in die Steiermark zu fahren, sondern kümmerte mich aufopfernd um die Beheizung unseres Hauses. Da zwischen den Heizphasen etwas Zeit blieb widmete ich meine Aufmerksamkeit dem Einbau der Steckdosen und Schalter.

Mit dem Berker-System machten wir auch einen sehr guten Griff, denn die Klemmen unserer Steckdosen sind nicht zum Stecken sondern zum Schrauben. Das ist viel angenehmer als die Steckverbindungen die mal halten und mal aufgehen und sich kaum öffnen lassen wenn man es möchte. Schrauben sind und bleiben einfach das Beste.


Bereits am Samstag hatte ich das komplette Obergeschoß fertig. Alle Hohlwanddosen waren ebenso wie die Steckdosen und Schalter montiert. Alles bis auf die SAT- und die Netzwerkdosen, denn die hatte ich leider nicht dabei auf der Baustelle. Außerdem konnte ich im Badezimmer auch noch keine Steckdosen montieren, da dort ja zuerst die Fliesen verlegt werden müssen.

Am Sonntag schaffte ich dann wirklich auch noch alle machbaren Anschlüsse im Erdgeschoß. Auch hier musste ich die zu verfliesenden Bereiche und die noch nicht vergipsten Wände  auslassen. Im Großen und Ganzen ist aber alles soweit fertig geworden.

Kabelziehen (6.4.2012)

Falls ihr meint, dass ihr so simple Sachen wie Kabel einzuziehen selbst machen könnt um Geld zu sparen, dann habt ihr natürlich recht. Gerade mit den Leerrohren und den Kabeln spart man viel Arbeitszeit und damit viel Geld.
Die Leitungen aus dem Obergeschoß

Leitungen die in der Zwischendecke verlaufen

Nun noch die Leitungen die am Boden des EG verlaufen
Aber!! Ja es gibt ein ABER, denn Sabine und ich haben vier Tage lang von früh Morgens bis spät Abends nichts anderes gemacht als Kabeln quer durchs Haus gezogen. Dabei haben wir neben der Haut an unseren Händen auch noch das Gewebe an Armen, Beinen und Hintern und eine nicht näher definierte Anzahl an Einziehfedern zerstört. Doch beginnen wir mal ganz vorne.

Am Montag starteten wir sobald der erste Baumarkt geöffnet hatte um noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, um bereits um acht Uhr mit der Kabelarbeit zu beginnen. Zu diesem Zweck hatten wir eine 10m-Stahlfeder, eine 20m Stahfeder und eine 30m Fieberglasfeder zurecht gerichtet. Zudem einen Gleitspray damit die Kabel nur so durchflutschen würden.

Grundsätzlich wurden in unserem Haus hauptsächlich 5x1,5 Mantelleitungen verlegt. Dazu noch Busleitungen, Cat-7 Kabel und Koax-Kabel für SAT. Für das Ceranfeld musste eine 5x2,5 Leitung rein. Mit der Wollten wir auch beginnen, damit wir das Schwierigste hinter uns hätten. und wir scheiterten. Aber nicht am Durchziehen der Leitung, sondern daran, dass sich die Federn nicht durchschieben ließen. Mit sämtlichen Versuchen scheiterten wir kläglich, bis wir uns zum Hornbach fuhren und uns dort Kati-Blitz compact kauften. Eine Einziehfeder aus Fieberglas mit ganz tollem Zubehör. Mit dieser Feder kamen wir sogar bei bei den engesten Rohren um die wildesten Ecken durch.

Allerdings kamen wir auch mit dieser Feder an die Grenzen des Machbaren, da der Fieberglas-Stab unter der enormen Zugbelastung andauernd brach. Die Lösung des Problems war dann letztendlich, dass wir mit KatiBlitz die Stahlfeder durchzogen und an der Stahlfeder die Leitungen durch die Rohre beförderten.

Nach vier Tagen nahezu übermenschlichen Leidens...witziger Weise fand dieses Leiden just in der Osterwoche statt ;-) ... waren dann fast alle Leitungen eingezogen.
Eine Dose mussten wir leider leer lassen, da uns der Alarmdraht ausging.
Meine rechte Hand nach drei
Tagen Kabelziehen
Sabine...Herrin über die Leitungen

Mittwoch, 11. April 2012

Die Ausheizphase (30.3.2012)

Nachdem vor drei Wochen der Estrich gegossen wurde, beginnt heute die Ausheizphase. Wir stehen damit vor einer speziellen Situation, da wir kein Heizgerät mit fixer Temperatureinstellung haben und somit mit unserem Holzofen für Hitze sorgen müssen.

Leider stellte uns die Estrichfirma keinerlei Infos über die Art und Weise des Ausheizens zur Verfügung, also kontaktierte ich den Baumeister. Dieser meinte, dass 'des eh a ganz normaler Zement-Heizestrich is. Der wird nach Ö-Norm ausg'heizt!'

Sehr gut! Was ist die Ö-Norm für Zementestriche? Das Internet weiß bescheid und liefert die benötigten Informationen über Standardtrocknungszeit, die zusätzliche Trocknungszeit bei Raumtemperaturen unter 15 Grad und die Vorlauftemperaturen. Obwohl speziell bei den Vorlauftemperaturen finde ich die Ö-Norm wenig hilfreich. Diese besagt nämlich nur 'aufheizen bis zur maximalen Vorlauftemperatur'. Dabei handelt es sich wohl um die im späteren Normalbetrieb maximal zu erreichende Vorlauftemperatur.

Wir hielten uns allerdings an die Ausheizhinweise einer anderen Estrichfirma, die den Zementestrich ab dem 21. Einbautag mit einer Vorlauftemperatur von 20 Grad beginnend, täglich um 5 Grad bis auf 45 Grad steigern, dann vier Tage auf 45 Grad halten und danach wieder täglich um 5 Grad verringern, heizen bis sie auf 20 Grad Vorlauf herunten sind. Die 20 Grad werden dann noch bis zum 42. Einbautag gehalten und dann sollte der Estrich belagsreif sein.

So nun haben wir eben einen Holzofen im Wohnzimmer, der darauf ausgelegt ist ein Haus zu Heizen das in 20cm Fassadendämmumg eingepackt ist. Also begannen wir eine Woche zuvor den Wärmespeicher von 10 Grad (Wassertemperatur beim Füllen des Systems) bis auf 65 Grad aufzuheizen. Der Ofen arbeitet super!

Allerdings ist eine enorme Wärmemenge nötig um den kalten Estrich schrittweise auf knapp 40 Grad zu erwärmen. insgesamt sind 300kg Holzbriketts in unserem Ofen in Flammen aufgegangen (innerhalb von nur 10 Tagen!) und wir haben geschwitzt wie die Heizer einer Dampflok.

Das Halten der Temperatur war dann auch eine Wissenschaft für sich, da wir ja keine automatische Regelung haben sondern manuell einstellen müssen. So haben wir einfach mit einem Anlegefühler die Vorlauftemperatur gemessen und so lange nachjustiert bis wir die gewünschte Temperatur erreichten. Und das natürlich täglich, da sich die Temperatur ja auch täglich ändern musste.

Mittlerweile sind wir in der Auschleifphase in der nur noch 20 Grad anliegen müssen....zum Glück!