Montag, 16. Juni 2014

Der Schirmständer

Die Problemstellung:
Unser Haus ist nahezu völlig nach Süden ausgerichtet wodurch unsere Terrasse an sonnigen Tagen von Morgens bis Abends komplett in der Sonne liegt. Das ist sehr angenehm und nicht das Problem. Unpraktisch ist eher die etwas schwierige Beschattung.

Wir wollen die Möglichkeit haben sowohl auf der (Liege)Wiese, im Pool als auch beim Esstisch Schatten haben und das im besten Fall unabhängig vom Sonnenstand. Zudem muss der Schirmständer schwer genug sein, den Schirm zumindest bei mittel starken Windstößen halten zu können.

Bisher trugen wir unsere Schirme samt 50kg schwerer Schirmständer hin und her. Beschwerlich und eigentlich schwachsinnig. Daher musste eine andere Lösung her.

Der erste Lösungsansatz:
Bei IKEA kauften wir uns den Ampelschirm Seglarö (nicht zu verwechseln mit Gonnorhoe ;-) und stellten ihn, mit Betonplatten beschwert auf die Terrasse. Dadurch konnten wir je nach Sonnenstand zumindest zeitweilig Schatten auf die Wiese und über den Pool bringen. Auch der Tisch ließ sich durch geschicktes verrücken halbwegs im Schatten halten. Allerdings war es noch keine ordentliche Lösung.

Der zweite Lösungsansatz:

Ein mobiler Schirmständer musste her. Einer der schwer genug ist um einen Ampelschirm ordentlich halten zu können. IKEA verlangt zu diesem eine Beschwerung des Ständerkreuzes mit Betonplatten die insgesamt mindestens 90kg wiegen.

Also machten wir uns auf die Suche nach einem entsprechend schweren rollbaren Schirmständer und fanden erstaunlicher Weise nichts brauchbares. Entweder waren die Ständer zu leicht oder nicht für Ampelschirme geeignet. Seglarsö wird, um drehbar zu sein, auf einem Kreuz mit einem Lochabstand von 14cm angebracht.

Es sind uns natürlich komplette Schirm-Ständer-Angebote untergekommen die bei etwa 700,- Euro begannen und nach oben nahezu unbegrenzt teuer wurden. Zangenberg nimmt für einen 350x350cm Ampelschirm inkl, angeblich rollbarem Ständer immerhin über 2.000,- Euro. Was blieb uns also anderes übrig als selbst einen Ständer zu bauen?

Die Umsetzung:
Ich überlegte mir ein mögliches Design für einen mobilen Schirmständer und kam relativ schnell auf eine niedrige Kistenform aus Terrassendielen auf Rollen die mit Schotter entsprechend beschwert werden könnte.

Dazu besorgte ich mir im Baumarkt fünf Terrassendielen aus Douglasie je 4m lang 28mm stark und 145mm breit und ließ sie mir gleich dort zuschneiden (Preis je 16,49 Euro).

  • 12 x 80cm Länge (für den Boden und zwei Seitenwände)
  • 2 x 85,6cm Länge (für die anderen beiden Seitenwände)
  • 4 x 200cm Länge (zum Zuschneiden für den Deckel)


Außerdem benötigte ich noch:

  • 4 Schwenkrollen mit Stopper (je 10,25 Euro)
  • 1 Schwenkrolle ohne Stopper (6,90 Euro)
  • ca. 100 4x45mm rostfreie Schrauben (4,75 Euro)
  • ca 75kg Kies (ich nahm Säcke zu je 25kg - 5,19 Euro)


Der ganze Spaß hat somit 150,67 Euro gekostet.


Zuerst legte ich fünf der 80cm-Latten am Boden auf und platzierte weitere fünf im Winkel von 90° darüber. Da fünf Latten um 7,5cm schmäler sind als die 80cm langen Bretter ergab sich ein Zwischenraum vom knapp 19mm zwischen den Brettern.



Die Latten verschraubte ich mit einander. Jeweils eine der 80cm Stücke schraubte ich an gegenüberliegenden seiten der Bodenplatte an.

Die noch offenen Seite schloss ich mit den beiden knapp 86cm langen Brettern. Dadurch entstand eine flache Truhe mit einer Innenfläche von 80x80cm und einer Innenhöhe von ca. 9cm.
Die Truhe drehte ich um und montierte mittig das Rad ohne Stopper sowie an jeder Ecke eines mit Stopper. Beim Stopper muss man darauf achten, dass er sich noch hinunter drücken lässt, wenn das Rad montiert ist. Fast wäre es bei uns knapp geworden.

Danach hatte ich eine rollbare Truhe in die ich eine Folie einlegte um zu verhindern, dass die Feuchtigkeit der Kieselsteine das Holz innen schädigen könnte.

Wenn der Ständer mal geschlossen und geölt ist, dann wird relativ wenig Feuchtigkeit eindringen (auch wenn es regnet). Das Bisschen was reinkommt kann nicht in den Schotter, da dieser in der Folie "eingepackt" ist. Beim nächsten Sonnenschein sollte das Holz dann ziemlich schnell wieder trocknen.

Als die Folie eingelegt war, schraubte ich das Ständerkreuz vom Ampelschirm auf der Innenseite der Truhe an und fixierte damit auch gleich die Folie. Die rollbare Kiste hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 28kg Eigengewicht.


In die Zwischenräume des Kreuzes schüttete ich erst mal zwei Säcke (50kg) Kies und verteilte alles ordentlich.

Danach montierten Sabine und ich den Schirm auf das Kreuz und füllten einen weiteren Sack Kies hinein. So hatte der Schirmständer bereits 105kg (also um 15kg mehr als mindestens gefordert). Fertig bringt der Ständer letztendlich etwa 110kg auf die Waage. Damit sollte er zumindest kleineren Windstößen gut standhalten können. Wenn der Wind ordentlich anschiebt bleibt ohnehin kein Auge trocken.

Um die Formschöne Folie zu verdecken musste nun noch ein Deckel für unsere rollende Schirmkiste her.
Damit der Ständer etwas stabiler wird, entschloss ich mich die Abdeckung diagonal anzubringen. Zudem schraubte ich an jeder Ecke eine dreieckige Platte auf.
Eine kleine Schwierigkeit stellte noch die Schräge des Schirmfußes dar. Dieser "eiert" nämlich wenn der Schirm gedreht wird, da er sich gegen das Gewicht des Schirmes "stemmen" muss. Das löste ich mit einer zusätzlichen Blende.

Der fertige Schirmständer hat jetzt eine nette Treppenform und bietet zusätzlich kleine Flächen zum Abstellen von Gläsern und Flaschen, damit im Sommer nicht gleich die Ameisen darüber herfallen, wenn wir neben der Liegewiese unseren Fruchtsaft abstellen wollen.



Montag, 26. Mai 2014

Das Terrassenlicht

Eigentlich wäre für die Terrasse eine ganz andere Leuchte vorgesehen gewesen. Eine im Stil einer Wandfackel einer Burg aus rostigem Stahlblech.

Leider machten uns die Fassader einen Strich durch die Rechnung indem sie den Auslass des Kabels für die Lampe um gut dreißig Zentimeter zu weit oben platzierten. Dadurch kommt die Stromleitung nun nur knapp zehn Zentimeter unter der Wetterstation aus der Wand wodurch eine Montage der ursprünglichen Lampe unmöglich ist.

Da es ohne Lampe aber auch nicht wirklich charmanter wird, vor allem weil nach zwei Jahren noch immer das Kabel an der Wand herunter hing, bestellten wir Kurzerhand bei Westwing eine LED Leuchte von Philips. Durch ihr kupferfarbenes Äußeres passt sie sehr schön auf die rote Fassade. Allerdings war selbst die nur 25cm kleine Lampe zu groß und ich musste die Fassade etwas anritzen um das Kabel hinunter zu ziehen.

Die Lampe war schnell montiert und angeschlossen. Leider musste ich jedoch feststellen, dass sie offensichtlich nicht mit ihrem zugehörigen KNX Aktor verbunden war. Scheinbar verband ich einen anderen Verbraucher mit dem Ausgang. Eine Kleinigkeit für mich. Nach eine Viertelstunde war der Fehler im Schaltschrank ausgebessert und die Lampe war mit dem Aktor verbunden.

Nun tauchte das nächste Problem auf, das ich bislang noch nicht lösen konnte. Die Lampe hängt an einem Dimmaktor, da ja ursprünglich eine andere Leuchte mit einem anderen Leuchtmittel dafür vorgesehen war. Durch die geringe Stromaufnahme der neuen LED-Lampe (nur 2,5 Watt) wird diese bereits durch die geringe Spannung die der Dimmaktor scheinbar konstant auf der Leitung lässt angeregt und beginnt zu flackern, wenn sie ausgeschaltet ist. Solange die Lampe eingeschaltet ist arbeitet sie aber Problemlos.

So versuche ich jetzt also eine Lösung zu finden die das lästige Flackern unterbindet und bei der die Lampe dabei trotzdem nicht dauerhaft eingeschaltet bleiben muss.

Freitag, 23. Mai 2014

Die Pumpe der Solaranlage

Die Pumpe der Solaranlage ist getauscht. Allerdings war das Ganze nicht so einfach wie es eigentlich sein sollte.

Ursprünglich vermutete der Techniker des Anlagen-Herstellers 'Santer Solarprofi', dass das Problem zu 99,9% Luft im System wäre. Ganz so einfach war es dann doch nicht, denn nachdem mein Installateur das Rückschlagventil im Rücklauf der Solaranlage wieder öffnen wollte - er musste es zuvor natürlich schließen um die Pumpe tauschen zu können - wehrte sich dieses vehement gegen jegliche Öffnungsbewegung. Auch die Versuche eine Drehung mit einer Rohrzange herbei zu führen scheiterten. Schlussendlich brach der Griff vom Ventil ab und ein Öffnen wurde komplett unmöglich. Was der Installateur auch versuchte scheiterte.

Er besorgte dann ein neue Schwerkraftbremse und musste beim Einbau feststellen, dass sich die Gewinde des alten und des neuen Ventils unterschieden. Das Gewinde des neuen Ventils ist etwas gröber. Also musste er nun auch noch die Kupplung zum Edelstahlschlauch abmontieren und hoffen, dass die Dichtung bei der erneuten Montage noch funktioniert da er genau diese Größe nicht dabei hatte.

Wir musste fast die komplette Anlage entleeren um die Arbeiten durchzuführen und dementsprechend hatten wir im Anschluss eine knappe Stunde Spülzeit um die eingedrungene Luft wieder aus dem System zu bekommen.


Um halb acht Uhr abends konnten wir dann endlich mit dem Aufräumen und vor allem Aufwischen im Technikraum beginnen. Meiner Meinung nach sollten die Anschlüsse zum Befüllen der Solaranlage an der Außenwand des Hauses angebracht sein. Eine Sauerei ist unvermeidlich wenn in geschlossenen Räumen mit Frostschutz gepritschelt wird.

Was übrigens der eigentliche Grund für das Versagen der Pumpe war konnten wir erst sehen als das Rückschlagventil abmontiert war. Die Feder des Ventils ist aus irgend einem Grund aus der Kugel gefallen und in die Pumpe geraten. Das verursachte das kratzende Geräusch. Durch die fehlende Feder hat der Gummi im Ventil sich verschoben und die Leitung blockiert was dazu führte, dass keine Umwälzung mehr stattfand. Ich hoffe nur, dass die Kollektoren nicht auch noch darunter gelitten haben.

Dienstag, 20. Mai 2014

Viel Sonne - kein Warmwasser

Seit knapp drei Wochen zeigt sich die Pumpe der Solargruppe etwas, sagen wir mal, brustschwach. Zu Beginn fiel mir nur die konstant fallende Temperatur im Speicher auf. Allerdings dachte ich, dass dies am durchgehend miesen Wetter lag.

Letzte Woche kam zum Leistungsabfall dann aber ein laut hörbares schabendes Geräusch dazu. Dies dürfte ein Zeichen für das plötzliche Ableben der Pumpe gewesen sein. Sie Dreht sich zwar noch, aber zieht es vor auf die Bewegung des Wärmeträgers in der Leitung zu verzichten.

Mein erster Ansatz war direkt von WILO, dem Hersteller der Pumpe, einen sinnvollen Ersatz genannte zu bekommen. Dieser Wunsch wurde mir aber nicht erfüllt, weil die verbaute Pumpe ein OEM Produkt sei und ich mich an den Hersteller der Solaranlage wenden müsste.

Heute kam der Anruf des Technikers und die Erklärung für das Verhalten war einfach. Wie bereits vermutet hat sich der Sauerstoff aus dem Wasser in böse kleine Luftbläschen verwandelt. Dass das passieren würde war zu vermuten, allerdings dürfte sich mangels Spirovent, ein Ventil zur Mikroblasenabscheidung, eine große Luftblase gebildet haben, die ein Umwälzen des Mediums unmöglich macht. Daraufhin ist die Pumpe heiß gelaufen und hat sich verabschiedet.

Unvermeidlich ist daher ein Tausch der Pumpe und sinnvoll wäre der Einbau eines Spirovent-Ventils. Zusätzlich würde die Aufteilung des Solarfeldes in zwei gleiche Teile durchaus sinnvoll sein, da der Widerstand sinkt, die Durchflussgeschwindigkeit steigt und der Ertrag vor einer Stagnation somit höher wäre. Leider ist derzeit das Wetter zu gut um solche Arbeiten an der Anlage durchzuführen. Die ist einfach zu heiß. Eine Teilung des Feldes wird ein Schlechtwetterprojekt.

Freitag, 9. Mai 2014

Gute Idee - schlechte Umsetzung

Und wieder ein Eintrag zum doorbot. Mittlerweile haben wir das Ding eine ganze Weile im Einsatz und ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass Sabine die WLan-Türklingel namens doorbot bald von der Wand reißen wird.

Grund dafür ist, dass die Firmware am doorbot selbst ebenso unausgereift ist wie die Apps für Android und iOS. Nicht nur, dass es permanente Verbindungsprobleme gibt, dauert es teilweise bis zu 30 Sekunden bis das Klingelsignal seinen Weg über den US-Server zurück auf unsere mobilen Devices findet. Das alleine wäre nun auch noch kein Knock Out-Kriterium, aber leider zeigt das iPad nur etwa jeden dritten Besucher vor der Türe an und Sabines Smartphone verweigert Push-Nachrichten komplett. Auf dem Kindle Fire läutet die Türglocke nur, wenn man gerade zufällig die doorbot-App geöffnet hat.

Bislang kann ich folgendes sagen:

positiv:

  • Sieht nett aus 
  • Geniale Idee die Technik-Freaks in den Bann zieht 


negativ:

  • häufige WLan-Verbindungsfehler 
  • iOS-App funktioniert nur sporadisch 
  • Android-App: Klingelton-Lautstärke lässt sich nicht konfigurieren, Push funktioniert bei zwei baugleichen Mobiltelefonen mit gleichen Einstellungen nur bei einem davon, auf Kindle Fire funktioniert es nur bei aktiver doorbot-Anwendung 
  • Verbindung zum doorbot-Server extrem langsam, daher wird das Klingelzeichen oft bis zu 30 Sekunden verzögert an die Devices geschickt. Bis dahin ist der Besucher meist wieder gegangen. 


Alles in Allem hinaus geschmissenes Geld, da leider nicht mehr an der Verbesserung der Software gearbeitet werden dürfte und im aktuellen Zustand eine normale Verwendung nicht möglich ist.

Mittwoch, 9. April 2014

Zu Gast in der Karlich Show am 18. März 2014

Am 18.3.2014 um 16 Uhr war es soweit. Die Sendung mit meiner Beteiligung als Gast wurde ausgestrahlt. Glücklicherweise war mein Auftritt im TV nicht so peinlich wie ich es ursprünglich befürchtete. Allerdings kam ich nicht dazu meine Bücher zu promoten. Das wollten die nämlich gar nicht.

Wer die Sendung sehen möchte, hat hier die Möglichkeit dazu. Ich habe sie auf Youtube gefunden und gleich gesichert bevor sie wieder verschwindet :-)

Ab 12:16 wird es interessant ;-)


1600

Die Barbara Karlich Show

"Aufgewacht! Der Traum vom eigenen Haus hat mein Leben zerstört"

Di. 18.03.60 Min. bzw. 1 Std., bis 17:00 Uhr.


Talk-Show mit Barbara Karlich. Der Traum vom Eigenheim wird für manche Pärchen schon in der Bauphase zum Alptraum für die Beziehung. Robert, 30, Universitätsassistent aus der Steiermark, plante mit seiner damaligen Freundin das gemeinsame Traumhaus, das ein perfektes Zuhause für die beiden und die zweieinhalbjährige Tochter werden sollte. Das Unglück nahm seinen Lauf, als der Zimmerer auf der Baustelle vom Dach fiel. Sebastian, 39, System Ingenieur aus Niederösterreich, ist ein zielstrebiger und überlegter Mann. "Was ich anfange, mache ich fertig", stellt er klar. Mit dem Hausbau hat er gewartet, bis er das Studium abgeschlossen und ein gesichertes Einkommen hatte. Doch auch das konnte ihn nicht davor bewahren, dass er mit der Baufirma Probleme bekam.


Ich bin schon gespannt auf die Sendung :-)
Übrigens hatten wir KEINE Probleme mit der Baufirma, sondern mit unserem ersten Installateur, der es nur selten zu uns auf den Bau geschafft hat. Aber das wissen LeserInnen meines Blogs ohnehin.



Der obige Eintrag kommt übrigens von : http://www.tvprogramm24.com/2014-03-18/orf2/16_00.html


Samstag, 5. April 2014

Der Baustellen-Bierbauch

Jetzt einmal zu etwas ganz Anderem.

Bevor wir mit dem Bauen begannen, brachte ich gerade mal 82 kg auf die Waage. Außerdem war ich zwar nicht untrainiert, aber von muskulös weit entfernt.
Während der Bauphase, also über etwa 18 Monate, legte ich knapp zwanzig Kilogramm zu. Leider kam der Zuwachs nicht alleine von der vielen körperlichen Arbeit, sondern viel mehr vom abendlichen 'Stress-Bier', das ich mir viel zu oft nach einem langen Arbeitstag gönnte.

Nahezu unbemerkt hatte sich ein Bierbauch gebildet,außerdem musste ich morgens immer wieder Hosen in den Kasten zurück legen weil sie einfach nicht mehr zu gingen.

So konnte das natürlich nicht bleiben. Ich überlegte mir verschiedene Lösungsansätze und entschied mich fürs Erste aus Zeitgründen dafür, durch regelmäßiges Laufen abzunehmen. Dazu startete ich ein viermonatiges Laufprojekt. Ziel war es an Werktagen von Montag bis Freitag morgens Laufen zu gehen und damit ohne Umstellung der Ernährung möglichst viel abzunehmen. Dabei nahm ich auf das Wetter keine Rücksicht, obwohl die vier Monate mit Anfang November bis Anfang März denkbar ungünstig gewählt waren, schließlich war der Winter 2012/13 einer der härteren. (Das Buch zum Lauf-Projekt gibt es hier)

Weder Schnee noch Temperaturen bis -12°C konnten mich damals bremsen. Und mein Appetit verhielt sich ebenso ungebremst. Trotzdem nahm ich in den vier Monaten nur durch die Bewegung etwa zehn Kilogramm ab. Da mir das 'zwanghafte' Laufen jedoch keinen Spaß machte hörte ich damit auf und nahm, wenig verwunderlich, innerhalb weniger Monate die vollen zehn Kilo wieder zu.

Wieder auf über 100kg angekommen überlegte ich mir einen neuen Ansatz der vorzugsweise auch mit einer dauerhaften Wirkung aufwarten könnte. Bei meinen Recherchen stieß ich auf verschieden Formen der Low-Carb-Ernährung und viele positive Meinungen von Leuten die damit extrem viel abgenommen haben dürften.

Ich las mich ein und stellte fest, dass eine reine Low-Carb-Diät letztendlich wieder zum allgemein bekannten JoJo-Effekt führen würde. Um das zu vermeiden müsste ich entweder meine Ernährung dauerhaft umstellen, oder eine sportliche Komponente in meine Low-Carb-Phase integrieren.

Neben einer sechswöchigen Low-Carb-Diät gefolgt von einer vierwöchigen Anabolen Diät machte ich täglich von Montag bis Freitag etwa 10-15 Minuten Krafttraining ohne Geräte. So konnte ich mein Gewicht diesmal um knapp dreizehn Kilogramm reduzieren und gleichzeitig Muskeln aufbauen.

Mittlerweile ist die Diät bereits fünf Monate vorbei und ich konnte ein Gewicht halten. Selbst die Weihnachtsfeiertage und Skiurlaube bei der Schwiegermutter konnten mir nichts anhaben. Ich werde trotzdem noch einmal eine fünfwöchige Low-Carb-Phase einlegen um so vielleicht mein absolutes Wunschgewicht von 85 Kilo zu erreichen.

Für mich war es die perfekte Kombination aus Ernährung und Sport die mir die größten und vor allem nachhaltigsten Erfolge einbrachte. Daher fasste ich meine Erkenntnisse die mich schon sehr nahe an meine Traumfigur brachten zusammen und fand mit Amazon einen Partner um die Infos zu einem vernünftigen Preis anzubieten (Meinen Low-Carb-Versuch gibt es hier zum nachlesen)

Übrigens hat auch meine Frau mitgemacht und noch viel besser abgenommen als ich. Vermutlich weil sie die vollen zehn Wochen Low-Carb durchgezogen hat und nicht zum Muskelaufbau auf die Anabole Diät wechselte. Waren es bei mir etwa 13% Gewichtsverlust, so konnte sie 20% ihres Gewichtes abnehmen. Ein beachtlicher Wert.