Freitag, 27. Mai 2011

Der Pool ist geliefert! (27.5.)

Nach langem Hin und Her war es gestern soweit. Unser Spediteur rief an um uns mitzuteilen, dass er den Pool bereits geladen hätte und am Nachmittag zuerst unser Lager anfahren würde.

Dort erschien er pünktlich auf die Minute, und lud mit mir gemeinsam die Pooltechnik und die Abdeckplane ab. Danach fuhren wir weiter zu unserem Baugrund und lagerten dort die Treppe und die Schalsteine.

Falls ihr einmal einen Spediteur oder ein Transportunternehmen für Kleintransporte braucht, dann meldet auch bei mir. Ich gebe euch gerne seine Telefonnummer :-)

Am Abend fanden wir dann auch die Rechnung in der Post. Auf der war, wie wir bereits erwarteten, nach wie vor die Lieferung als Posten angeführt, obwohl wir den Transport ja selbst organisierten.Die Kosten dafür hätten 468 Euro inklusiver Mehrwertsteuer betragen, also acht Prozent der Kaufsumme für Pool und Abdeckung. Viel zu viel!

Wir haben die Überweisung der Kaufsumme auch gleich noch am selben Abend durchgeführt - ohne die Versandkosten natürlich! Man darf gespannt sein wie die Reaktion des Anbieters ist. Aber wir sind ja Rechtschutzversichert :-)

Die Bodenplatte (26.5.)

Am Dienstag quälten wir uns noch mit dem Schotter für das Fundament, und heute ist davon schon nichts mehr zu sehen.

Der Bautrupp begann den Aufbau der Bodenplatte am Mittwoch um sieben Uhr mit dem Verlegen der XPS-Dämmplatten. Diese in hübschem Rosa gehaltenen Dämmplatten können ein unglaubliches Gewicht tragen. Wir haben in der Arbeit ein bisschen herumgerechnet und sind zu dem Schluss gekommen, dass unser Einfamilienhaus in Massivbauweise etwa 170 bis 200 Tonnen mit der Bodenplatte wiegen müsste. Das sind bis zu 1,5 Tonnen pro Quadratmeter. Allerdings eigentlich nur 150 Gramm Haus pro Quadratzentimeter. So gesehen ist es eigentlich gar nicht mehr so beeindruckend :-)

Egal! Die Arbeiter sorgten also für einen absolut planenen Schotteruntergrund, da Sabine und ich die Oberfläche nicht so eben hinbekamen wie es für die Dämmplatten notwendig wäre. Darauf verlegten sie die Dämmplatten. Normalerweise würde die Bodenplatte dann seitlich verschalt werden um zu betonieren. Bei unserem Projekt war das nicht ganz so einfach, da die Bodenplatte sehr weit aus dem Erdreich heraus ragt. Normale Schalbretter wären dadurch zu niedrig gewesen. Die Übergröße allerdings wäre wieder viel zu hoch gewesen und hätte mühsam zugeschnitten werden müssen.

Unser Polier recherchierte daher ein wenig im Internet und fand eine Lösung für das Problem. Schalplatten aus Faserzement die bereits die Höhe der Bodenplatte aufwiesen und einfach mit PU-Schaum auf die Dämmplatten aufgeklebt werden. Somit ergibt sich eine umlaufende Wanne in die der Beton eingegossen werden kann. Der Arbeitsaufwand war auch entsprechend geringer, wodurch sich wohl der Aufpreis für das Material in die Pauschalkalkulation einrechnen ließ.

Gestern, am Mittwoch dem 25. Mai, starteten die Maurer morgens mit der Bewährung der Bodenplatte des Hauses. Während dessen kümmerte ich mich noch vor der Arbeit um die Erstellung des Schnurgerüstes für die Poolziegel, um nach dem Betonieren gleich die Bewährungseisen einstecken zu können. Nachdem die Betonlieferung für 14 Uhr angekündigt war, hatten die Bauarbeiter nur etwa 6 Stunden Zeit um die Baustahlgitter einzulegen. Aber auch das ging sich perfekt aus. Die Bodenplatte war mit zwei horizontalen Lagen Gittern und einer vertikalen Zwischenlage fertig zum Befüllen. Alleine die Betonpumpe fehlte noch.

Obwohl für zwei Uhr am Nachmittag angesagt, dauerte es doch bis um viertel vier bis die Betonpumpe bei unserem Baugrund ankam.

Als der Arm der Pumpe ausgefahren war mussten nur noch die Betonmischer zu unserem Grundstück finden damit es losgehen konnte.
Der Polier bestellte ursprünglich 32 Kubikmeter plus Rest. Damit wollte er verhindern, dass zu viel Beton geliefert würde und neben der höheren Kosten für den Beton dann auch noch Entsorgungskosten anfielen. Da es allerdings wegen eines Verkehrsumfalles auf der Süd-Ost-Tangente gestern auch massive Beeinträchtigungen des Verkehrs im Süden Wiens gab, entschied er sich dafür die Bestellung auf 41 Kubikmeter zu fixieren. Die Wartezeit auf den letzten Mischer wäre nämlich mit rund einer Stunde ziemlich lange gewesen.

Gegen halb vier am Nachmittag startete die Befüllung der Bodenplatte. Die Bauarbeiter füllten die Schalung der Bodenplatte beim Technikraum beginnend,
da dort die meisten Anschlüsse aus dem Boden kommen. Während zwei Arbeiter den Schlauch der Betonpumpe führten kümmerten sich die Anderen darum, dass die Gitter schön überdeckt wurden. Nach einer kurzen Verdichtung des Betons wurde er noch glatt gezogen.

Die Bodenplatte unseres Hauses war nach einer knappen Stunde betoniert und geglättet. Kurz darauf standen die Arbeiter bereits im Pool um die letzte Fuhre Beton zu verarbeiten.
Vor allem der Fahrer der Betonpumpe hatte es in diesem Fall eher bequem. Er setzte sich mit einem kalten Espresso auf einen unserer Campingstühle und führte den Pumpenarm. Das Führerhaus der Pumpe spendete ihm auch noch ein wenig Schatten. Damit war sein Arbeitsplatz zu der Zeit wohl der angenehmste.

Schlußendlich steckten die Arbeiter noch Bewährungseisen entlang des Schnurgerüstes in den frischen Beton der Poolplatte. Damit ersparen wir uns jetzt das mühsame anbohren der Platte um die Eisen zu montieren.
Um halb sieben am Abend waren die Arbeiten beendet und die Baustelle so gut es geht zusammengeräumt. Beide Bodenplatten hatten über Nacht Zeit anzuziehen. Im Endeffekt war der Zeitpunkt für das Betonieren ideal, da der Beton so bereits rund vierzehn Stunden Zeit hatte um auszuhärten bevor die Sonne gnadenlos darauf scheint. Zu schnelle Austrockunung durch direkte Sonneneinstrahlung führt nämlich zur Bildung von Rissen in der Oberfläche.

Heute, Freitag, in der Früh beschte ich kurz die Baustelle um die Bodenplatten mit Wasser zu begießen bevor die Sonne richtig loslegt.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Die Schotterlieferung (24.5.)

Da für Dienstag die Schotterlieferung vereinbart war und wir für das Verteilen des Schotters unseren Polier nicht einsetzen wollten - Fahrtkosten und Stundensatz für zwei Leute waren in unserem Budget nicht kalkuliert - nahm ich mir einen Tag Urlaub um mit Sabine gemeinsam für die Verteilung des Schotters zu sorgen.

Um 7:45 bog der erste LKW um die Ecke. Ein Dreiachser voll beladen mit 32/64er Schotter schob verkehrt zu unserer Baugrube und lud die ersten acht Kubikmeter Schotter ab. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir uns nicht vorstellen wie wir diesen Haufen nur annähernd dorthin transportieren sollten wo der Schotter benötigt würde.

Nachdem auch noch eine zweite Fuhr vom groben Schotter abgeladen war, kam der LKW-Fahrer der Firma Broschek mit einem Kran. Mit dessen Schaufel nahm er den groben Schotter auf und verteilte ihn gleichmäßig in unserem Fundament.
Das hätten wir niemals innerhalb eines Tages geschafft was mit dem Kran innerhalb weniger Stunden erledigt werden konnte.
Wir verteilten die Haufen danach mit dem Rechen um eine gleichmäßige Oberfläche zu bekommen. Beim groben Schotter war das alleine schon fast unmöglich. Unsere Rechen, oder viel mehr unsere Muskeln waren dem gewaltigen Gewicht der Steine nicht gewachsen. Mit dem feineren 16/32 Schotter hatten wir es viel einfacher.
Dieser ließ sich nämlich mit dem Rechen bewegen. Dadurch konnten wir den Schotter schön verteilen und das Fundament für die XPS-Dämmplatten, die am Mittwoch aufgelegt werden sollten, vorbereiten.

Wir haben Wasser! (23.5.)

Um sieben Uhr war schon volles Programm auf unserer Baustelle. Neben unserem Bautrupp rückte auch der des Wasserwerkes an um den Anschluss herzustellen.

Da die Vorbereitung des Schachtes offensichtlich passte, legten sie los mit dem Öffnen der Straße um unseren Schacht mit der Wasserleitung zu verbinden. Es wurde ein Rohr zwischen Schacht und Wasserleitung gelegt um darin den Frischwasseranschluss zu installieren. Danach wurde die Wasseruhr angeschlossen und auf einem Betonsockel platziert.


Da ich bereits im Vorfeld die nötigen Materialien besorgte um einen provisorischen Wasseranschluss direkt hinter der Wasseruhr herzustellen, bat Sabine die Leute vom Bautrupp den Wasserhahn gleich mit zu montieren. Die machen sowas natürlich normalerweise nicht, aber Sabines Augenaufschlag konnten sie dann doch nicht widerstehen. Also haben wir jetzt unser eigenes Wasser!

Die ersten Schwielen an den Händen (21.5.)

Irgendwann musste es ja soweit kommen! Die Arbeit auf unserem Baugrund hat unseren zarten Händen gezeigt wo deren Grenzen liegen.

Am Samstag mussten wir die Erde die auf die Straße rutschte wieder zurück auf unseren Erdhügel schaffen. "Das kann ja nicht so schwer sein" dachten wir uns und fuhren schwer motiviert zu unserem Grundstück.
Dort bewaffneten wir uns mit Arbeitshandschuhen und Schaufeln und schaufelten die abgerutschte Erde in Scheibtruhen, um sie dann auf den Erdhügel hinauf zu transportieren. Erstaunlicher Weise wurde zunächst der straßenseitige Haufen genauso wenig kleiner wie der Haufen auf der anderen Seite wuchs. Vor allem der extrem schwere Lehm kostete und Kraft und Nerven. Mit der Zeit konnten wir allerdings Fortschritte erkennen.
Schlussendlich wurden es rund 40 Scheibtruhen und ein Gefühl tiefster Zufriedenheit weil nach etwa drei Stunden wirklich etwas weiter gegangen ist.

Der Platz den wir freischaufelten sollte am Montag durch den Baucontainer belegt werden.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Die Solaranlage ist bestellt. (19.5.)

Wie bereits in einem älteren Beitrag erwähnt, hatten wir ein Angebot über eine Solaranlage von Käpt'n Iglu aus Norddeutschland. Das tolle an dem Angebot war hauptsächlich der Preis. Weniger gut empfanden wir die Tatsache, dass der Anbieter als relativ unzuverlässig erschien und die Solarkollektoren in Einzelteilen zur Selbstmontage geliefert würden.
Nicht dass wir nicht gerne basteln würden. Am Dach 20 Quadratmeter Solarkollektoren aus über 400 Einzelteilen zusammen zu basteln erschien uns dann allerdings doch eher mühsam.

Also versuchten wir ein, preislich zumindest annähernd vergleichbares, Angebot eines österreichischen Anbieters zu erhalten. Herr Santer aus Tirol verhalf uns letztendlich zu eben diesen.

Bei gleichem Lieferumfang, jedoch mit vormontierten und durch bessere Leistungsdaten durchaus interessanteren Solarkollektoren, lag der Angebotspreis nun im Endeffekt "nur" um neun Prozent über dem des deutschen Konkurrenten. Dieser hätte allerdings vier Prozent mehr verlangt wenn die Kollektoren bei ihm ebenfalls vormontiert wären. Damit liegt der Preisunterschied nun effektiv bei ca. fünf Prozent. Damit können wir leben. Vor allem da die jetzt bestellten Kollektoren in Österreich hergestellt werden.

Wie beim Dach helfen wir der österreichischen Wirtschaft. Wir sind ja solche Gutmenschen!

Der Homeserver ist da (19.5)

Ein Paket! Heute lieferte ein DHL-Fahrer das erste an unserer neuen Adresse ab. Und da auf unserer Baustelle gerade gearbeitet wird, musste er das Paket nicht mal über den Zaun werfen sondern konnte es korrekt abgeben.

Zum Glück. In dem Paket waren nämlich acht LED-Treppenleuchten, unser Fingerprint-Türöffner und.....*Trommelwirbel*.....der Gira HomeServer *TUSCH*

Natürlich musste ich den Homeserver gleich auspacken, schließlich wird dieses Gerät einmal die Verbindung zwischen unserem Haus und sämtlichen darin befindlichen Mobiltelefonen, Computern, etc. herstellen. Wir können dann zum Beispiel im Garten sitzend die Fernseher in den Kinderzimmern ausschalten.
Spricht man in diesem Fall vielleicht schon von "Strafe 2.0" wenn man ein Fernsehverbot direkt in die Hauselektrik einprogrammieren kann? Am besten machen wir uns gleich einen Button "24h Fernsehverbot" auf die Oberfläche :-)

Aber ich schweife ein wenig vom Thema ab. Gestern kam also der Homeserver und als ich ihn das erste Mal in der Hand hielt hatte ich das Gefühl, dass der Preis für dieses Teil wohl leicht überzogen sein könnte. Die Hardware ist ein einfacher HTPC der ungefähr 350 Euro wert ist. Aber das ding sieht wenigstens cool aus :-)
Die Software muss also unglaublich toll und supermegapraktisch, oder um sprachlich mit der Zeit zu gehen einfach XXXL-funktional sein.

Alleine die Haustechnik wird uns nebst der gesunden Farbe einiger Haare auch ziemlich viel Zeit rauben bis alles drin ist wo es hin soll. Nebenbei erwähnt: Die LED-Treppenlichter benötigen einen Trafo....davon stand aber nix in der Produktbeschreibung.