Mittwoch, 30. Mai 2012

Die Igelfalle (30.05.2012)

Um die Zaunpfosten richtig zu fixieren bereiteten wir Löcher mit der Tiefe von jeweils etwa 50cm vor und setzten Betonschalsteine hinein. Bislang montierten wir alle Zaunpfosten bis auf einen der in unserer ehemaligen Baustellenzufahrt liegt. Dort sind noch immer die leeren Schalsteine im Boden eingelassen.

Heute sah ich einen Igel in dem Loch sitzen der scheinbar durch den Geruch einer zuvor von mir achtlos in das Loch geworfenen leeren Ottakringer-Dose angelockt wurde. Scheinbar hatte auch der Igel eine Leidenschaft für das Bier aus dem 16. Bezirk.

'Igel' has left the hole ;-)
Diese Leidenschaft wurde ihm allerdings zum Verhängnis, da er aus dem Loch natürlich nicht mehr heraus kam. Ich zog mir also die ledernen Arbeitshandschuhe an und versuchte ihn aus seiner misslichen Lage zu befreien. Die bevorstehende Trennung von der Bierdose nahm der kleine Bursche allerdings nicht wirklich gelassen und fauchte und knurrte was das Zeug hielt. Seine Stacheln bohrten sich durch die Arbeitshandschuhe und ich bekam ihn nicht gescheit zu fassen ohne ihn weh zu tun.

Darum ging ich wieder ins Haus und holte mir zwei Handbesen (Bartwisch oder ganz Österreichisch: Boadwisch) mit Kokosborsten. Diese Borsten verbanden sich mit dem Igel wie ein Klettverschluss wodurch ich ihn endlich aus dem Loch heben konnte.

Da er scheinbar schon etwas länger in dem Loch saß, stellte ich ihn noch eine Schüssel mit Wasser hin aus der er ein paar Schluck zur Erfrischung nahm bevor er unserem Grundstück den Rücken zukehrte und über die Straße zum Nachbarn verschwand bei dem es keine offenen Löcher mehr gibt.

Die Arbeit mit dem Airless (30.05.2012)

Gestern erzählte ich über die Vorbereitungen für das Ausmalen mit dem Airless-Gerät von Wagner. Heute weiss ich schon mehr.

Wagner Project 115 Airless
Es begann mit einer Bedienungsanleitung wie ich sie in dieser Form noch nie sah. Gespickt mit Warnhinweisen erweist sich diese Anleitung als absolut unlesbar. Nach zehn Minuten wusste ich, dass ich den Sprühkopf nicht auf Personen richten dürfte da sonst das Risiko einer Dispersionsinjektion bestünde mit dazugehöriger Vergiftungsgefahr, ich beim heben des Gerätes auf meinen Rücken achten müsste, beim Einschieben des Griffes die Gefahr von Quetschungen bestünde, und vieles mehr.

Wie die Erstinbetriebnahme genau funktioniert wusste ich allerdings noch nicht so genau :-)  Nach etwa einer halben Stunde konnte ich den Project 115 allerdings doch noch dazu bringen mit mir zu kooperieren und begann mit dem Ausmalen des Gästezimmers. Dieses Zimmer ist als Testumgebung ideal, da es mich wenig stört, wenn dort das Ergebniss nicht 100% perfekt ist.



Beim 1.Durchgang nicht deckend
Nach 10 Minuten arbeit kam die erste Ernüchterung - die eigentlich zu erwarten war - denn auf dem verputzten Mauerwerk deckte die Farbe bereits im ersten Arbeitsgang perfekt aber auf den Gipskartonwänden strahlten die grauen und grünen Flächen der Platten durch. Der Versuch dies mit einem zweiten Auftrag zu ändern führte zu einem unschönen Farbüberschuss an der Wand der im Anschluss gleich in kleinen Rinnsalen die Wand wieder verließ. Da ich aber mit dem Gästezimmer fertig werden musste, weil uns Roman am Abend beim Rauftragen der PAX-Schränke von IKEA helfen wollte und diese im Gästezimmer gelagert werden sollten, konnte ich auf die Qualität des Farbauftrages keine Rücksicht nehmen.

Im Schlafzimmer, welches ich nach dem Gästezimmer begann, schaute ich gleich von Anfang an drauf, dass ich alles halbwegs richtig machte. Also versah ich die Wände und die Decke mit einem Voranstrich. Dafür verwendete ich die billigste Dispersion die ich beim Bauhaus erhielt (25kg für 14,99 Euro), verdünnte diese mit etwa einem halben Liter Wasser und versprühte neben Frohsinn auch etwa 13 Liter Innendispersion in unserem Schlafzimmer.

Recht gute Ergebnisse

Für den deckenden Anstrich werde ich morgen, wenn die Kinder wieder  bei den Großeltern schlafen und ich abends Zeit habe um ein bisserl in der Gegend rumzusprühen, hochwertigere Dispersion verwenden, da diese angeblich einen besseren Deckungsgrad hat.

Nach der Reinigung
Alles in Allem kann ich nur sagen, dass die Arbeit mit einem Airless Gerät zum Streichen der Wände mit Abstand angenehmer ist als das Ausmalen mit der Walze. Da kann nicht einmal die Reinigung des Systems einen negativen Punkt  setzen, da ja auch die Walzen und Gitter und was man sonst noch so zum Ausmalen verwendet gereinigt werden wollen. Der Wagner wir zuerst entleert, denn wird das System mit Wasser gespült bis die Dispersion aus dem Druckschlauch draußen ist und abschließend wir das Spülwasser aus dem Rücklauf gepumpt. Die Spritzpistole muss dann auch noch ein bisschen gereinigt werden und fertig.


Morgen werde ich dann sehen ob ich die Renigung korrekt machte, denn wenn nicht, dann ist sicher irgend etwas verstopft.

Dienstag, 29. Mai 2012

Vorbereitung für den Airless (29.05.2012)

Heute ist es soweit, wir malen die ersten Räume mit dem Airless-System Wagner Project 115 aus. Das soll ja angeblich rasend schnell gehen. So wurde uns erzählt, dass man mit einem Airless (je nach Größe und Leistung) innerhalb einer Stunde einen ganzen Rohbau ausmalen kann.

Grundsätzlich ist es allerdings auch im Neubau notwendig ordentlich abzukleben. Schließlich sind die Fenster bereits eingebaut und die Bodenbeläge in den meisten Zimmern gelegt. Beim Arbeiten mit einem Airless-System soll ziemlich viel Farbstaub entstehen der später mühsam wieder entfernt werden müsste. So spart man sich nun viel Zeit beim Malen, muss aber im Vorfeld umso mehr Zeit in den Schutz von Fenstern, Böden oder Einrichtung (so bereits eine da ist) investieren. Auch die Reinigung eines Farbspritz-systems nimmt weit mehr Zeit in Anspruch als das Reinigen einer Farbwalze ;-)


Damit wir heute abend loslegen können bereiteten wir also gestern den Abstellraum, das Schlafzimmer, ein Kinderzimmer und den begehbaren Schrank für die Maleraktion vor. Sabine klebte die Fenster ab und kümmerte sich um einen "Folienvorhang" zum Vorraum während ich das Malerkrepp in Bahnen auf dem Fußboden auflegte. Ordentlich abgeklebt sollte nun der Farbnebel keine Chance für Verunreinigungen haben.


Ob alles so klappt wie wir uns das vorstellen seht ihr dann morgen in unserem Blog wenn wir beschreiben wie unser erstes Mal war :-P

Die Stiegenspots (28.05.2012)

Damit möglichst wenige Personen beim Benützen unserer Treppe in der Nacht über diese hinunter stürzen entschieden wir uns für den Einbau von Brumberg LED Wandeinbauleuchten entlang der Treppe. Diese Spots werden über das Bussystem abhängig von den Lichtverhältnissen aktiviert und von einem Brumberg Konverter mit der nötigen Gleichspannung versorgt.

Sobald die Wetterstation die einsetzende Dämmerung meldet werden die Spots eingeschaltet und bleiben dann bis zum Morgengrauen aktiv. Da sie jeweils nur 1 Watt Leistung aufnehmen kostet uns der Strom für die sechs Spots übers Jahr gesehen so in etwa vier Euro.

Neben den drei Spots entlang der Geschoßtreppe gibt es noch zwei weitere im Vorraum des Obergeschoßes sowie einen Spot in der Toilette des oberen Bades. Damit wollen wir bei nächtlichen Toilettentouren die Aktivierung der kompletten Beleuchtung verhindern die meist Einschlafstörungen beim Wiedereinstig ins Bett hervorruft. Durch die Nachtbeleuchtung müssen unsere Kids hoffentlich nicht mehr alles einschalten was zu einer Erleuchtung führt. Zusätzlich zu den Bodenstrahlern haben wir ja noch weiße LEDs in den Schaltern die wir bedarfsgerechet beleuchten können.

Die Treppenspots waren allerdings die größte Herausforderung, da wir diese erst einbauen konnten nachdem die Treppe montiert war. Vorher wussten wir nicht genau wie der Schwung der Treppenwangen ausgeführt sein wird und daher hätte der Abstand zwischen Spot und Wange möglicherweise nicht genau gepasst. Daher schnitt ich mit dem Winkelschleifer zuerst entlang der Außenkanten des Spots durch den Innenputz bis an den darunter liegenden Ziegel und stemmte daraufhin mit dem Meißel und einem kleinen Stemmeisen vorsichtig den Ziegel aus. Dadurch konnte ich das Loch - es musste 7x7cm im Quadrat messen und zumindest 5cm tief sein - sauber aus der Wand ausstemmen. Für die Stromversorgung müssten zwischen den Leuchten Schlitze für die Lietzendrähte geschnitten werden. Da sich allerdings auf der Rückseite der Wand an der unsere Treppe montiert ist der Technikraum befindet, bohrte ich durch die Wand und lege nun im Technikraum aufputz die Verkabelung der Spots. Dort stört es uns nicht und die Treppe ist durch die geringeren notwendigen Arbeiten am Mauerwerk nicht ganz so gefährdet.

Nachdem ich die Löcher für die Einbaurahmen ausgestemmt und die Verbindung in den Technikraum gebohrt hatte, fixierte ich die Einbaurahmen mit Elektrikergips in der Wand. nun muss ich nur noch den Gips um die Rahmen abschleifen (schaut momentan ziemlich grindig aus), die feinen Lietzendrähte einziehen und die Leuchten anschließen. Davor wird allerdings noch ausgemalt :-)

Freitag, 25. Mai 2012

Alles fliest (25.05.2012)

Schritt für Schritt wächst der rohe Boden langsam zu.

Mittlerweile wurden die Fliesenleger mit dem Büro fast fertig - es sind leider um sechs Bodenfliesen zu wenig um ganz fertig zu werden weil ich wieder einmal zu sparsam war bei der Verschnnittberechnung - und die Küche erhielt ihren fertigen Fliesenbelag auch bereits. Im Technikraum begannen sie noch gerstern Abend mit dem Verfliesen also sollte der heute gegen Mittag auch fertig sein.

Der Bodenbelag des oberen Bades liegt bereits ziemlich fertig drinnen. Hier fehlen nur noch  kleine Randstücke. Die unterste Reihe der Wandfliesen wird heute gesetzt werden und dann ist auch das Badezimmer bereit zum Verfugen und Ausmalen. Auf dem Foto ist die Kombination aus anthrazitfarbenen, strukturierten Bodenfliesen mit ebenso strukturierten aber weissen Wandfliesen gut zu erkennen. Die Badewanne ist ebenfalls bereits so gut wie fertig verfliest nachdem mit Ytong-Steinen eine Verkleidung gebaut wurde.


Ganz besonders freuen wir uns aber im Moment auf die Verkleidung unseres wasserführenden Kanins. Dazu wurde zuerst eine Lage Gipskarton aufgepracht. Auf dieser werden jetzt die Kunststeinelemente aufgeklebt und die Schiebetüre damit eingefasst. Derzeit wissen wir noch nicht wie weit wir mit dem einen Quadratmeter Kunststeine und den zehn Eckelemten kommen werden. Davon hängt dann ab wie weit die Doppelbeplankung herunter reichen wird, denn wenn die Steine verklebt sind kommt darüber noch eine angepasste zweite Gipskartonplatte damit die Steine nicht so stark hervortreten und die Kanten der Steinabschlusses verdeckt werden. Schlussendlich werden die Kunststeine dann noch mit dem Geo Pietra Fugenfüller bearbeitet. Dazu muss die Masse mit einem Spritzsack in die Fugen eingefüllt werden und danach entweder mit einem Holzstäbchen eingedrückt oder mit einem Arbeitshandschuh aus groben Leder geglättet werden. Der rest der Verkleidung wird dann noch weiß gestrichen und fertig ist der "gemauerte" Kamin. Dieser soll schließlich ein zentrales Element in unserem Wohnraum darstellen.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Die Zaunpfosten (23.05.2012)

Heureka...die Zaunpfosten sind einbetoniert.

Eigentlich wollten wir ja ursprünglich einen voll coolen Zaun bestehend aus Steingabionen und Ästen machen. Aber wie das Leben und die finanziellen Mittel so spielen wird es nun doch nur ein Maschendrahtzaun der unser Grundstück zur Straße hin absichert. Dabei geht es uns weniger um einen Schutz vor 'Eindringlingen' :-) sondern darum unsere kleine Tochter auf unserem Grundstück zu halten und ihr die Fluchtversuche etwas zu erschweren.

Daher betonierten wir bis jetzt elf Zaunpfosten und die beiden Pfosten für die Gartentüre ein. Damit die Pfosten sicher stehen hoben wir löcher mit 50cm Tiefe aus in denen wir jeweils zwei Betonschalsteine versenkten. In die magere Betonmischung (sehr trocken gemischt) steckten wir die Posten so tief hinein, dass später mal nur die 105cm aus dem Erdreich ragen und fixierten sie mit Schraubzwingen nachdem wir die Pfosten in eine waagrechte Position brachten damit sie ihre Position hielten. Nachdem der Beton etwas angezogen war kontrollierten wir die korrekte Position nochmals.

Für das Gartentürl mussten wir sehr genau arbeiten, daher betonierten wir zuerst den Pfosten mit den Drehscharnieren ein und setzten das Gegenstück danach genau in dem notwendigen Abstand von 91,5cm. Da die Türpfosten erheblich schwerer sind als die Standardzaunpfosten fixierten wir die beiden mit jeweils zwei Schraubzwingen.


Bereits am nächsten tag konnten wir es nicht mehr erwarten und hängten das Gartentürl ein. und es passte perfekt. Ohne Nachjustieren sitzt die Türe passgenau und öffnet und schließt ohne Macken. Da muss ich Sabine und mir mal ein lob für genaues Arbeiten ausprechen ;-)

Der Verteilerschrank (23.05.2012)

Mittlerweile ist bei unserer Elektroinstallation wieder etwas weitergegangen, So fanden sich die Sicherungsautomaten zu einem fröhlichen Stelldichein in unserem Verteilerschrank wieder wo sie ihrer Bestimmung entsprechend am Stromnetz angekoppelt wurden.

Wir zogen es ja vor nur einen einzigen Verteiler im Haus zu haben. Dadurch ergaben sich unterschiedliche Absicherungen, da die Leitungslängen sehr stark variieren. Die am weitesten entfernten Verbraucher haben eine Leitungslänge von immerhin knapp 15 Metern. Zudem wollte der Elektriker eine sinnvolle Aufteilung der FIs also haben wir jetzt einen Hager FI vor allen Linien vorgeschaltet und dann die Elektrogeräte, die Beleuchtung, die Steckdosen und schlussendlich die fest verdrahteten Verbraucher wie zum Beispiel den Heizstab des Wärmespeichers jeweils an ABB FIs angeschlossen.

Bei unserer Verdrahtung ist auch die Vielzahl an Sicherungsautomaten erkennbar die auch für moderne Einfamilienhäuser noch eher unüblich ist. Da sind wir mit der Einzelabsicherung möglicherweise ein Wenig über das Ziel hinaus geschossen, können so aber wirklich ganz gezielt einzelne Bereiche vom Netz nehmen und falls nötig auf Fehlersuche gehen. Die Schnittstelle zwischen Verbaucherleitung und Schaltschrankverdrahtung bilden Phoenix Dreistock-Klemmen durch die es nicht mehr nötig ist die nahezu 80 Mantelleitungen durch den gesamten Schaltschrank zu ziehen. Diese enden nun direkt am oberen und unteren Ende des Verteilerschrankes. Innerhalb des Schrankes wird dann mit 2,5er Einziehdraht die Verbindung zu den Aktoren und Sicherungsautomaten hergestellt.

 Im Moment fehlt noch das mittlere Segment des Verteilerschrankes auf dem die Aktoren Platz finden werden. Außerdem sollen am Schluss auf der linken Seite die Heizungs- bzw. Solarsteuerung, die Alarmanlage sowie die Steuerung für das Motorschloss der Türe und das ekey Fingerprintsystem Platz finden. Die Leitungen über und unter dem Schaltschrank werden hinter einer Gipskartonblende verschwinden und unter dem Schrank sollen der Gira HomeServer und der chiliGREEN Advance Home Server als Datenspeicher für unsere digitalen Medien stehen.