Dienstag, 2. September 2014

Die Esstisch-Lampe

Eines unserer langwierigsten Projekte kommt schön langsam auf die Zielgerade. Die Lampe über dem Esstisch. Sie sollte nicht alltäglich sein, vielleicht einen Hauch Bling-Bling enthalten und ein gutes Licht abgeben. Mittlerweile hängt sie und erzeugt auch schon ein wenig Licht :-)

Begonnen hat die Entwicklung mit der letztendlich ergebnislosen Suche nach einer Hängeleuchte über dem Esstisch im Wohnzimmer. Es gab zwar einige die in Frage gekommen wären, allerdings scheiterte ein Kauf in jedem Fall am viel zu hohen Preis. Kaum eine der Lampen, welche sich in der engeren Auswahl befanden, sollte unter 1.500,- Euro kosten. Und jetzt mal ehrlich....1.500,- oder mehr für eine Lampe?....geht's noch?

Nach längerer Suche im Internet kamen wir zum Schluss, dass es nur eine Möglichkeit für ein leistbares Unikat geben würde. Wir mussten die Lampe einfach selbst designen und bauen.

Ein erster Entwurf sah vor, dass die Lampe ein indirektes Licht über die Decke erzeugen, und durch einen Plexiglasstreifen in der Mitte den Tisch direkt ausleuchten würde. Damit man von Unten die Technik nicht sieht, sollten auf der Plexiglasplatte Acryl-'Diamanten' liegen die das Licht brechen. Viel mehr Gedanken hatten wir uns, außer in Bezug auf die Größe, noch nicht gemacht.

Schritt 1:
Wir kauften eine sägeraue Baudiele 30 cm breit und 4 cm stark und ließen sie uns im Baumarkt gleich auf
100 cm kürzen. Danach wurde das Brett vom Tischler in drei Streifen geteilt. Der mittlere wurde um 80 cm gekürzt und halbiert. Die beiden äußeren wurde mit 6 cm Abstand zum Rand eingefräst. Abschließend wurden die Teile miteinander verleimt wodurch die ursprüngliche Breite des Bretts wieder vorhanden war. Nun gab es allerdings in der Mitte einen 5x80 cm großen Ausschnitt in dem später das Plexiglas sein sollte. Zudem wurden vier Ausnehmungen für Lampenfassungen gefräst, weil die eigentliche Idee LED-Stips zu verwenden an der Stromversorgung über einen Dimm-Aktor scheiterte. Der Einsatz von dimmbaren LED-Lampen war eine Voraussetzung.

Schritt 2:
Die 'Rohlampe' wurde nun mit einem Meißel rundum bearbeitet, um aus der neuen Baudiele eine 'schon ewig verwendete' zu machen. Sie sollte so aussehen, als ob wir sie beim Bau verwendet hätten. Vermutlich fragst du dich, warum wir nicht gleich eine alte Latte genommen haben. Weil die nach ein paar Monaten im Matsch und Beton einfach vollkommen verzogen und schief waren, und zusätzlich der Dreck einfach nicht heraus zu bekommen war. Außerdem hatten sie alle eine leichte Schimmelbildung.

Schritt 3:
Das angeschnitzte Holz wurde nun mit einer Beize (Nussbaum dunkel) gebeizt, wodurch es eine sehr dunkle Farbe erhielt. Diese entsprach zwar nicht dem Aussehen einer alten Baudiele, da diese eher grau als braun werden, allerdings war es die perfekte Ausgangsbasis für den nächsten Arbeitsgang. Als die Beize eingezogen war, legten wir die Lampe in
den Schotter und sprangen wie die wilden darauf herum. Wir zogen das Holz hin und her und drückten es fest hinein. Dadurch erhielt der Rohling nun endlich den Effekt einer verwendeten Baudiele.

Schritt 4:
Online bestellten wir Acryl-Steine in unterschiedlichen Größen und Plexiglas-Streifen aus denen wir mittels
Acrylkleber eine entsprechende längliche 'Box' anfertigten die, bevor wir sie von oben verschlossen, mit dem Lampenrahmen verschraubt und mit den Acrylsteinen befüllt wurde.

Schritt 5:
Anschließend montierten wir acht Lampenfassungen (E14) und verdrahteten diese. An jeder Ecke der Lampe wurde ein Haken angebracht.

Schritt 6:
Wir wussten lange Zeit nicht, wie wir den Kabelauslass aus der Decke gestalten sollten. Nichts wollte so recht zu unserer Lampe passen. Schlussendlich fiel die Entscheidung auf ein der Lampe entsprechendes Design. Wir besorgten uns also eine 20cm breite Baudiele und kürzten sie auf 60 cm. Das Brett frästen wir an der Oberseite so aus, dass wir die Kabel und Klemmen darin unterbrachten und behandelten es danach so wie zuvor die Lampe selbst. Dadurch erhielt sie einen vergleichbaren Look. durch das Brett führten wir ein Anschlusskabel mit einem transparenten Mantel und befestigten vier Haken an den Ecken. Das Brett
selbst wurde einfach mit vier Schrauben an die Decke geschraubt.

Schritt 7:
Die Lampe wurde nun noch mit vier Ketten an die Haken des Decken-Brettes gehängt und das
Anschlusskabel mit der Verdrahtung der Lampe verbunden.

Unsere Eigenbaulampe kam mit allen benötigten Materialen (inkl. 8 Stück dimmbaren OSRAM LED Leuchten) auf ca. 230,- Euro und spendet ein schönes und nach Bedarf auch sehr helles Licht. Um beim Einschalten nicht zu viel Ausleuchtung zu erhalten ist der Dimmer auf 50% programmiert. Das bedeutet, dass unsere Lampe im Normalbetrieb 18 Wh (bei unserer Nutzung ca. 14 kWh pro Jahr) verbraucht.

In Kürze wird es dazu auch noch eine entsprechende Stehlampe geben.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Die Vorzimmerlampe

Ich hatte mich eigentlich schon an die 'russischen' Lampen im Haus gewöhnt. Mir sind die nackten Glühbirnen die so malerisch von der Decke baumeln kaum mehr aufgefallen. Sabine geht es da etwas anders. Sie nimmt die Dinger immer noch bewusst wahr und konnte sich bislang nicht von der einfachen Schönheit unserer 'Designer-Glühbirnen' überzeugen lassen.

Also bestellten wir online Lampen die Sabine in stundenlanger Suche vorselektierte. Eine davon war unsere neue Lampe für's Vorzimmer. Es handelt sich um ein großes Stück Stahlblech mit Schlitzen und unregelmäßigen Kanten, die an Stahldrähten von der Decke hängt.

Gestern kam das Paket mit je einer Leuchte für das obere Vorzimmer und das obere Bad sowie der Designer-Lampe für das untere Vorzimmer. Sabine packte die Lampen und das Zubehör aus und legte alles auf den Couchtisch.

Zuerst montierte ich die Leuchte im oberen Vorzimmer. Das erschien mir einfacher. Es dauerte auch nicht lange, obwohl der Montageort denkbar ungünstig lag. Da nämlich eine anderes Lichtkonzept mit LED-Stips geplant war, kommt das Anschlusskabel direkt unter der Zimmerdecke aus der Wand. Das ist für die Montage einer normalen Wandleuchte jetzt zumindest nicht ganz optimal. nicht desto trotz leuchtete das gute Stück von geringerer Designqualität nach etwa einer halben Stunde. Die nächste Montage hätte im oberen Bad stattfinden sollen, allerdings entschied ich mich dazu die bestellte Leuchte dort nicht zu montieren, da diese etwas deplatziert wirkte. Dort müssen wir was anderes machen.Vielleicht hat der Glaserer eine Idee.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle für diesen tag aufhören. Allerdings reizte es mich das Designer-Blech an die Decke zu hängen und ich schaute mir mal an wie die Montage funktionieren soll. Das beigepackte Infomaterial war ziemlich dürftig und enthielt eine nicht genauer zu verifizierende Anzahl an Hinweisen, dass die Montage nur durch einen Elektriker passieren dürfte. Was mir allerdings fehlte war eine ordentliche Montageanleitung.

Das hinderte mich nicht daran die Leuchte zu montieren, schließlich musste sie ja irgend wann mal an die Decke. Ich nahm also das Maßband zur Hand, schaute zuerst wie lange die Stahldrähte sein dürften damit man nicht gegen die Lampe stößt und versuchte dann herauszufinden wo die Bohrungen an der Decke zu sein hätten damit die Drähte ordentlich hängen.

Und genau hier spielte mir meine Voreiligkeit übel mit, denn woran ich nicht dacht war, dass meine Frau beim Auspacken der Lampen auch noch etwas im Karton zurück gelassen haben könnte. Blöder Fehler! Denn genau dort wäre nämlich eine Bohrschablone gewesen mit der ich ganz einfach die Löcher an die richtigen Stellen in der Decke gebohrt hätte. Hätte! Denn leider hatte meine Messung der Drahthalter scheinbar nicht viel mit der Realität zu tun.

Ich bohrte drei Löcher mit 14mm Durchmesser um Trockenbau-Klappdübel durchzuschieben. Diese halten jeweils ein Gewindestück an denen dann schlussendlich die Lampe aufgehängt wird. Da die Löcher allerdings nicht korrekt gesetzt waren spannte sich nun ein Draht der Lampe vollkommen unmotiviert gegen Lampenmitte. Das sah absolut schrecklich aus. Zudem meinte Sabine just in diesem Moment, dass in dem Haufen, den ich für Abfall hielt, ja vielleicht eine Bohrschablone drinnen sein könnte und ich bekam einen, in letzter Zeit sehr selten auftretenden, Tobsuchtsanfall in dem ich kurz davor war die sündhaft teure 'Scheiß-Lampe' in den Müll zu befördern. Das tat ich dann allerdings nicht um den Haussegen nicht unnötig zu belasten.

Es gab ja schließlich noch zwei verbliebene Klappdübel und eine Bohrung saß glücklicherweise an der der richtigen Stelle. Also hielt ich die Bohrschablone an die Decke und zeichnete die neuen Bohrstellen an. Danach schnappte ich mir eine Spachtel, etwas Fertiggips aus der Tube und ein Stück Fließ um die ziemlich großen Löcher in der Decke zu stopfen. Als das erledigt war bohrte ich die neuen Löcher. Natürlich nicht ohne Probleme, denn beim zweiten Loch kam ich mit dem Bohrer direkt auf einen Halter der abgehängten Decke. Der ist aus massiven Stahblech. Zum Glück erwischte ich den Halter am Rand und schaffte es gerade noch den Dübel mit dem Hammer daran vorbei durch das Loch zu schlagen.


Die neuen Befestigungen waren nun richtig angebracht und die Lampe schnell aufgehängt. Das Anschlusskabel war, nachdem ich die billigen und auch kaputten Blockklemmen gegen neue ausgetauscht hatte, schnell verbunden und nachdem die Halogen-Glühlampen eingesteckt waren erstrahlte die Lampe in gleißendem Licht. Im Vergleich zu der bisherigen Lösung ist die Lampe wirklich verdammt hell.

Wenn ich mal Lust dazu habe werde ich einen zweiten Trafo in der Lampe anbringen und einen LED-Strip darin verlegen. Nur damit wir auch eine Beleuchtung haben die nicht nach Fußballplatz-Flutlicht aussieht.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Der Verteilerschrank

Es gibt Dinge die brauchen einfach ihre Zeit. Beim Hausbau sind es oft die kleineren oder auch manchmal größeren Kleinigkeiten die schon mal länger auf ihre Fertigstellung warten müssen. Lampen, Randleisten und Vorhänge kommen oft erst nach dem Einzug dazu.

Die Lampen lassen bei uns noch immer auf sich warten, aber zumindest eine andere weniger hübsche Stelle im Haus ging ich heute endlich an, den Elektroverteiler. Dort hingen nämlich zwei Jahre nach dem Einzug noch immer Netzwerkkabel aus der Wand und die Schläuche der Zuleitungen sind ebenfalls noch sichtbar gewesen. Außerdem kam noch niemand vorbei um die Kunststoffabdeckung über den Sicherungsautomaten und Aktoren zu montieren.

Bevor ich also mit den Verkleidungen beginnen konnte, musste ich alle bestehenden Provisorien entfernen und ordentlich in den Schrank einbauen. Da sowohl die Leitung für den Heizstab als auch die für die Poolheizung noch über den Boden geführt und sich auch die Versorgungsleitungen für die Stiegen-Spots fröhlich über die Wand spannten, hatte ich hier schon mal eine ganz schöne Aufgabe vor mir.

Alleine dafür benötigte ich gut zwei Stunden, dass am Ende das Ergebnis halbwegs hübsch war. Hier fehlen nun nur noch die Abdeckungen für die Bereiche in denen keine Geräte verbaut sind. Das ist jetzt aber wirklich eine Kleinigkeit.


Nachdem keine Leitungen mehr aus dem Verteiler-Schrank hingen, war es höchste Zeit hier etwas zu bauen, hinter dem sich der größte Teil der Zuleitungen in Zukunft verbergen wird. Da sowohl aus der Decke als auch aus dem Boden Leitungen zum Verteiler führen, musste ich den monströsen Schrank mit entsprechenden Verkleidungen darüber und darunter versehen.

Dazu fertigte ich zuerst ein Gerüst aus gehobelten (weil das schöner ist als sägerau) Staffelhölzern, welches ich über dem Schrank sowohl an der Wand als auch an der Betondecke befestigte. Das gleiche machte ich für den Boden, wo ich allerdings auf die Verschraubung mit dem Boden verzichtete. Durch das Eigengewicht der Konstruktion sollte der Rahmen ordentlich stehen und die Verschraubung mit der Wand sorgt dafür, dass die Verkleidung später nicht umfallen wird.


An den Seiten der Gerüste montierte ich weiße Möbelbauplatten aus dem Baumarkt die ich von innen mit dem Gerüst verschraubte. Damit wir später gut zu den Kabeln gelangen können, werden die Frontplatten durch magnetische Halter an ihren Platz gehalten und können jederzeit entfernt werden. Um die Platten leichter wegheben zu können, montierte ich an den Fronten je zwei kleine Griffbügel vom IKEA.

Die ganze Konstruktion wirkt letztendlich so, als ob sie so geplant gewesen wäre. Die Zuleitungen zum Verteiler sind nicht, na sagen wir mal kaum, mehr zu sehen. Da die Leitungen im Technikraum aufputz verlegt sind würde es schwierig werden sie komplett verschwinden zu lassen.

Und mit den Verteilerkästen der Lüftungsanlage geht sich das auch gerade noch aus. Wie knapp die montiert sind merkte ich erst als ich die Deckplatte, an der Stelle wo die Schrauben sind mit denen der Zuluftverteiler an der Decke montiert ist, ausschneiden musste. Wäre es so geplant gewesen, hätte es nicht besser funktionieren können :-)

Dienstag, 1. Juli 2014

Innentüren: zwei Jahren später

Mittlerweile haben wir unsere Innentüren bereits über ein Jahr im Einsatz und können folgendes darüber berichten.


  • Das Weglassen der Türschlösser zugunsten der Sperroliven hat sich absolut bewährt.
  • Die Türblätter sind sehr stabil und sehen auch nach zwei Jahren noch aus wie neu.
  • Der Türen knallen nicht mehr so sehr wie früher, aber auf den letzten Zentimetern, wenn die Türe hydraulisch zugezogen wird entsteht dann doch so eine Kraft, dass es ziemlich pumpert.
  • Hat man Kinder, dann lässt sich die Türe nicht anlehnen, weil sie im letzten Viertel des Öffnungswinkels zugezogen wird.
  • Die Metallarme der Motion-Systeme knacken sehr laut, wenn die Türe im letzten Viertel des Öffnungswinkels von 'Dämpfen' auf 'Zuziehen' umschwenkt. Dadurch entsteht eine Verspannung deren Energie sich in einem mittelmäßig lauten Knall entlädt. Eine Tür in der Nacht leise zu schließen ist unmöglich.


Wir würden die DANA-Motion Türen nicht mehr kaufen, da die Nachteile die Vorteile überwiegen.

Montag, 30. Juni 2014

Das Stiegenhaus-Licht

Ein Hin und Her war das mit diesem Licht im Stiegenhaus. Ursprünglich wäre es an der 'Außenwand' des Gästezimmers geplant gewesen, doch leider vergaßen wir das den Trockenbauern zu sagen. Das führte dazu, dass wir genau dort keinen Stromauslass hatten.

Die nächste Idee war eine Art Handlauf mit LED-Beleuchtung zu machen. Dafür bohrte ich auch bereits das Loch vom Stiegenhaus in den Technikraum um dort das Kabel durchführen zu können. Allerdings bauten wir auch LED-Treppenspots ein. Die lieferten nun so viel Licht, dass wir eigentlich damit das Auslangen fanden. Daher blieb das Loch nun mittlerweile zwei Jahre lang ungenützt und leider auch unverschlossen.

Jetzt würde das verschließen dieses Loches ziemlich viel Aufwand bedeuten, da es sich in der verputzten Mauer befindet und am Schluss mit Sicherheit immer sichtbar bleiben würde (zumindest, wenn ich das Verputzen übernehmen würde). So entschieden wir uns nun doch dazu, eine kleine Leuchte im Stiegenhaus zu montieren.

Eine entsprechende weiße, dezente Leuchte (Wandleuchte HENNI) fanden wir auf Lampenwelt.at, bestellten sie und hielten diese bereits nach drei Tagen in Händen. Weiß ist die Lampe und dezent auf jeden Fall auch. Man könnte fast sagen, dass sie unscheinbar klein ist. Aber auf die Größe kommt es ja bekanntlich nicht an.

Nach zwei Bohrungen, einem eingefädelten Kabel und der recht simplen Montage der Lampe, bin ich recht zufrieden mit dem Ergebnis. Sie macht ein nettes Licht, ist nicht aufdringlich und klein genug um nicht andauernd von vorbeigehenden Personen auf der Stiege mitgenommen zu werden.

Freitag, 27. Juni 2014

Die Fackel

Ursprünglich wäre für die Terrasse eine Lampe im Stil einer rostigen Fackel vorgesehen gewesen. Leider passten die Kabelausgänge aus der Fassade nicht, wodurch wir gezwungen waren eine kleinere Lampe auf der Terrasse zu montieren.

Die für diesen Zweck vorgesehene Lampe stand nun bereits seit über einem Jahr in ihrem Karton herum um landete letzte Woche auf dem 'Das müssen wir mal verkaufen'-Stapel (Sabine sammelt Dinge die wir nicht mehr gebrauchen können um sie wieder zu Geld zumachen), da wir ja leider keine Verwendung mehr dafür hatten. Gerade als die Lampe bei den zukünftigen Verkaufsopfern abgelegt wurde, kam mir eine Idee.

Wir könnten die Fackel an der Seite des Kamins montieren. Der Stil würde perfekt zu der Natursteinoptik der Kamineinfassung passen.


Die Montage selbst stellte sich als wenig aufwendig heraus, da die Kaminverkleidung aus Trockenbauelementen besteht und ich daher nur im Inneren der Verkleidung ein Kabel auf die andere Seite des Kamins legen musste, wo ja bereits ein Anschluss für ein Effektlicht vorhanden ist. Für das Kabel bohrte ich ein Loch und dann musste ich nur noch die Halterung ordentlich ausgerichtet festschrauben.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich finde, dass die Lampe perfekt zum Ofen passt und die Hitze sollte grundsätzlich kein Problem darstellen.

Montag, 16. Juni 2014

Der Schirmständer

Die Problemstellung:
Unser Haus ist nahezu völlig nach Süden ausgerichtet wodurch unsere Terrasse an sonnigen Tagen von Morgens bis Abends komplett in der Sonne liegt. Das ist sehr angenehm und nicht das Problem. Unpraktisch ist eher die etwas schwierige Beschattung.

Wir wollen die Möglichkeit haben sowohl auf der (Liege)Wiese, im Pool als auch beim Esstisch Schatten haben und das im besten Fall unabhängig vom Sonnenstand. Zudem muss der Schirmständer schwer genug sein, den Schirm zumindest bei mittel starken Windstößen halten zu können.

Bisher trugen wir unsere Schirme samt 50kg schwerer Schirmständer hin und her. Beschwerlich und eigentlich schwachsinnig. Daher musste eine andere Lösung her.

Der erste Lösungsansatz:
Bei IKEA kauften wir uns den Ampelschirm Seglarö (nicht zu verwechseln mit Gonnorhoe ;-) und stellten ihn, mit Betonplatten beschwert auf die Terrasse. Dadurch konnten wir je nach Sonnenstand zumindest zeitweilig Schatten auf die Wiese und über den Pool bringen. Auch der Tisch ließ sich durch geschicktes verrücken halbwegs im Schatten halten. Allerdings war es noch keine ordentliche Lösung.

Der zweite Lösungsansatz:

Ein mobiler Schirmständer musste her. Einer der schwer genug ist um einen Ampelschirm ordentlich halten zu können. IKEA verlangt zu diesem eine Beschwerung des Ständerkreuzes mit Betonplatten die insgesamt mindestens 90kg wiegen.

Also machten wir uns auf die Suche nach einem entsprechend schweren rollbaren Schirmständer und fanden erstaunlicher Weise nichts brauchbares. Entweder waren die Ständer zu leicht oder nicht für Ampelschirme geeignet. Seglarsö wird, um drehbar zu sein, auf einem Kreuz mit einem Lochabstand von 14cm angebracht.

Es sind uns natürlich komplette Schirm-Ständer-Angebote untergekommen die bei etwa 700,- Euro begannen und nach oben nahezu unbegrenzt teuer wurden. Zangenberg nimmt für einen 350x350cm Ampelschirm inkl, angeblich rollbarem Ständer immerhin über 2.000,- Euro. Was blieb uns also anderes übrig als selbst einen Ständer zu bauen?

Die Umsetzung:
Ich überlegte mir ein mögliches Design für einen mobilen Schirmständer und kam relativ schnell auf eine niedrige Kistenform aus Terrassendielen auf Rollen die mit Schotter entsprechend beschwert werden könnte.

Dazu besorgte ich mir im Baumarkt fünf Terrassendielen aus Douglasie je 4m lang 28mm stark und 145mm breit und ließ sie mir gleich dort zuschneiden (Preis je 16,49 Euro).

  • 12 x 80cm Länge (für den Boden und zwei Seitenwände)
  • 2 x 85,6cm Länge (für die anderen beiden Seitenwände)
  • 4 x 200cm Länge (zum Zuschneiden für den Deckel)


Außerdem benötigte ich noch:

  • 4 Schwenkrollen mit Stopper (je 10,25 Euro)
  • 1 Schwenkrolle ohne Stopper (6,90 Euro)
  • ca. 100 4x45mm rostfreie Schrauben (4,75 Euro)
  • ca 75kg Kies (ich nahm Säcke zu je 25kg - 5,19 Euro)


Der ganze Spaß hat somit 150,67 Euro gekostet.


Zuerst legte ich fünf der 80cm-Latten am Boden auf und platzierte weitere fünf im Winkel von 90° darüber. Da fünf Latten um 7,5cm schmäler sind als die 80cm langen Bretter ergab sich ein Zwischenraum vom knapp 19mm zwischen den Brettern.



Die Latten verschraubte ich mit einander. Jeweils eine der 80cm Stücke schraubte ich an gegenüberliegenden seiten der Bodenplatte an.

Die noch offenen Seite schloss ich mit den beiden knapp 86cm langen Brettern. Dadurch entstand eine flache Truhe mit einer Innenfläche von 80x80cm und einer Innenhöhe von ca. 9cm.
Die Truhe drehte ich um und montierte mittig das Rad ohne Stopper sowie an jeder Ecke eines mit Stopper. Beim Stopper muss man darauf achten, dass er sich noch hinunter drücken lässt, wenn das Rad montiert ist. Fast wäre es bei uns knapp geworden.

Danach hatte ich eine rollbare Truhe in die ich eine Folie einlegte um zu verhindern, dass die Feuchtigkeit der Kieselsteine das Holz innen schädigen könnte.

Wenn der Ständer mal geschlossen und geölt ist, dann wird relativ wenig Feuchtigkeit eindringen (auch wenn es regnet). Das Bisschen was reinkommt kann nicht in den Schotter, da dieser in der Folie "eingepackt" ist. Beim nächsten Sonnenschein sollte das Holz dann ziemlich schnell wieder trocknen.

Als die Folie eingelegt war, schraubte ich das Ständerkreuz vom Ampelschirm auf der Innenseite der Truhe an und fixierte damit auch gleich die Folie. Die rollbare Kiste hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 28kg Eigengewicht.


In die Zwischenräume des Kreuzes schüttete ich erst mal zwei Säcke (50kg) Kies und verteilte alles ordentlich.

Danach montierten Sabine und ich den Schirm auf das Kreuz und füllten einen weiteren Sack Kies hinein. So hatte der Schirmständer bereits 105kg (also um 15kg mehr als mindestens gefordert). Fertig bringt der Ständer letztendlich etwa 110kg auf die Waage. Damit sollte er zumindest kleineren Windstößen gut standhalten können. Wenn der Wind ordentlich anschiebt bleibt ohnehin kein Auge trocken.

Um die Formschöne Folie zu verdecken musste nun noch ein Deckel für unsere rollende Schirmkiste her.
Damit der Ständer etwas stabiler wird, entschloss ich mich die Abdeckung diagonal anzubringen. Zudem schraubte ich an jeder Ecke eine dreieckige Platte auf.
Eine kleine Schwierigkeit stellte noch die Schräge des Schirmfußes dar. Dieser "eiert" nämlich wenn der Schirm gedreht wird, da er sich gegen das Gewicht des Schirmes "stemmen" muss. Das löste ich mit einer zusätzlichen Blende.

Der fertige Schirmständer hat jetzt eine nette Treppenform und bietet zusätzlich kleine Flächen zum Abstellen von Gläsern und Flaschen, damit im Sommer nicht gleich die Ameisen darüber herfallen, wenn wir neben der Liegewiese unseren Fruchtsaft abstellen wollen.