Dienstag, 6. Dezember 2011

Die Grabearbeiten (29.11.)

Am Dienstag kam wie versprochen der Bagger vom Baumeister Moser mit dazugehörigem Fahrer. Dieser war zuerst einmal schlichtweg verzweifelt. Warum?
Tja, offensichtlich hatte er die Information, dass er nur ein Kanalrohr freilegen müsste und daneben ein Loch für eine Zisterne und einen Sickerschacht zu graben hätte.

Als er sich auf unserem Grundstück umsah, fielen im gleich die etwa 20 Kubikmeter Erde auf die just an der Stelle lagen an der sich am nächsten Tag die Grube für oben erwähnte Elemente befinden sollte. So musste er zuerst den Erdhaufen um unser Haus herum an die Hinterseite verfrachten. Dazu fasste er das Aushubmaterial mit dem Greifer des LKWs, lud Stück für Stück das Material auf, schob an unserem Pool vorbei in den hinteren Bereich des Grundstücks und lud dort mit dem Kipper wieder ab. Anschließend planierte er die Erdhaufen mit dem Bagger, damit ein Durchfahren weiterhin möglich wäre.


Als der riesige Erdhügel verschwunden war, waren fast zwei Tage vergangen und auch der Polier schon eingetroffen (Georg hatte eine schwere Grippe erwischt und so war jeder Tag den er länger zuhause bleiben konnte ein Gewinn für seine Gesundheit). Gemeinsam mit dem Baggerfahrer machte sich Georg auf die Suche nach dem Kanalrohr. Dieses wäre - laut Auskunft der Gemeinde - 24,4 Meter vom Mittelpunkt des Kanalschachtes 3751 an der nächsten Straßenkreuzung entfernt. Nachdem man die Entfernung gemessen hätte müsste man nur im rechten Winkel zum Grundstück gehen und an dieser Stelle in 2,60 Meter mittlerer Tiefe nach dem Rohr suchen.

Besonders die große Tiefe bereitete den Bauleuten massive Probleme weil Ihnen das Wasser buchstäblich bis zum Hals stand. Wir haben an dieser Stelle nämlich auf rund zwei Meter Tiefe Grundwasser wodurch das Kanalrohr über sechzig Zentimeter tief im Wasser liegt. Um den Kanal zu verlegen muss nun eine Schmutzwasserpume her, die die Kraft hat das Loch vom Grundwasser zu befreien. Das wird sicher noch eine Übung.
Nachdem beim Kanalschacht also erst einmal Zwangspause angesagt war, machte der Baggerfahrer ums Haus herum weiter mit den Aushubarbeiten. Dort sorgte er dafür, dass für Traufenabläufe und Schottereinfassung des Hauses Platz geschaffen wurde. Nächste Woche wird an den Außenanlagen weiter gearbeitet. So das Wetter es zulässt.

Dann wird für unser kleines Ein-Mann U-Boot ein Loch ausgehoben. In diesem tollen Ding können wir dann fünf Kubikmeter Regenwasser sammeln und zum Bewässern des Gartens verwenden.

Massive Probleme mit dem Installateur! (28.11.)

Ich muss auf Holz klopfen! Bislang hat bei unserer Baustelle wirklich fast alles geklappt. Niemand wurde verletzt und die Extrakosten hielten sich bislang auch in Grenzen. Leider hat dies nun ein Ende, da unser Installateur beschlossen hat, seine Arbeit einzustellen und uns diesbezüglich folgendes Mail schrieb:

"Sehr geehrter Kunde! 
Aus gesundheitlichen Gründen kann ich Ihre Baustelle nicht fertigstellen. Die bestellten Armaturen erhalten Sie bei SHT unter der Auftragsnummer XXXXXX. 
Danke Grandegger!"

Dazu muss ich sagen, dass wir mit dem Installateur., die Vereinbarung hatten, dass er einen Pauschalbetrag für die Dienstleitung erhält und wir die Kosten für das anfallende Material übernehmen. Er bot uns an das Material für uns zu bestellen, musste allerdings angeblich im voraus bezahlen. Mir erschien das nicht weiter ungewöhnlich, da nahezu alle Bestellungen die wir durchführten bereits im vorhinein zu bezahlen waren.

Bereits im August erhielt Herr G. 3.500,- Euro als Anzahlung für die Arbeit und für die Bestellung des Sanitärmaterials und die Armaturen insgesamt über 4.600,- Euro deren Erhalt auch bestätigt wurde. Seither versuchen wir Rechnungen für das bereits erhaltene Material, und viel mehr auch die noch fehlenden Armaturen im Wert von über 2.000 Euro zu erhalten.

Also hofften wir mit der per Mail erhaltenen Auftragsnummer an unsere bereits bezahlten Artikel zu kommen. DENKSTE! Erstens hat Herr G. nicht einmal alle Artikel bestellt, die in unserem Vertrag enthalten waren und bezahlt hat er sie zweitens natürlich schon gar nicht. Sabine musste die Unterputzarmaturen noch einmal bezahlen. Außerdem musste ich die fehlenden Teile erneut bestellen und dadurch eine weitere, durch den Installateur verursachte Verzögerung hinnehmen.

Mittlerweile gehen zehn Wochen Verzögerung der Baufertigstellung auf sein Konto. Viel schwerer wiegt allerdings die Tatsache, dass die Vorgehensweise keine Fahrlässigkeit des Installateurs mehr ist. Viel mehr scheint es blanker Betrug zu sein, da er Gelder kassierte - übrigens auch per Banküberweisung auf sein Privatkonto - für die er keinerlei Leistungen erbrachte.

Seit der Auftragserteilung haben wir Geschichten gehört wie: "Mein Büro ist abgebrannt, daher konnte ich nicht kommen.", "Ich hatte eine Lungenentzündung und lag zwei Wochen im AKH auf der Intensiv.", "Die Arbeiter hatten einen Unfall, daher konnten sie nicht kommen." .... und so weiter.

Nun ist er nicht mehr erreichbar und glaubt, dass damit die Angelegenheit erledigt sei. Nachdem wir allerdings mittlerweile wissen, dass Herr G. für andere Kunden sehr wohl weiter arbeitet und auch erreichbar ist werden wir den Fall natürlich mit Nachdruck verfolgen. Unser Rechtschutz soll sich damit befassen.

Den anderen Kunden erzählt er zu unserem Fall zum Beispiel unsere Baustelle beendet zu haben "...um uns nicht aufzuhalten, da es Verzögerungen gab..."

Zur Arbeitsqualität kann ich nicht viel sagen, da ich kein Profi bin, aber auf folgendem Bild sieht man die Unterputzarmaturen des Badezimmers, die obwohl Montageschienen vorhanden waren auf Holzbrettern montiert wurden. Die linke Armatur ist 5mm aus der Waage und zwischen beiden Armaturen ist ein Unterschied von einem Zentimeter in der Montagehöhe. Die Wasserleitungen wurden zu kurz abgeschnitten und dann einfach mit 90 Grad Fittingen verlängert, was eine ungewöhnliche Leitungsführung bedingt. Auch bei der Dusche wurde der Wasserauslass auf ein Brett montiert obwohl beim Unterputzgestell eine passende Montageschiene dabei war. Wir haben das mittlerweile teilweise selbst behoben, da wir ansonsten bei den Trockenbauarbeiten behindert gewesen wären.

Unser oberes Bad mit den eigenwillig montierten UP-Armaturen

Mittlerweile versuchten wir uns zu einigen und gaben dem Installateur die Chance aus der Angelegenheit herauszukommen indem er uns einen Teil der zuviel kassierten Beträge zurück zahlen sollte. Er willigte vor Weihnachten auch noch ein da "ein anderer Installateur die Armaturen auf einer anderen Baustelle verbaut habe und wir sie darum nicht bekämen".
Nach einem Monat fragte er nach ob wir das Geld bereits auf dem Konto hätten weil er es vor zehn Tagen überwiesen hätte. "...so eine Überweisung kann schon länger dauern. Zehn Tage mindestens.".
Unnötig zu erwähnen, dass die Rückzahlung bis heute nicht da ist und der Herr Installateur telefonisch wieder nicht erreichbar ist.

Da ich oft gefragt werde, wie die Qualität seiner Arbeit ist: Der neue Installateur, der nach langem Bitten und Betteln die unfertige Baustelle übernahm, musste die komplette Verrohrung für den Ofen entfernen und neu machen, das Urinalgestell tauschen und die Leitungen neu verlegen. Zu den Anschlüssen des Wärmespeichers informierte er uns, dass der, vom vorherigen Installateur verwendete Materialmix (Messing, Grauguss und Edelstahl) unweigerlich zu Korrosion führt und daher ebenfalls getauscht werden muss. Rund zwei Drittel der kompletten Vorarbeiten mussten wir wieder raus reissen lassen und haben das teuer bezahlt.

Wahre Freunde (26.11.)

Ursprünglich waren unsere Trockenbauer für 28.11. eingeplant. Leider erkrankte einer von ihnen und daher verschob sich der Beginn der Arbeiten um eine Woche nach hinten. Es ist immer ein bisschen problematisch wenn in eingespielten Teams einzelne Personen ausfallen.
Durch diese Verschiebung kamen wir allerdings wieder einmal unter Druck, da für den 29. bereits der Bautrupp vom Baumeister Moser angesagt war. Dieser würde die Vorbereitungen für den Innenputz treffen, mit den Außenanlagen beginnen und je nach Witterung zum Teil auch gleich die Putzarbeiten durchführen. Also wären die Gipskartonplatten, die noch an den Außenwänden lehnten im Weg gewesen. Vor allem die Platten mussten also umgeschlichtet werden. Rund drei Tonnen Trockenbau-Material sollte bewegt werden.

Glücklicher Weise verbrachte Olivia, die Mutter eines Feundes von Stefan, den schulfreien Leopoldi gemeinsam mit Sabine. Nach eine Flasche Sekt vereinbarten die Damen einen lustigen Tag auf unserer Baustelle zu verbringen, mit Baustellenromantik und ein bissl Arbeit für Olivias Mann Stefan und mich.



Am Samstag um halb zehn Uhr trafen wir uns bei unserem Haus. Stefan - nicht unser Sohn sondern der "große" ist hier gemeint - stieg sehr beschwerlich aus dem Auto aus. Wenig später erfuhren wir, dass Stefan in der Früh einen Kreislaufzusammenbruch hatte. Trotzdem waren Olivia und er pünktlich bei uns um tatkräftig anzupacken. Das ist WAHRE FREUNDSCHAFT!


In nur drei Stunden hatten Sabine und Olivia die kompletten Holzabfälle des Dachstuhlbaues in unserem Dachboden verstaut. Dafür mussten sie das Holz hinten im Garten zusammen sammeln über die Behelfstreppe in den ersten Stock schaffen, und von da über eine Leiter in den Dachboden tragen. Dort schlichteten sie das Holz fein säuberlich auf damit es bis zu seiner Verwendung als Wärmespender im nächsten Winter austrocknen kann. Währen dessen trugen Stefan und ich die Gipskartonplatten durchs Haus und schlichteten sie an zuvor statisch gesicherte Positionen. Auch die Metallschienen für die Ständerwände mussten aus dem Garten ins Haus geschafft werden.

Nachdem das Material bewegt war stach uns noch ein Haufen mit Schalbrettern, der leider genau in der Fahrstraße des Baggers lag, ins Auge. Also schichteten wir auch noch dieses Holz an eine andere Stelle.

Zur Belohnung gingen wir dann, verdreckt und ungewaschen, in ein Teppanyaki-Lokal in Wiener Neudorf. Kota Radja heißt das Lokal und ist im Übrigen wirklich zu empfehlen. Sehr gutes Essen und faire Preise. Vor allem abends und am Wochenende ist das Buffet immer bestens mit sehr frischen Lebensmitteln, von der Jakobsmuschel bis zum Känguruhfleisch, gefüllt.

Die Einblasdämmung (25.11.)

Um die Dämmung in unseren Dachstuhl zu bringen , holte sich der Zimmerer Unterstützung bei einem Badner Einmann-Unternehmen. Gemeinsam mit den Arbeitern des Zimmerers und dem "Zellofanten" verschwanden 200 Pakete Zallulosen-Fasern in unserem Dachstuhl.

Die Fasern wurden dazu als gepresste Blöcke in den "Zellofanten" gehoben und dort etwas aufgelockert bevor sie mittels Gebläse über einen dicken Schlauch hinauf wanderten. Unter Druck wurden die Fasern im Dachstuhl dann wieder komprimiert und sollen für ein angenehmes Klima im Haus sorgen (sobald es einmal fertig ist).

Um die Fläche unter unserem Dachboden zu füllen, ließen die Zimmerer die Bodenfläche an einigen Stellen offen. Diese wurden dann vom "Einbläser" vernagelt, nachdem er sein Werk beendet hatte. Mit dem Zellufanten saugte er dann noch die Bodenfläche ab, und hinterließ uns einen richtig schönen Dachboden zum Vollräumen.

Die Dachstuhl-Schalung (29.10.)

Nach der stressigen Montage der Lüftungsrohre in der Dachkonstruktion kam ja bekanntlich kein Zimmerer. Unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen. Allerdings war es kein Problem, dass die Arbeit nicht sofort weiter ging. Die Truppe begann einfach zwei Tage später mit der Schalung und legte einfach einen Zahn zu.

Zuerst wurde der Dachstuhl außen herum geschlossen bevor sie im Innenraum die Dampfbremse auftackerten. Diese Folie hat zugleich die Funktion die eingeblasene Zellulose zu halten. An der Oberseite der Sparren wurden zusätzliche 12cm aufgedoppelt um die Dämmung auf die gewünschten 32cm Stärke zu bringen.


Bevor die Zellulose eingeblasen wurde mussten wir noch die Leerverohrung für die Stromverkabelung machen und auch gleich die Leitungen einziehen. Wenn die Dämmung drinnen ist, dann werden die Schläuche so stark zusammen gedrückt, dass ein einfaches Durchziehen der Leitungen kaum noch möglich wäre.

Damit die Dämmung leichter einzublasen ist, wird der Dachstuhl im Bereich des Dachboden offen gelassen und erst geschlossen, wenn die Dachschrägen gefüllt wurden. Das dachten wir zumindest! Denn als die Zimmerer die Folie fertig montiert hatten, fragten Sie uns ob wir den Dachraum begehbar haben wollten. Dann müssten wir nämlich einen Aufpreis für die Arbeit und das benötigte Material zahlen.

Na da staunten wir aber nicht schlecht. Vor allem weil wir eigentlich davon ausgingen, dass ein Dachraum mit einer Dachbodentreppe und einer "Einblasdämmung" die ja dem Namen nach nicht aufgeschüttet sondern eben eingeblasen wird, zumindest mit Schalbrettern geschlossen sein sollte. Also namen wir das freundliche Angebot an und ließen den Dachboden begehbar machen. Dadurch haben wir jetzt die geplanten etwa 50 Quadratmeter Dachbodenfläche als Stauraum zur Verfügung.

Freitag, 28. Oktober 2011

Die Lüftungsrohre (27.10.)

Gestern war ein turbulenter Tag.

Begonnen hat alles damit, dass wir letzte Woche von unserem Zimmerer die Zusage erhielten diese Woche unseren Dachstuhl innen geschalt zu bekommen. Das alleine war schon Grund genug für Freude. Besonders gefreut haben wir uns allerdings über die Information, dass der Dachstuhl für die Einblasdämmung um 12cm aufgedoppelt werden sollte. Dadurch würde es nun genug Raum für die Lüftungsrohre in der Zwischendecke geben.

Ich müsste nur noch rechtzeitig dafür sorgen, dass die Rohre und die Lüftungsöffnungen montiert werden bevor die Zimmerer kommen. Also plante ich die Verlegearbeiten am Feiertag zu erledigen. Dies ging sich leider nicht aus wodurch die Lüftung auch am Donnerstag in der Früh nicht montiert sein würde bevor die Arbeiten an der Decke anfingen. Daher entschloss ich mich am Donnerstag früher aufzustehen um früh Morgens die Lüftungsrohre zu verlegen. Als besondere Challenge kam dazu, dass ich um sieben Uhr mit dem Auto geschäftlich Richtung Tschechien aufbrechen musste.

Um 4:15 läutete der Wecker zwar noch nicht, ich war allerdings bereits munter und fasste nach einigen Minuten der Ruhelosigkeit den Entschluss mich aus dem Bett zu quälen und nach der schnellen Morgentoilette und einem Espresso zur Baustelle zu fahren. Auf dem Weg dorthin musste ich noch einen Zwischenstopp bei unserem Lager einlegen, da dort die Dichtringe, das Aluband und das Stahlband für die Befestigung der Rohre und Lüftungsöffnungen lagerten. Um Punkt fünf Uhr betrat ich unserer Haus und schaffte es in nur 10 Minuten alle Werkzeuge und mich selbst startbereit zu haben.
Also legte ich los mit dem Abrollen der ersten 50 Meter Lüftungsschlauch. Jeder der schon einmal mit einem gewickelten Schlauch (Gartenschlauch, Elektroschlauch, ..) zu tun hatte kann sich in etwa vorstellen wie sehr sich ein Schlauch mit 75mm Durchmesser gegen die Zwangsbegradigung wehren kann. Nach längerem Kampf hatte ich das erste Schlauchstück über den Sparren verlegt und durch den
Schacht in das Erdgeschoss gezogen, wo es schlussendlich mit dem Lüftungsverteiler verbunden werden soll.

Da ich noch ein wenig unsicher wegen der Montage der Lüftungsöffnungen war entschloss ich mich zuvor auch noch die zwei Rohre für das Schlafzimmer zu verlegen. Dort montierte ich auch gleich die Lüftungsöffnung, steckte die Lüftungsschläuche mit Dichtungen ausgestattet in die dafür vorgesehenen Muffen und verklebte die Anschlussstellen mit Aluband. Die fertige Einheit schraubte ich mich Stahlbändern an den Sparren fest damit sie sich nicht mehr vom Fleck bewegen konnten. Danach wendete ich mich weder dem Badezimmer zu, wo ebenfalls zwei der Schläuche angeschlossen werden mussten. Als das geschehen war, war ich zum einen fast ein bisschen stolz und zum anderen wahnsinnig im Stress, weil ich für zwei Lüftungsöffnungen mit vier Schläuchen fast eineinhalb Stunden benötigte.

In einer Halben Stunde würde mein Kollege mit dem Auto vor der Tür stehen und drauf drängen loszufahren. Also hatte ich nun nur noch 30 Minuten um drei weitere Lüftungsöffnungen und rund 40 Meter Lüftungsschlauch zu verlegen. Kurz vor sieben Uhr war nur noch eine Lüftung für ein Kinderzimmer übrig und ich war wirklich auf der Zielgerade. Der Zimmer und mein Arbeitskollege könnten kommen.

Nach zwei Stunden im Vollstress hatte ich bei rund 7 Grad Innentemperatur in unserem Haus das T-Shirt komplett nassgeschwitzt und ging hinaus zum Pool um mich mit nicht minder kalten Wasser zu waschen. Im Werkzeugcontainer fand ich auch noch ein sauberes und vor allem trockenes Shirt für die Dienstreise. Obwohl ich mich extra beeilte mit der Montage, ärgerte ich mich nicht, dass mein Kollege erst mit 30 minütiger Verspätung bei mir ankam. So hatte ich wenigsten Zeit noch ein bisschen zusammen zu räumen.

Im Auto auf dem Weg nach Tschechien versuchte ich nun den Zimmerer zu erreichen, was mir nach etwa einer Stunde dann auch gelang. Er würde erst am Freitag und Samstag kommen und mit den Arbeiten beginnen. Na toll! Wofür der ganze Stress? - Egal so war es wenigstens erledigt. Der Tag ging im Übrigen ein wenig turbulent weiter. Mein Kollege vergaß beim Kauf der tschechischen Autobahnvignette seine Firmenkreditkarte an der Tankstelle, was er allerdings erst einige Stunden später bemerkte (er hat sie an der Tankstelle wieder bekommen nachdem er sie bereits sperren ließ), und ich hatte ein Begegnung mit der tschechischen Polizei da ich meinen Reisepass zuhause liegen ließ. Ein Grenzübertritt ohne Personalausweis oder Reisepass ist ein Vergehen nach §156 Abs. 11 und wird mit 500-3.000 Kĉ geahndet. Gnädiger Weise begnügte sich der Polizist mit 500 Kĉ was in etwa 26 Euro entspricht. Leider hatte ich nicht genügend Geld mit und musste zur Bezahlung der Strafe wieder zurück nach Tschechien fahren um dort beim Billa-Bankomaten das Geld zu beheben. Ein krönender Abschluss eines turbulenten Tages der nach 17 Stunden endlich endete :-)

Montag, 10. Oktober 2011

Das Dach (3.10.)

Eigentlich bin ich schon ein bisschen spät dran mit diesem Eintrag, denn das Dach wurde bereits am 24. September fertiggestellt. Da in den letzten Wochen aber sonst auch einiges zu erledigen war kam ich einfach nicht dazu einen Eintrag zu machen.
An dieser Stelle muss ich die Arbeiter der Firma Zimmermann in Mattersburg einmal lobend erwähnen. Diese Burschen haben in einem Wahnsinnstempo gearbeitet und ein Top-Ergebnis abgeliefert. Am 23. September in der Früh rief mich Sabine an, dass gerade die Dachziegel geliefert würden, und ich ging daher davon aus in den nächsten Tagen die Dachdecker erwarten zu dürfen.
Von nächsten Tagen war allerdings keine Rede, denn als Sabine fragte wie lange die Partie brauchen würde meinte der Chef: "Bis heut am Abend wird's sich ned ausgeh'n, oba morg'n werd' ma scho fertig werden." Und das stimmte dann auch, denn die Dachdecker hatten am Donnerstag bereits die komplette Nordseite fertig und mit der Südseite begonnen. Sie mussten hier und da sogar noch auf die Fertigstellung einzelner Blechteile durch die Dachspengler warten. Die schafften es allerdings dann auch bis Freitag am Vormittag mit der Solarverkleidung fertig zu werden, wodurch die Dachdecker nicht mehr behindert wurden. So waren am Freitag um zwei Uhr am Nachmittag die Deckarbeiten komplett abgeschlossen und die Baustelle auch schon geräumt. Die Spengler fertigten noch die Bleche für die bodennahen Fenster und Türen an um die aufsteigende Feuchtigkeit fern zu halten, und konnten ihre Arbeiten dann bis um drei Uhr ebenfalls beenden. Bei beiden Truppen hat einfach alles perfekt geklappt und wir warten nun auf den Zimmerer der am Dachstuhl weiter arbeiten muss, damit wir dann schön langsam mal den Trockenbau in Angriff nehmen können.