Montag, 15. Juni 2015

Der Schirm, der Wind und ich.

Wir kauften uns vor ziemlich genau einem Jahr einen Ampel-Schirm für unsere Terrasse. So ein Schirm ist die einzige Möglichkeit unsere komplett südlich ausgerichtete und damit den ganzen Tag in der Sonne liegende Terrasse ein bisschen zu beschatten. Allerdings braucht es dafür auch einen Massiven Schirmständer, da wir nicht nur viel Sonne, sonder auch sehr viel Wind haben. Der kann zuweilen schon so stark werden, dass Mauern von im Bau befindlichen Häusern umfallen. Ein Schirm macht also in jedem Fall ordentlich was mit bei uns, auch wenn wir die Schirme immer abspannen sobald ein stärkeres Lüftchen aufkommt.

Unser Ampel-Schirm Seglarö von IKEA strotzte Wind und Wetter, und zwar für ein knappes Jahr. Dann brach leider eine Halterung zwischen Schirmgestänge und Fuß. Der Schirm ließ sich noch öffnen, um dann sofort einen Haufen Kleinteile fallen zu lassen. Ab diesem Zeitpunkt war er nicht mehr der Selbe. Er ließ den Kopf hängen und wollte keine rechte Spannung mehr aufbauen. Hoffnung auf Rettung hatte ich keine mehr.

Also demontierte ich den Schirm von unserem massiven Schirmständer in der zugegebener Maßen recht geringen Hoffnung entweder ein Ersatzteil zu bekommen, oder zumindest den gleichen Schirm nochmal kaufen zu können, damit zumindest die Montage in unserem Schirmständer ohne große Umbauten erfolgen könnte.

Wenig später lag der Riese in unserem Auto, und mir fiel wieder einmal ein wozu der umklappbare Vordersitz eigentlich gut ist. So konnte ich den Schirm nämlich überhaupt erst einladen, da der sonst niemals ins Auto gepasst hätte.

Am nächsten Tag nützte ich die Mittagspause um mich ins Auto zu setzen und unseren Stamm-IKEA anzusteuern. Dort war, vermutlich wegen der Mittagszeit und der Freibad-Temperatur, relativ wenig los und ich musst nur ein paar Minuten warten bis meine Service-Nummer aufgerufen wurde.

Ich legte dem jungen Mitarbeiter den Schirm hin und erklärte das Problem mit kurzen Worten. Auf meine Frage ob es dafür ein Ersatzteil gäbe, da ich nicht damit rechnete das Problem anders gelöst zu bekommen, stellte der freundliche Mann fest, dass er mir leider kein Ersatzteil organisieren könne, ich aber eine Gutschrift des Kaufpreises in Form einen Gutschein haben könnte, der dann beiM kauf eines neuen Schirms einzulösen wäre. Na das ist mal eine kulante Lösung.

So erhielt ich einen Gutschein über den vollen Kaufpreis in der Höhe von 149,- Euro und konnte mir direkt aus dem SB-Lager einen neuen Seglarö holen. Die ganze Abwicklung dauerte gerade mal 20 Minuten, und das obwohl an der Kassa ordentlich was los war.

Diese kulante und kundenfreundliche Abwicklung verdient fünf Sterne für Service-Qualität.

Freitag, 22. Mai 2015

Cutty Mähgatron - unser Rasenroboter

Unser Rasenroboter R40LI von Gardena ist nun bereits seit fast einem Monat unablässig in unserem Garten unterwegs. Es ist also an der Zeit einmal seine Leistung zu reflektieren. Die Herzen der Familienmitglieder hat er auf jeden Fall ebenso erobert wie die der Nachbarn.

Seit einiger Zeit hat der Roboter den Namen Cutty Mähgatron, den er von unserem Sohn bekam. Der passt sehr gut zu dem Elektroschaf. Die Kinder haben sich auch schon an die Anwesenheit und die Arbeit des Mähroboters gewöhnt, obwohl der Mäher nach der Attacke des Mähers auf die Lieblingsschuhe unserer Tochter, bei ihr ziemlich in Ungnade gefallen ist. Die Wogen sind allerdings bereits wieder geglättet, und unsere Kinder wissen, dass sie ihre Schuhe nicht auf der Wiese stehen lassen, wenn sie ins Trampolin gehen, sondern diese am Besten unter der Leiter des Trampolins vor dem Mäher in Sicherheit bringen.
Auch die Nachbarn stehen immer wieder am Zaun und beobachten die gleichbleibenden Bewegungen unseres Mähgatron. Es hat schon etwas Hypnotisches, dem Mäher bei der Arbeit zuzusehen.

Apropos Arbeit. Die erledigt er absolut zufriedenstellend, denn es gibt kaum Stellen an denen nachzuschneiden wäre. In der ersten Woche sagte ich zu meiner Frau, dass ich schon gespannt sei zu sehen wie die Mähleistung wäre, wenn das Gras dann mal ordentlich wuchs. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht bemerkt hatte, war die Höhe des Grases an Stellen die aus dem Mähbereich ausgenommen waren. Erst hier erkannte ich, dass der Mäher offensichtlich so gut arbeitete, dass der Rasen absolut gleichmäßig gemäht war. Auf dem Bild ist zu erkenne, dass das Begrenzungskabel um etwa 2-3 Zentimeter zu weit vom Rand entfernt gelegt wurde, daher ist dort das Gras nach etwa vier Tagen wesentlich höher als am restlichen Rasen. Allerdings wwurde später auch diese Stelle ordentlich gemäht, als der Robomäher in einem flachen Winkel auf die Stelle zufuhr, da er dadurch etwas näher an den Rand heran kam.

Auf dem nächsten Bild sieht man die Auswirkung, wenn der Mäher hinter der Rasenkante in eine Vertiefung fährt, denn dann kommen die Messer natürlich sehr nahe zum Boden und schneiden den Rasen extrem kurz. Dadurch sieht der Rasen an dieser Stelle nicht besonders hübsch aus. Wir verlegten das Kabel trotzdem sehr knapp an der Kante, da in den nächsten Wochen in dem Bereich wo das schwarze Vlies zu sehen ist, ein Steinboden hinkommt, der auf gleicher Ebene sein soll wie der Rasen. Dann kann der Mäher dort perfekt arbeiten. Ein Ähnlich Problem hatten wir bei unserer Zisterne, die genau mittig im Garten liegt. Da sie aus baulichen Gründen um etwa 25 Zentimeter tiefer liegt als das Rasenniveau, haben
wir dort eine starke Geländekante. Wenn der Mäher diese Kante schräg nimmt, kann es entweder passieren, dass seine Sensoren melden angehoben worden zu sein, oder es kommt wie in der Vertiefung beim vorigen Bild dazu, dass die Messer in den Boden einschneiden. Das versuchen wir nun durch eine Abflachung der Kante zu entschärfen. Ob es was bringt, werden wir später sehen, Was auf jeden Fall was gebracht hat, war die Palette die wir in die Grube einlegten, um zu verhindern, dass der Mäher in der Grube festsitzt. Da wir den Mäher nicht komplett von dem Bereich fernhalten wollte, legten wir das Kabel sehr eng um den Deckel der Zisterne und stellten eine Palette darauf an der er anstoßen kann, ohne dabei festzuhängen.

Festhängen ist etwas, was relativ selten vorkommt. Ganz ausschließen kann man es vermutlich nicht, da der Mäher bei Erreichen der Begrenzung des Mähbereichs zurück schiebt, und dabei ab und zur den Mähbereich komplett verlässt oder sich festfährt. Das liegt bei uns hauptsächlich an den vielen Beeten, Kanten, Engstellen und Fallen mit denen der Mäher zurecht kommen muss. Auf dem Bild sieht man, wie sich der Mäher beim Reversieren mit der Leiter des Trampolins aufspießte. Natürlich stoppt er dann sofort. Meine Eltern haben einen Garten mit klaren, geraden Abschlüssen und müssen ihr Roboschaf fast nie aus einer misslichen Lage befreien. Bei uns steckt der kleine Mähgatron schon zwei bis drei Mal die Woche fest. Das Mähergebnis litt bislang allerdings nicht darunter.


Die Begrenzungskabel habe ich übrigens nach einem zweiwöchigen Testlauf eingegraben, da wir später auch vertikutieren wollen, und dabei die Kabel zumindest 3-5 Zentimeter tief in der Erde liegen sollte um nicht beschädigt zu werden. Um den Schlitz für die Kabel zu machen verwendete ich ein Trennscheibe (auch als Flex bekannt) und schnitt entlang des provisorisch verlegten Kabels in die Erde. Mit dem Montage-Werkzeug für die Trennscheiben-Montage zog ich zunächst den Schlitz noch etwas nach um widerspenstige Graswurzeln aus dem Weg zu räumen und drückte dann mit eben diesem Werkzeug das Kabel in den gefrästen Schlitz. So konnte ich die rund 90 Meter Kabel innerhalb von knapp vier Stunden vergraben, ohne dabei den Rasen zu sehr zu beschädigen. Zwischendurch probierte ich allerdings immer wieder aus ob der Mäher das Signal des Kabels noch erhält. Denn wenn es mal eingegraben ist, ist ein Kabelbruch schwer zu lokalisieren. An manchen Stellen fixierte ich das Kabel im Schlitz mit den mitgelieferten Erdhaken, damit es nicht nach Oben rutscht.

Dienstag, 19. Mai 2015

Gardena roll-up Automatic

Wir haben zwar eine automatische Bewässerungsanlage in unserem Garten, können damit aber nicht alles abdecken was gewünscht ist. So fehlt zum Beispiel die Möglichkeit den Biomüll-Kübel auszuwaschen bevor wir ihn wieder ins Haus bringen. Auch die Mülltonnen sollten ab und zu ausgewaschen werden. Und die frechen Vögel, ich vermute es sind Vögel obwohl es anhand der Menge der Fäkalien auch Flugsaurier sein könnten, die uns aufs Autodach kacken, sorgen auch dafür, dass wir regelmäßig frisches Wasser benötigen. Außerdem wollen wir mal vielleicht unabhängig von der Automatik gießen.

Zu diesem Zweck schafften wir uns diesen Gardena rull-up Automatic  mit 25 Metern Schlauchlänge an. Dieses Ding ist richtig praktisch, weil man den Schlauch auf die gewünschte Länge ausziehen kann, und nach dem Gebrauch einfach nur kurz daran anziehen muss damit er sich selbsttätig wieder einrollt. Endlich kein Kurbeln und drehen mehr.

Neben der Schlauchrolle sind auch noch eine Anleitung, vier Schrauben mit Sechskantkopf, Beilagscheiben und Dübel sowie einige Anschlussstücke für einen Wasserhahn dabei.

Da ich die ziemlich schwere Schlauchbox an die Wand unserer Gartenhütte montieren wollte, musste ich erst dafür sorgen, dass die Wand das auch aushält. Denn die dünnen Bretter würden knapp 14 Kilogramm auf vier Schrauben nicht aushalten.
Also legte ich auf der Innenseite der Hütte vier Zentimeter starke Bretter an, die ich vorübergehend mit Schrauben an der Wand fixierte, damit sie nicht hinunter fallen, oder beim Anschrauben der Schlauchbox nachgeben würden.

Dann hielt ich die Schlauchbox von Außen an die Wand und fixierte die erste Schraube. Bevor ich die zweite Schraube in die Wand drehte, kontrollierte ich mit der Wasserwaage die korrekte Ausrichtung. Der Rest war dann nur noch ein Klax. Die letzten beiden Schrauben hineindrehen und fertig.

Verbunden haben wir die Schlauchbox übrigens nicht direkt mit dem Wasserhahn. Das hat einen guten Grund, denn wir haben einen relativ hohen Wasserdruck von fast 5 bar. Würde der Druck konstant an dem Schlauch anliegen, dann würden sich die Schlauchanschlüsse lösen, da der Schlauch des roll-up leider keiner der neuen Generation mit Rippen ist. Beim gerippten Schlauch ist die Wahrscheinlichkeit einer Ablösung der Anschlüsse eher gering. Bei den alten Schlauchmodellen kann das leider durchaus passieren. So haben wir nun zwischen Wasserhahn und der Schlauchbox ein Stück neuen Garden-Schlauch mit Rippen und den entsprechenden Premium-Schauchstücken als Anschlüsse. Vor der Schlauchbox gibt es dann auch noch ein Ventil zum Schließen. Damit nehmen wir den Druck komplett vom Schlauch der Schlauchbox und hoffen so auf ein langes Leben des enthaltenen Schlauches.

Montag, 27. April 2015

The Ring - ein Sommergerät?

Kaum hatte ich das Gefühl, dass unsere WLAN-Türklingel ordentlich funktionieren würde, musste ich feststellen, dass das gute Stück sehr unter dem feuchten Wetter der letzten Monate gelitten hat. Dummer Weise dürfte die erste Serie des Ring nämlich ausschließlich für Kalifornische Wetterverhältnisse gebaut worden sein.

Da es keine Dichtung gibt, die das Eindringen von Feuchtigkeit zwischen Halterung und Türklingel verhindern würde, haben die auf der Halterung angebrachten Schaltkreise doch ziemlich Schaden genommen.

Außerdem hat unser Ring seit neuesten das Bedürfnis stark gedrückt zu werden, um einen Klingelton abzusondern. Viele unserer Besucher sind hier etwas zu zaghaft, was vielleicht an der starken Verbreitung von Touchscreens und ähnlichem Zeug liegen könnte. Es traut sich einfach keiner mehr ordentlich drauf drücken.

Also schrieb ich ein Mail an den Ring-Support und erhielt innerhalb weniger Stunden die Rückmeldung, dass sie mir einen neuen Ring schicken und ich den alten daraufhin zum Hersteller zurücksenden müsste.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie lange es dauern wird bis unsere neue Türglocke im Haus ist. Da sie noch ein bisschen funktioniert, haben wir ja keinen Stress :-)

Sonntag, 26. April 2015

R2D2 meets Shaun das Schaf.

Seit gestern haben wir ein neues Haustier im Garten. Unser Elektroschaf von Gardena, den R40LI Mähroboter. Irgendwie ist der eine Mischung aus Shaun dem Schaf und R2D2. Wenn er einmal ordentlich installiert ist, zieht er seine Runden auf dem Rasen und grast vor sich hin. Stört ihn dabei etwas, oder bleibt er gar hängen, dann gibt er Piepgeräusche von sich, was dann eher in die Star Wars Richtung tendiert. Aber mal von Anfang an.

Wir nutzten die Mehrwertsteuer-Aktion, die beim OBI in Vösendorf bei Wien jeden Donnerstag gilt, und kauften unseren Gardena R40LI um 16,66% günstiger, eben ohne Mehrwertsteuer. Warum nur 16,66%, wenn doch in Österreich 20% MwSt. zu bezahlen sind? Klar, weil vom Nettopreis 20% hinzu gerechnet werden, aber natürlich nur 16,66% vom Bruttopreis abgezogen werden können, da man ja sonst mehr zurück bekommen würde als die MwSt. ausmacht.
Abzüglich der Gutschein, die wir im Anschluss an den Kauf erhielten, kostete der Mähroboter nun 820,83 Euro. Das ist schon ein sehr guter Preis, denn das Schwesternmodell mit einer etwas leistungsstärkeren Software ist der mit rund 1.400,- Euro erheblich teurere Husqvarna Automower 305.

Da wir jemanden kenne, der bereits seit drei Jahren mit dem Husqvarna höchst zufrieden ist, dachten wir, das wir mit dem R40LI von Gardena nicht viel falsch machen können. Hier ist im Vergleich zum Husqvarna lediglich die Geschwindigkeit etwas reduziert, der zweite Startpunkt an das Ende des Suchkabels verlegt und die Korridorbreite fix statt variabel. Außerdem ist der Gardena Robomäher grün statt weiß oder schwarz. Für uns war klar, dass diese Kleinigkeiten nicht ausreichen würden, um knapp 600,- Euro mehr zu bezahlen.

Am Samstag war es nun soweit, wir packten den Mähroboter aus und machten uns mit der Materie vertraut.

Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Mäher

  • die Basisstation (Ladestation)
  • ein Netzteil auf dem Husqvarna steht ;-)
  • ein 10 Meter langes Niederspannungskabel, das für unsere Zwecke leider zu kurz war.
  • drei Ersatzklingen inklusive Schrauben
  • zwei Säcke mit Erdhaken für den Begrenzungsdraht (400 Stück)
  • 200 Meter Begrenzungsdraht
  • 8 Klemmen um den Begrenzungsdraht und den Führungsdraht entsprechend zu verbinden
  • 5 Anschlussklemmen
  • eine Einführungs-DVD
  • die gedruckte Beschreibung


Damit der Mäher ordentlich arbeiten kann, sollte die Ladestation in den Rasen hinein ragen und davor mindestens 2 Meter, seitlich jeweils mindestens 1,5 Meter Platz bleiben. Gleich vorweg: Das haben wir nicht geschafft. Zum einen wollten wir die Ladestation nicht mitten am Rasen haben, zum anderen fanden wir keinen Platz mit 1,5 Metern Platz an den Seiten, an dem uns die Ladestation nicht gestört hätte. Also muss der Mäher mit etwas weniger seitlichen Raum klar kommen, was er auch problemlos schafft. Dafür darf er zum Teil verdeckt unter dem Trampolin stehen.

Der Anleitung folgend, verlegten wir die Begrenzungskabel entlang der zu mähenden Fläche. Dabei darf das Kabel nie unterbrochen werden und sich auch niemals kreuzen, da das offensichtlich zu Verwirrungen des Mähers führen würde. Selbst hinter der Basisstation muss das Kabel ordentlich getrennt geführt werden. Also startete ich einfach an der rechten Seite der Station und führte das Kabel an unserer Rasenfläche entlang. Dabei schlug ich etwa alle 50-70 cm einen Erdhaken ein um das kabel zu fixieren. Den Abstand zu den Thujen wählte ich mit etwas mehr als fünf Zentimetern. Dadurch würde der Mäher nicht ständig an die Thujen anfahren, wofür sie uns sicher dankbar sind.

Nach einiger Zeit kam ich zur ersten Insellösung bei der es notwendig ist das Begrenzungskabel das zur Insel hinführt exakt an der gleichen Stelle zu führen wie die Rückleitung. Dabei dürfen sich die Leitungen wieder einmal nicht kreuzen.

Die erste Insellösung verlegte ich um den Deckel unserer Zisterne. Leider ist dort ein ziemlich starkes Gefälle, was ich nicht bedachte als ich die Leitungen legte. Erst später, nach mehreren Testläufen, wurde klar, dass der Mäher dort ständig hängen würde, weil er denkt umgekippt zu sein. Daher musste ich den ursprünglichen Abstand von fünf auf zwanzig Zentimeter vergrößern, da der Mäher dann nicht mehr so weit in die Grube hinab fährt, und dich auch nicht mehr selbst in Bedrängnis bringt.
Bei der zweiten Insel bekam ich die Schleife mit fünf Zentimeter Abstand allerdings perfekt hin, wodurch der Mäher ordentlich bis an die Rasenkante mäht.

Auch an der Terrasse entlang beließ ich es bei 5cm Abstand, da der Mäher dort einfach auf die Terrasse auffährt und den Rasen an der Kante ordentlich mäht.

Nachdem das Begrenzungskabel einmal um die komplette Rasenfläche gelegt war, verlegte ich noch das Suchkabel durch das dem der Rasenmäher bei schwindender Akkuleistung der Weg zu seiner Ladestation gezeigt werden soll. Dieses Kabel darf nicht näher als 30cm an dem Begrenzungskabel vorbei führen, und sollte möglichst weit von der Basisstation entfernt mit diesem verbunden werden. Damit kann der Mäher auch wenn er am anderen Ende des Gartens unterwegs ist möglichst zielsicher auf seine Station zuhalten, wenn er zu schwächeln beginnt.

Abschließend, wenn die Drähte mit der Basisstation verbunden sind, muss der Mäher noch 'programmiert' werden. Standardeinstellung fürs Mähen sind Montag bis Sonntag zwischen 6 und 22 Uhr. Diese Zeit könnte man eigentlich so lassen, da der Mäher so leise ist, dass er auch Nachts mit Sicherheit niemanden stören würde. Allerdings bewässern wir abends unseren Rasen und da muss der Mäher ja nun nicht unbedingt fahren. Außerdem sollte am späten Nachmittag möglichst nicht mehr gemäht werden, weil zu der Zeit die Kids am ehesten auf der Wiese unterwegs sind. Also programmierte ich die Mähzeiten vorerst von Mo-So zwischen 6 und 12 Uhr. Mal sehen ob das reicht. Die Schnitthöhe lässt sich zwischen 2 und 5 Zentimetern bequem über das große Rad über dem Tastenfeld einstellen.

Bevor ich der Automatik die Steuerung überließ, probierte ich noch die 'HOME'-Funktion aus, bei der der Mäher sich auf die Suche nach seiner Station macht. Das klappte bestens. Als nächstes kam noch ein manueller Mähversuch, bei dem ich noch einmal beobachtete an welchen stellen die Leitungen versetzt gehörten. Als das auch erledigt war, stellte ich den Mäher auf 'AUTO' und überließ ihn sich selbst. Seither ist er brav unterwegs und mäht den Rasen. Durch das gleichzeitige Mulchen wird der Rasen auch gleich gedüngt, was sicher kein Schaden ist.

Nächstes Wochenende werden die Begrenzungsdrähte noch in die Erde versenkt, damit beim Vertikutieren keine Schäden entstehen. Dazu werde ich mit einer Trennscheibe einen Schlitz in die Wiese schneiden in dem die Drähte etwa fünf Zentimeter versenkt werden. Dadurch steht dem oberflächlichen Vertikutieren später nichts mehr im Weg.


Freitag, 10. April 2015

The Ring

Der Nachfolger unseres DoorBot ist seit einiger Zeit montiert und funktioniert nun endlich auch so wie er soll. Ich bestellte den 'Ring' auf der Hersteller-Website und musste neben dem Versand natürlich auch noch den Zoll nach Österreich zahlen. Somit wäre das Teil auf 265,- Euro inkl. aller Steuern gekommen. Da ich aber bereits User der ersten Stunde war und auch schon den Vorgänger des Rings, den Doorbot hatte, erhielt ich 'Ring' zum Einführungspreis von $ 99,- , also etwa 135,- Euro inkl. Versand und Steuern.

Aber nun zum Gerät.  Die Idee ist so simpel wie clever. Wenn ein Besucher vor der Türe steht und den Klingelknopf drückt, dann verbindet sich die Türglocke mit dem WLAN und sendet die Anfrage über das Internet an die Mobiltelefone der Bewohner. Ab jetzt wird es aber ein wenig komplizierter, denn die Anfrage läuft natürlich über einen amerikanischen Server und jedes verbundene Telefon oder Tablet möchte erreicht werden.

Die Installation ist einfach:
- Ring auspacken.
- App aus dem App-Store installieren und starten.
- orangen Knopf auf der Rückseite des Ring drücken.
- Anweisungen in der App folgen.
- nach der Auswahl des richtigen WLAN läuft die Türglocke.

Es gibt aber auch manchmal Probleme:
- wenn der Accesspoint oder Router zu weit weg ist.
- wenn Störquellen die WLAN-Verbindung stören.
- wenn die Upload-Rate des Internet-Zuganges zu schwach ist (unter 3 MBit läuft es nicht ordentlich)
Dann kommt es nämlich zu Ausfällen in der Übertragung, was zu Bildstörungen führt.

Wir haben mittlerweile einen Accesspoint, der ziemlich nahe an unserer Eingangstüre liegt und einen
Internetprovider der uns über LTE eine stabile, mindestens 8 MBit (Upload) schnelle Verbindung zur Verfügung stellt. Seither gibt es keine Probleme mit dem 'Ring'.

Drückt ein Besucher auf den Knopf (manche drücken leider manchmal zu sanft), dann ertönt direkt an der Türglocke ein Klingelton. Die Verbindung wird hergestellt und der Klingelton meist 1-6 Sekunden später auf den verbundenen Devices wiedergegeben. Wir verwenden Geräte mit Android 5.0, Android 4.4 und iOS 6.1.

Am Telefon kann man nun entscheiden , ob man das 'Gespräch' annimmt oder ablehnt. Nimmt man es an, dann kann man mit dem Besucher vor der Türe sprechen, und ihn zum Beispiel bitten das Paket, das er abliefern möchte, vor der Türe oder an einem anderen Platz abzulegen. Sehr praktisch ist es auch, wenn man bei Nachbarn ist und jemand läutet, dann kann man mal schnell nach Hause gehen.

Zusätzlich bietet 'Ring' die Möglichkeit über Bewegungssensoren aktiviert zu werden. Dabei kann festgelegt werden in welchem Bereich und mit welcher Sensibilität überwacht wird. Die aufgezeichneten Videos werden dann in der Cloud gespeichert und können später abgerufen, bzw. heruntergeladen werden. Dieses Service wird allerdings in absehbarer Zeit kostenpflichtig werden. Ich glaube mal was von $ 50,- pro Jahr gelesen zu haben. Praktisch ist es vor allem, weil nicht jeder der auf dem Grundstück herumschleicht den Klingelknopf drückt und man später Aufzeichnungen über seine ungebetenen Besucher hat.
Außerdem werden alle verpassten und angenommenen Türklingler ebenso gespeichert, um später abgerufen werden zu können.


Die Zeiten als Sabine die Glocke verklebte und durch einen billigen Funkgong ersetzte sind somit nun endlich vorbei, und wir können unsere Besucher über das Internet begrüßen um noch ein bisschen gläserner zu werden, als wir ohnehin schon sind :-)

Abschließen noch ein Video anhand dessen man ein bisschen die Qualität erahnen kann. Allerdings sollt man das Bild nicht vergrößern, da es für den Upload auf Blogger scheinbar stark komprimiert (oder verkleinert) wurde. Die Qualität des kleinen Bildes entspricht in etwa dem Vollbild in der App.



Mittwoch, 8. April 2015

Die Flächenlampen

Da wir ein Problem mit Lampen von der Stange haben, denn die sind meistens sauteuer, wenn sie halbwegs ansehnlich sind, verlegten wir uns an einigen Stellen darauf selbst Beleuchtungselemente zu entwerfen.

Vom Esstisch kennt ihr das ja bereits, denn dort hängt unser Meisterstück - die Esstisch-Lampe. Aber auch im Badezimmer des Obergeschoßes und in der Küche müssen solche Eigenbaulösungen herhalten. Dazu fertigte ich jeweils ein Trägergerüst an, auf dem LED-Streifen befestigt sind. Durch die Träger kann ich eine nahezu optimale Lichtverteilung erreichen. Leider sind die Bilder der Grundgerüste abhanden gekommen, aber man kann es sich vorstellen, wenn die Leuchten an sind.


So verlegt ich in der Küche drei LED-Kreise: einen warmweißen, etwas lichtschwächeren, einen kaltweißen mit doppelter Diodenanzahl und einen RGB-Kreis als Stimmungslicht. Der RGB-Kreis ist als Kranz ausgeführt und beleuchtet den Raum indirekt. Die beiden weißen Kreise sind in Schlangenlinien verlegt und greifen ineinander. Dadurch kann die Helligkeit in drei Stufen geschaltet werden warmweiß/kaltweiß/beide Kreise. Leuchten beide Kreise, dann ist die Helligkeit bereits sehr hoch. Für mich gerade recht, da ich es in der Küche gerne hell habe. Über dem Gerüst wurde eine satinierte VSG-Glasplatte mit Glashaltern montiert. Das Glas dämpft die Helligkeit ein Wenig.

Ein Stückchen vor der Küche hatten wir das Problem, dass direkt
unter dem Unterzug ursprünglich eine Bar geplant war, die nun um gut 40 cm weiter hinten aufgesetzt wurde. Dadurch befinden sich nun Lichtauslässe an einer Stelle, wo die Beleuchtungskörper direkt über unseren Köpfen hängen würden. Da das aber unpraktisch ist, beschloss hölzerne Dreiecke ich in den Winkel zwischen Unterzug und Decke zu montieren. Darauf wurde wieder ein Gerüst mit LED-Streifen montiert. In diesem Fall ein warmweißer und ein RGB-Streifen. Darüber kam, wie auch bei der Küche eine ebenfalls satinierte VSG-Glasplatte, die mit Glashaltern an die Holzdreiecke geschraubt wurde.

Auch im Badezimmer oben, genauer gesagt in der Dusche, befindet sich eine derartige Konstruktion mit einem RGB-Streifen. Das gibt in der Dusche ein sehr angenehmes Licht. Allerdings empfinde ich es manchmal als etwas dunkel. Die Beleuchtung über den Spiegeln an der Decke ist dafür wieder eine Kombination aus warmweiß und kaltweiß, was zu einer sehr guten Lichtausbeute führt.