Samstag, 31. Oktober 2015

Halloween-Deko 2015

Dieses Jahr wussten wir bereits ganz genau was wir machen wollten und wie die Deko aussehen sollte. Daher verliefen die Vorbereitungen wie geschmiert und wir waren in kürzester Zeit fertig.

Als Highlight hatte sich schon in den vergangenen Jahren unser persönlicher Friedhof etabliert. Daher konnten wir den auch dieses Jahr nicht weg lassen. Da wir aber keine ungenutzte Gartenfläche mehr übrig hatten, mussten die Gräber diesmal anders gestaltet werden. Schließlich wollten wir nicht mitten im Rasen drei Gräber aufschütten. So bauten wir uns vor Kurzem drei Grabdeckel, wie man sie auch auf dem Friedhof findet, die in Zukunft die mühsam aufgeschütteten Gräber ersetzen werden. Der Blog-Eintrag dazu liegt HIER. Da die Grabsteine etwas kleiner sind als Normal, sind auch die Platten entsprechend angepasst.

Damit hatten wir bereits die ideale Verwendung für unseren geschotterten Auto-Abstellplatz, da dieser mit den Grabplatten schnell nach Friedhof aussah. Hinter den Platten, von denen zwei geschlossen und eine als Erdgrab ausgeführt waren, stellten wir die Grabsteine aus Styropor auf. Diese befestigten wir mit einem Blumendraht am Zaun damit der leider ziemlich starke Wind sie nicht umwerfen konnte. Als Special kamen über den Grabsteinen noch Wechselbilder zum Einsatz die je nach Betrachtungswinkel entweder nett oder gruselig aussehen. Wie das aussehen kann, könnt ihr euch in unserem Test-Blog ansehen.

Da wir nun drei hübsche Gräber nebeneinander liegen hatten mussten wir nur noch Grabkerzen und ein paar düstere Pflanzen platzieren um die Optik für uns perfekt hinzubekommen. Und weil ein Friedhof nicht wirklich gruselig ist, stellten wir im Gebüsch hinter den Gräbern unsere Nebelmaschine auf, die in regelmäßigen Abständen aus dem Nebelfluid dichte Nebelschwaden produzierte. Obwohl der Wind an diesem Abend ziemlich stark war hielt sich der Nebel gut im Umfeld der Gräber.

Gegenüber unserer Gräber stellten wir eine alte Mischmaschine auf in der sich ein kleines Skelett befand, das versuchte nicht einbetoniert zu werden. In der Schiebetruhe davor lagen Teile des Skeletts in Schotter eingegraben. Beleuchtet wurde die Szenerie durch eineSolar LED Leuchte die auf Bewegung reagiert und jedes Mal anging wenn Personen in die Nähe der Schiebetruhe kamen.
Unter der Mischmaschine stellte ich einen Outdoor-Lautsprecher auf. Auf der Micro-SD Karte waren spooky Sounds gespeichert die
dem Skelett einen gewissen gruseligen Touch verleihen konnten.

Damit war der Eingangsbereich unseres Grundstücks auch schon wieder fertig gestellt. Als nächstes mussten wir auf unserer Terrasse dafür sorgen, dass wir für die Party genügend Platz zum Stehen hätten. Nachdem wir kein Geld für teure Stehtische ausgeben wollten, bastelte ich uns eine Bar aus Bauholz. Der Preis für die Holzlatten lag bei knapp 16,- Euro. Ich verwendete vier Bretter mit 200 cm Länge und 14 cm Breite. Die Bretter waren 2 cm dick. Jeweils zwei dieser Bretter schraubte ich zusammen um eine breitere Fläche zu erhalten. Aus jeweils zwei Brettern mit 120 cm Länge stellte ich einen Fuß für die Bar her. So bekam ich zwei Bar-Teile, die leicht angewinkelt miteinander verschraubt und durch einen zusätzlichen Fuß stabilisiert wurden. Dadurch hatten wir eine fast vier Meter lange Bar auf unserer Terrasse stehen.

Zusätzlich stellten wir Personen mit geringerem Stehvermögen einen Gartentisch bereit und platzierten daran vier Sessel. Schließlich kann nicht jeder ohne Probleme stundenlang im Garten stehen. Am Tisch lag ein Halloween-Tischtuch und Glas mit schwarzen Steinen und einer schwarzen Kerze hielt das Tischtuch trotz des Windes am Platz.

Solltes es unseren Gästen wegen des Windes kalt werden konnten sie sich an unserer Feuerstelle wärmen. Dafür sägte ich alles was wir an Holzresten in kleine handliche Stücke um für den gesamten Abend genügend Brennstoff zu haben. Obwohl das Holz noch vor Regen geschützt gelagert wurde, war es ideal für die Feuerschale. Es rauchte nicht übermäßig bei der Verbrennung, war aber auch nicht so trocken, dass es zu schnell verbrannte. Außerdem stiegen so nicht so viele Funken auf die dem umliegenden Unkrautflies nicht besondern schmecken würden.

Ebenfalls auf der Terrasse stand unser großer Tisch mit einen blutigen Tischtuch bedeckt. Darauf stand unser Punschkocher mit einer Mischung aus einen Liter Orangensaft, einen Liter Eistee Zitrone, einen Liter Rotwein und einen Viertelliter Rum. Daneben platzierten wir einen großen Topf mit acht Litern Kürbiscremesuppe der durch einen Brenner warm gehalten wurde. Außerdem standen dort die Bierdosen und unsere Halloween-Cup-Cakes mit speziellen Reis-Auflegern die perfekt zu Halloween passen.

Da nun das Buffet und Platz für die Gäste geschaffen waren konnten wir uns um die restlichen Kleinigkeiten unserer Deko kümmern. Begonnen haben wir damit die Tomaten-Pflanzen, die wir eigentlich schon entsorgen wollten, mit schwarzer Farbe zu besprühen. Sie erhielten dadurch einen schönen morbiden Touch. Die Kosten dafür sind wirklich gering. Wenn man Farbe verwendet die wasserlöslich ist, kann man auch Pflanzen besprühen die man noch behalten will.

Um den Rasen zu schonen versuchten wir den Besucherstrom ein Wenig zu lenken. Dazu wurden Pfähle entlang des Weges eingeschlagen an denen sich neben unseren hübschen Ahnenbilder auch noch ein gelbes Absperrband für ein bisschen Stimmung sorgte. Die Kinder konnten damit direkt zu uns auf die Terrasse geleitet um dort nach Süßem zu fragen. Die Bänder sehen aus wie amerikanische Polizei-Absperrbänder sind jedoch eher auf Zombies und Horror ausgerichtet. Die Bänder sind stark genug um sie mehrfach verwenden zu können. Nach einer windigen Nacht konnte ich das Band einfach wieder aufrollen und für nächstes Jahr in die Halloween-Kiste packen.

Hinter der Absperrung stieg ein Zombie aus der Erde empor. Auch wenn dieser Zombie bei Tageslicht nicht besonders realistisch aussieht, kann er in der Dunkelheit überzeugen. Dieser Zombie passte perfekt in unsere rustikale Ecke in der Wiese. Auch hier verwendete ich eine Solar-LED Leuchte die auf Bewegung reagierte.

Ein weiterer, noch kleinerer Zombie steckte auf unserer Kletterstange im Garten und sah von dort durch die Büsche auf die Straße hinaus. Vor allem in dunkler und nebliger Umgebung
verfehlen die Zombie-Attrappen ihre Wirkung nicht. Gerade die bewegungsgesteuerten LED-Leuchten sorgten dabei für erschrockene Kinder.

Tier-Attrappen an verschiedenen Stellen im Garten und am Buffet rundeten die Deko letztendlich ab und sorgten für ein bisschen Halloween-Stimmung. Wie auch die letzte Innovation in unserer alljährlichen Halloween-Deko, eine Türglocke mit der Möglichkeit MP3-Files abzuspielen. Dafür besprach ich die Glocke mit meiner gruseligsten Stimme folgenden Text: "Ich habe auf euch gewartet. Geht ums Haus in den Garten. Ich will euch aus der Nähe betrachten!" Die Glocke versteckte ich im Gebüsch neben dem Eingang und klebte den Taster an die Wand. Sobald die Kinder auf den Knopf drückten kam ca. drei Sekunden später die Stimme aus dem Busch und erschreckte sie teilweise richtig. Außerdem wussten alle wo sie hin mussten um an ihre Süßigkeiten zu kommen.

Montag, 12. Oktober 2015

Die Halloween-Vorbereitungen

Alle Jahre wieder kommt bei uns nicht nur das Christkind. Nein auch die alljährliche Halloween-Party rückt immer näher. Da wir jedes Jahr versuchen etwas anderes oder zumindest ein bisschen mehr zu machen um unseren kleinen Trick-or-Treat Besuchern etwas zu bieten, geht es bereits jetzt wieder mit der Vorbereitung los. Schließlich sollte bis 31.10. alles soweit fertig sein.

Vergangenes Wochenende begannen wir damit zu unseren bereits bestens bekannten Grabsteinen entsprechende Gräber anzufertigen die wir auch in den nächsten Jahren verwenden wollen. Daher verwendeten wir nur beste Reste um daraus etwas beständiges zu basteln.

Einige Holzreste und eine übrig gebliebene Gipskarton-Platte waren die Ausgangsbasis für unsere Gräber. Sabine besorgte noch matte Lacke in silber, schwarz und grau und zum Versiegeln einen Klarlack.

Da die Grabsteine nicht besonder groß sind, sollten die Grabplatten davor auch nicht unpassend wirken. Wir entschieden uns also dazu die Gräber 50 x 80 cm groß zu machen. Das ist ein kleines Missverhältnis zwischen Länge und Breite, entspricht aber in etwa den gängigen Maßen für Kindergräber. Und das ist ja unsere Zielgruppe :-)

Dabei werden wir schlussendlich zwei verschiedene Formen von Gräbern haben. Zwei Stück mit geschlossener Platte auf der man Dekor auflegen kann und eine Grab mit Erde drauf in der wir Pflanzen platzieren wollen. Allen gemein ist, dass sie auf unserem geschotterten Parkplatz liegen müssen und daher einen Abstandhalter zum Boden brauchen. Ohne Abstand würden die Platten auf dem unebenen Boden nicht bündig aufliegen und komisch aussehen.

Mit der Gehrungssäge schnitt ich die Leisten auf Maß, die später den Unterteil der Grabplatten bilden würden. Jeweils zwei Leisten mit 50 cm und zwei Leisten mit 80 cm Länge je Grab. Dabei wurden die Leisten an den Enden mit einer 45° Gehrung versehen. Es gibt verschieden starke Leisten. Das Grab mit der Erde drauf hat einen etwas höheren Abstand zum Boden. Zusätzlich zu den Bodenleisten wird beim Erdgrab auch noch eine umlaufende Leiste auf der Oberseite benötigt, damit sich die Erde an der gewünschten Stelle hält und nicht aus dem Grab fällt.

Die Stichsäge half mir dabei die Gipskarton-Platten und die Holzplatte für das Erdgrab auf das richtige Maß von 50 x 80 cm zu bringen. Für das Erdgrab konnte ich die Verschraubung schön verstecken, da es komplett aus Holz gefertigt ist und ich die Schrauben von Unten nach Oben durchschrauben konnte. Da die
Gipskartonplatten die Schrauben so nicht halten würden, musste ich bei diesen die Schrauben von Oben nach Unten durchdrehen. So sind diese im Sichtbereich. Sabine und ich entschieden allerdings, vorwiegend aus Bequemlichkeit, dass wir die Schraubenköpfe nicht mit Gipspaste verschmieren würden, sondern diese einfach sichtbar lassen.
Perfektion ist zwar nett, aber für den Halloween-Abend einfach übertrieben, da man dann die Köpfe der Schrauben kaum sehen wird und es somit ein ziemlich unnötiger Arbeitsschritt wäre.

Sobald die Platten und die Leisten verschraubt waren lackierte Sabine die Teile mit den verschiedenen matten Lacken um den Grabplatten ein düsteres Aussehen zu verpassen.  Nachdem die Farben getrocknet waren kam noch ein Klarlack-Finish darüber um die Platten in Zukunft vor Feuchtigkeit zu schützen und auch um die Erde später wieder herunter zu bekommen.

Der ganze Spaß dauerte in etwa vierzig Minuten ohne die Wartezeit zwischen den Lackiervorgängen. Schließlich sollte man warten bis die Farben ordentlich getrocknet sind, bevor man alles mit Klarlack versiegelt.

Wie sich die Gräber in der diesjährigen Deko machen werden seht ihr spätestens in der Woche nach Halloween :-)

Samstag, 10. Oktober 2015

Alarmanlage zum Nachrüsten

Was ist Sicherheit und was ist notwendig um das Gefühl von Sicherheit zu erlangen?
Mir ist klar, dass die Anschaffung einer Alarmanlage nicht unbedingt die Sicherheit im Haushalt erhöht, aber man kann sich durch den Einbau einer derartigen Anlage zumindest des Gefühl von Sicherheit erhöhen kann.

Wir haben in unserem Haus zwar eine fix verkabelte Anlage eines renommierten Herstellers verbaut, dennoch probierte ich eine zusätzliche Anlage aus die mit Funk läuft. Dazu bestellte ich dieses Eray Alarm-Set auf Amazon. Obwohl die Lieferung direkt aus China kam und nicht mit Amazon Prime durchgeführt wurde war sie in zwei Wochen bereits da.

Im Lieferumfang des Sets enthalten war:

* die Alarm-Zentral
* ein zusätzliches Eingabefeld
* ein Gasdetektor
* ein Rauchmelder
* eine Innensirene
* eine Außensirene mit rotem Blitzer
* sechs Fensterkontakte
* vier IT-Bewegungsmelder
* vier Fernbedienungen
* vier RFID-Chips (zwei der Alarmzentrale und zwei für das zusätzliche Eingabefeld)
* drei Netzteile für die Zentrale, das Eingabefeld und die Außensirene
* eine englischsprachige Betriebsanleitung für das System sowie für jedes Peripheriegerät eine Chinesische und Englische Anleitung


Für den Betrieb der Anlage benötigt man auch noch folgendes:

* 4 Stück AAA-Batterien oder Akkus je IR-Bewegungsmelder
* 1 Stück 9V-Block je Rauchmelder
* zumindest eine freie Steckdose in der Nähe des Platzes an dem die Alarm-Zentrale montiert werden soll
* eine SIM-Karte (zB. eine Pre-Paid Lösung, wenn man die Status-Informationen per SMS aufs Handy gesendet haben will


Die Montage dieser Anlage ist denkbar einfach. Zuerst klebte ich die Magnetkontakte an die Fenster und Türen an dann die entsprechenden Sender den Magneten gegenüber an die Fensterrahmen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Magnet genau gegenüber der unteren rechten Kante des Senders angebracht wird. Man kann die korrekte Funktion testen indem man den Sender einschaltet und den Magneten am Sender entlang führt. Ist die Positionierung richtig, dann signalisiert der Sender das durch das Leuchten der roten LED für eine Sekunde. Sobald der Schalter auf ON steht werden sämtliche Kontakt-Unterbrechungen gesendet.

Bei der Montage der IR-Bewegungsmelder kann man ähnlich vorgehen. Die Sensoren sollten so angebracht sein, dass sie einen möglichst großen Bereich überwachen können. Bei uns nehmen sie den kompletten Wohnbereich, den Flur im Untergeschoß, den Flur im Obergeschoß und noch ein paar weitere Bereiche ins Visier. Da die IR-Sensoren nicht allzu schwer sind kann man sie auch an glatte Oberflächen kleben statt sie gleich anzuschrauben. In unserem Fall zum Beispiel glatte Schrankwände und Türstöcke. Wie bei den Fenster-Kontakten reicht es den kleinen Schalter auf der Rückseite auf ON zu stellen. Jede erkannte Bewegung wird durch eine grün aufleuchtende LED signalisiert. Gleichzeitig sendet der Melder das Signal an die Basisstation die je nach Betriebsmodus den Alarm auslöst.

Die Rauchmelder können ebenso einfach mit Doppelklebeband an die Decke geklebt werden. Dabei sollte der Abstand zur Wand mindestens 20 cm betragen. Je mittiger der Sensor im Raum platziert wird, umso besser ist es für die Erkennung von Rauch im Raum. Zur Inbetriebnahme des Rauchmelders benötigt man eine 9V-Block Batterie. Um die Batterie einlegen zu können kann man das Gehäuse des Brandmelders aufklappen. In jedem Brandmelder ist eine Sirene eingebaut wodurch er autark eingesetzt werden kann. So wird im Falle eines Brandes neben der Sirene der Alarmzentrale auch noch die des einzelnen Brandmelders aktiviert.

Den Gasmelder installierten wir nicht, da wir kein Gas im Haus verwenden. Vielleicht werden wir ihn später mal in der Gartenhütte einsetzen wo wir eine Gasflasche für den Griller lagern.

Als nächstes mussten wir noch die Außensirene installieren. Dazu benötigt man allerdings einen 12 Volt Anschluss oder eine Steckdose an der man das Netzteil anstecken kann. Das könnte unter Umständen etwas unpraktisch sein, da man an der Außenwand eher selten die Möglichkeit hat ein Anschlusskabel durch zu schleifen. Da wir die Anlage nur zum Testen montierten verzichteten wir natürlich auf das durchbohren unserer Mauer. Die Außensirene wird so montiert, dass Alarm ausgelöst wird wenn man die Sirene von der Wand nimmt oder wenn der Stromanschluss unterbrochen wird und der integrierte Akku zur Neige geht. Die Sirene erhält das Signal von der Alarm-Zentrale, wenn Alarm ausgelöst wird.

Schlussendlich muss man nur noch die Alarmzentrale einrichten. Dazu legte ich eine prepaid SIM-Karte in der Rückseite der Alarm-Zentrale ein und schloss das Netzteil ebenfalls an der Rückseite an. Sobald das Netzteil mit dem Stromnetz verbunden war erwachte die Anlage zum Leben. Für den Betrieb musste ich nicht einmal irgend etwas einstellen. Durch die mitgelieferten Fernbedienungen bzw. durch die RFID-Chips konnte ich die Anlage scharf und unscharf stellen. Als sie scharf war (ich hatte für den Test die Außensirene nicht in Betrieb) erkannte die Alarm-Zentrale jede Bewegung im Bereich der Bewegungsmelder ebenso wie die Kontaktschalter an den Fenstern. Sobald einer der Sensoren etwas erkannte meldete die Zentrale Alarm und gab ein entsprechendes Geräusch zur Bestätigung von sich.

Zusätzlich kann man bei der Alarmanlage mehrere Telefonnummern eingeben an die der Reihe nach entweder ein Anruf oder ein SMS abgesetzt wird, wenn ein Alarm ausgelöst wird. Dabei kann man verschiedene Modi scharf stellen. Entweder eine Außenhautüberwachung, also nur die Fensterkontakte als Alarmgeber oder eine komplette Überwachung durch Fensterkontakte und Bewegungsmelder. Der Gasmelder sowie die Rauchmelder sind unabhängig von den restlichen Alarmsensoren immer scharf.

Die Bedienung der Anlage ist ebenso einfach wie die Installation. Man kann dazu entweder die RFID-Chips an die Lesestelle halte, die Fernbedienungen nützen mit denen man die verschiedenen Betriebsmodi anwählen kann oder die PIN Eingabe nützen um die Anlage zu aktivieren oder zu deaktivieren. Dabei zeigt die Anlage anhand von Symbolen den jeweiligen Zustand an.

Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher wie die Alarmanlage damit zurecht kommt, wenn eine zweite ihrer Art im Nachbarhaus installiert ist. Bereits bei der Auslieferung waren alle Sensoren an der Anlage angelernt. Man kann aber bis zu 99 Sensoren in verschiedenen Zonen anlernen und damit festlegen, welchen Bereich man zu welchem Zeitpunkt abgesichert haben möchte.

Das ist sehr praktisch, weil man damit perfekt einstellen kann welche Bereiche Alarm auslösen sollen, und damit auch unterschiedliche Sicherheitsbereiche definieren kann.

Die Anlage kann auch über SMS-Befehle oder durch einen Anruf bei der Zentrale gesteuert werden. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Einsatz der App die im Prinzip nichts Anderes macht als die Steuerbefehle an die Zentrale per SMS zu senden.

Alles in Allem kann man sagen, dass die Anlage sehr einfach zu installieren und ebenso einfach zu konfigurieren ist. Die Verwendung ist einfach und intuitiv. Leider kann die Anlage nur Chinesisch und Englisch sprechen, das ist aber an Betracht des extrem günstigen Preises absolut zu verschmerzen.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Das Einwintern hat begonnen

Der Winter steht vor der Türe und es wird Zeit den Garten schön langsam wieder in den Winterschlaf zu schicken. Dazu müssen vor allem wasserführende Elemente entsprechend entleert werden. Begonnen haben wir mit der Bewässerungsanlage.

Wie jedes Jahr schlossen wir dafür einen Luft-Kompressor an den äußersten Punkt der Bewässerung an nachdem wir das Hauswasserwerk stilllegten. Der Kompressor wurde auf 3 bar eingestellt damit wir das System nicht überlasteten.

Als der Kompressor lief ließen wir die einzelnen Bewässerungs-Kreise öffnen und so lange offen bis kein Wasser mehr aus den Düsen kam. Auf diese Weise konnten wir die einzelnen Kreise sowie das Hauswasserwerk entleeren. Da ich die Pumpe nicht aus dem Schacht entfernen wollte, ließ ich sie am Netz angesteckt damit die Stecker im Winter  nicht korrodieren.

Auch der Pool kam diesem dran. Den Wasserstand im Pool senkten wird um etwa 50cm bis der Wasserstand zwischen den oberen Einlaufdüsen und dem Unterwasserscheinwerfer stand. So kann es bei Frost nicht dazu kommen, dass der Scheinwerfer leidet oder die Flansche der Einlaufdüsen brechen würden.

Danach entleerte ich die Rohrleitungen und baute die Umwälzpumpe aus. Letztes Jahr ließ ich sie im Schacht stehen was dazu führte, dass sie sich im Frühjahr nicht drehte. So musste ich sie zerlegen um sie wieder in Gang zu bekommen. Das hoffe ich mir diesmal zu ersparen, wenn sie in der Gartenhütte gelagert wird. Außerdem baute ich den Sandbehälter aus da ich den Sand entfernen will und diesen gegen ein spezielles Filter-Vlies tauschen möchte.

Sonntag, 27. September 2015

Die Solaranlage dürfte undicht sein.

Nach dem letzten Spülen und Befüllen der Solaranlage dürfte es nun zur Gewissheit werden, dass unsere thermische Solaranlage undicht ist. Nach nicht einmal vier Jahren in betrieb dürfte so etwas nicht passieren.

Ein möglicher und auch sehr wahrscheinlicher Grund dafür ist wahrscheinlich die defekte Schwerkraftbremse gewesen, die letztes Jahr von unserem Installateur entdeckt und getauscht wurde. Wir hatten wohl von Beginn an in unserer Solargruppe eine defekte Schwerkraftbremse die genau das Gegenteil von ihrer Bestimmung tat. Sie dürfte nämlich den Fluss in Flussrichtung der Anlage verengt und dadurch die Umwälzung erschwert haben. Da die Pumpe somit nicht ordentlich umwälzen konnte, stagnierte die Anlage häufig schon am frühen Vormittag und stand dann den ganzen Tag bei höchsten Temperaturen still.

Letztendlich wird vermutlich genau dieses andauernde Stagnation der Auslöser für die Undichtheit der Dichtungen zwischen den Kollektoren sein, da dort vermutlich an heißen Tagen nun der Wärmeträger austritt. Nach dem Füllen am vergangenen Freitag hielt die Anlage den Druck bis gestern. Als dann die Sonne raus kam stieg der Druck natürlich etwas an um dann am Abend auf 0,8 bar zu fallen. Wir haben nun also wieder den gleichen Druck wie vor dem Füllen.

Natürlich versuchen wir es heute noch einmal. Am Freitag mussten wir ca. 2,8 Liter Glykol nachfüllen. Heute werden wir die Pumpe erneut einsetzen und schauen wie viel diesmal hinein geht.

Auf jeden Fall beschäftigt uns diese Solaranlage über Gebühr und die anfallenden Kosten, die wir ja realistischer Weise auf die Heizkosten aufrechnen müssen, übersteigen mittlerweile jegliche Rentabilität.

Freitag, 25. September 2015

Spülen der Solaranlage

Wie die Zeit vergeht. Vor ziemlich genau sechzehn Monaten war der Installateur da und tauschte die damals defekte Pumpe unserer Solaranlage. Dabei bemerkte er, dass auch ein Rückschlagventil defekt war, vermutlich bereits seit der ersten Inbetriebnahme. Daher fehlte in unserer Anlage die unglaubliche Menge von fast 15 Liter Wärmeträger (Wasser+Frostschutz)

Da wir eine Anlage haben die in das Tondach eingebaut ist, gibt es bei uns keine Entlüfter-Ventile. Das hat den Nachteil, dass die Blasen, die zwangsläufig im Betrieb entstehen nicht entweichen können und sich hartnäckig im System halten. So gibt es an manchen Stellen größere Luftblasen und über das ganze System Bläschen die sich in den Rippen des Edelstahl-Wellrohres halten. All diese Lufteinschlüsse müssen von Zeit zu Zeit raus.

Wir merkten bereits vor knapp vier Monaten, also ein Jahr nach der letzten Spülung, dass in unserem System etwas nicht stimmt. Das Manometer der Ausgleichsbehälters zeigte bei kalter Anlage nur noch 0,8 bar an. Dadurch dürfte aus dem Ausgleichsbehälter Luft in den Kreislauf gelangt sein, da hier ein gewisser Minimaldruck vorhanden sein muss um das zu verhindern. Leider fand unser Installateur bislang keine Zeit uns die Anlage zu spülen.

Letztendlich verlor ich nun vor der kalten Jahreszeit die Nerven und kümmerte mich selbst um das Problem.

Da wir noch eine Gartenpumpe von Gardena besitzen, kaufte ich mir ein bisschen Zubehör dazu um eine Befüllpumpe daraus zu bauen.

2 x Schlauchanschluss aus Messing 3/4" für 1/2" Schläuche für den Anschluss an der Solarstation
1 x Schlauchanschluss aus Messing 1" für 1/2" Schläuche für den Anschluss an der Pumpe
1 x PE-Rohr Winkel 90° mit 1" Innengewinde
40 cm PE Rohr 1"
30 Liter Solarfrostschutz (bis -28° C)

Das PE-Rohr wurde mit dem 90° Winkel an den Ansaugstutzen der Pumpe befestigt und dient zum Ansaugen des Wärmeträgers. An einem der beiden kleineren Schlauchanschlüsse befestigte ich einen etwa zwei Meter langen Rest unseres 1/2" Gartenschlauchs. Dieser dient als Rücklauf von der Anlage in den Glykol-Behälter. Den zweiten kleinen Schlauchanschluss verband ich über ein ebenso ca. 2 Meter langes Schlauchstück mit dem großen Schlauchanschluss. Hier wird der Frostschutz in den Solarkreislauf gepumpt.

Damit war auch schon die gesamte Vorbereitung erledigt.

An der Seite der Solarstation befinden sich bei mir zwei 3/4" Anschlüsse die verschraubt sind. Daran
werden nun Unten der Rücklaufschlauch und Oben der Zulauf welcher von der Pumpe kommt angeschraubt. Der Rücklauf wird in den Behälter geleitet und der Zulauf an der Pumpe angeschraubt. Dabei muss man beim Zulauf auf festen Schluss achten, da hier später etwa 2,5 bar Druck drauf kommen und man ja nicht will, dass einem das ganze Glykol um die Ohren spritzt.

Zwischen dem Rücklauf und dem Zulauf an der Solarstation gibt es einen kleinen Regler. Dieser muss von 'Umwälzen' (Strich auf 12 Uhr) auf 'Befüllen' (Strich auf 3 Uhr) umgestellt werden. Die Solarpumpe schloss ich vom Strom ab, da unsere automatisch geregelt ist und sofort anfing zu blinken als das Wasser mit hoher Geschwindigkeit
durchgepumpt wurde.

Als nächstes muss man bei den meisten Pumpen die Kammer füllen, damit sie einen Unterduck aufbauen und die Flüssigkeit aus dem Kanister hochziehen kann. Dafür goss ich ein wenig Wasser mit einer kleinen Gießkanne in die Öffnung an der Oberseite der Pumpe. Als ich sie einschaltete wurde schnell Druck im Zulauf-Schlauch aufgebaut. Natürlich kommt dabei auch etwas Luft mit, aber das störte mich nicht.

Nun musste ich nur noch die beiden Hähne an der Solarstation öffnen und die Spülung konnte beginnen. Für etwa 30 Minuten ließ ich die Pumpe einfach mal so laufen. Danach schloss ich immer wieder das Ventil zum Rücklaufschlauch und ließ den Anlagendruck knapp unter den Betriebsdruck steigen. Dabei beruhigte sich die Flüssigkeit im System und kam zu stehen. Dann öffnete ich das Ventil wieder. Durch die hieraus entstehende Bewegung der Solarflüssigkeit wurden Luftansammlungen mitgerissen, was man am Rücklaufschlauch auch gut merken kann. Man hört und sieht die Luft durch den Schlauch entweichen. Der Schlauch wackelt richtig, wenn viel Luft mit heraus genommen wird.

Da die Pumpe nach knapp 40 Minuten bereits ziemlich heiß war schloss ich zuerst das Rücklaufventil und bei Erreichen des Betriebsdrucks (dieser ist meist durch einen Roten Zeiger am Manometer zu erkennen) auch das Zulaufventil. Dann drehte ich die Pumpe ab und ließ sie abkühlen. Nach einer knappen Stunde begann ich wieder mit dem Ventil auf/zu Spiel. Das machte ich solange bis ich keine merkliche Vibration der Luft im Rücklauf mehr spürte.

Abschließend schloss ich zuerst das Rücklaufventil,  und nach erreichen des Betriebsdrucks auch das Vorlaufventil. Dann stellte ich den kleinen Regler an der Solarstation wieder auf Umwälzen. Dann schloss ich die Pumpe wieder an und ließ sie ein paar Minuten umwälzen bevor ich die gesamte Anlage wieder in den Automatik-Modus schaltete.

Unsere Anlage verlor über die letzten 16 Monate etwa 2,5 Liter Solarflüssigkeit, die ich nun nachfüllte. Mit meinem 30 Liter Kanister komme ich somit vermutlich 7-10 Jahre locker durch, wenn ich jedes Jahr spüle und einen ähnlichen Verlust zu verzeichnen habe. Das Glykol ist auf jeden Fall so lange haltbar, wenn es richtig gelagert wird.

Beim Installateur hätte das Spülen etwa 120 bis 170 Euro gekostet. Je nach Dauer und benötigtem Glykol. Die ganze Aktion hat mich nun inklusive Glykol und Versand rund 95 Euro gekostet. Braucht man auch noch eine Pumpe, dann sind es je nach Pumpe noch um knapp 50-70 Euro mehr. Auf die Jahre gerechnet sollen es zwischen rund 20-30 Euro sein die das Spülen somit kostet. Und rund zwei Stunden Arbeit damit. Außerdem braucht man einen Lagerplatz für das Glykol. Hier kann man aber auch einen 10 Liter Kanister nehmen. Der ist billiger, kleiner und nach etwa drei Jahren aufgebraucht :-)

Mittwoch, 9. September 2015

Deko für den Mähroboter

Auch wenn es vielleicht ein bisschen eigenartig klingt, so haben wir neulich wirklich Deko im Garten aufgestellt um unseren Mähroboter davon abzuhalten sich in ausweglose Situationen zu manövrieren. Der kleine Rasenpfleger hatte nämlich die Angewohnheit an unterschiedlichsten Stellen im Garten fest zu sitzen. Daran bin ich nicht ganz unschuldig, da ich beim Verlegen des Begrenzungskabels an manchen Stellen der Meinung war es würde schon so gehen. Ging es aber nicht :-)

Nachdem wir nun über mehrere Monate beobachten konnten an welchen Stellen Cutty Mähgatron gerne hängen bleibt, überlegten wir uns Lösungen. Da der Mäher stoppt und wendet sobald er auf ein Hindernis trifft, war es nahe liegend im Garten entsprechend viele Hindernisse zu verteilen. Da nun Betonschalsteine - ja auch die hatte ich eine Zeit lang verteilt - keine optischen Highlights sind, besorgten wir ein paar Deko-Elemente im Sommerschlussverkauf und peppten unseren Garten damit sogar auf.


Über die Mulde an deren Fuß sich der Deckel der Zisterne befindet, legten wir eine Euro-Palette die wir zuvor mit rotbrauner Lasur bearbeiteten. Darauf stellten wir die Pflanztöpfe die zuvor schon am Deckel der Zisterne standen. Da der Mäher nun zwar nicht mehr 'Häschen in der Grube spielte' aber sich dafür an der Palette fest fuhr, mussten noch ein paar Elemente dazu kommen.

So platzierten wir auf einer Seite ein großes, rostiges Schild mit Haken für eine Laterne und auf der anderen Seite einen rostigen Blumentopfhalter. Cutty Mähgatron fand trotzdem noch einen Weg und blieb nun in der Mitte der Palette hängen, woraufhin wir eine Weinflasche, die in einem hölzernen Schwenker fixiert ist auf die Holzpalette schraubten. Damit war der Mäher nun endlich soweit zufrieden gestellt, dass er nicht mehr in diesem Bereich hing. Abschließend platzierten wir noch drei Kugeln aus rostigen Blechstreifen um die Leitungen der Bewässerung etwas zu verbergen.

Ein zweiter Hotspot lag genau gegenüber beim Hochbeet. Dort zwickte sich der Mäher immer ein, wenn er in einem ganz bestimmten Winkel auf die Stelle zu fuhr. Auch dort kam nun eine Palette zum Einsatz, die wir allerdings zuvor etwas kürzten. Diese wurde ebenfalls dunkel eingefärbt. Darauf platzierten wir einen elektrisch betriebenen Brunnen der rustikal und massiv aussieht, jedoch komplett auf GFK gefertigt ist und daher ohne Wasser kaum schwerer ist als eine leere Bierkiste. Der Wasservorrat befindet sich ebenso wie die Technik im Inneren des Brunnens.
Abends beleuchten in den beiden Töpfen vier weiße LED die herabfallenden Wasserstrahlen. Das sieht erstaunlich nett und gar nicht kitschig aus.

Nun brauchten wir noch für eine dritte Problemstelle im Garten eine Lösung. Dabei handelte es sich um eine Ecke in der sich ein Regner der Bewässerung befindet. Auch hier blieb der Mäher abhängig vom Anfahrtswinkel gerne mal hängen. Durch einen Speer aus rostigem Stahlblech konnten wir auch diese Falle entschärfen. Nun gibt es noch zwei weitere Plätze, an denen wir unseren Mäher immer wieder gefangen vorfinden, für die wir uns noch Lösungen überlegen müssen.

Hier sieht man den Brunnen auch noch in Aktion. Gerade am Abend gibt es einen sehr netten Effekt mit den eingebauten LED-Strahlern.