Dienstag, 21. August 2012

Die Eingangsbeleuchtung (19.8.2012)

Da die Fassade nun fertiggestellt ist konnte ich mich um die Montage der Eingangsbeleuchtung und des eKey Fingerprint-Sensors kümmern.

Die Leuchten sind sehr leichte, vorwiegend aus Kunststoff gefertigte Modelle mit einem dünnen mattschwarzen Blech an der Oberfläche. An den Seiten verteilt sich das Licht durch die Kunststoffwand und an der Vorderseite ist ein schmaler Schlitz als optischer Lichtauslass eingestanzt.

Für die Montage brauchte ich diesmal nicht besonders lange, da die leichten Leuchten jeweils mit zwei Fassadendübeln und entsprechenden Schrauben befestigt wurden und lediglich die Drähte in die Fassung eingeschoben werden mussten. Die meiste Zeit nahm dabei das Ausrichten mit der Wasserwaage in Anspruch.

Der eKey Finger-Sensor ist bei uns ebenfalls in die Fassade eingebaut. Das machten wir, weil unsere Kinder zu dem sonst üblichen Montageplatz im oberen Drittel der Haustüre nicht hinkommen würden und somit die Türe auch nicht öffnen könnten. Der eKey-Sensor wird dabei in einem Wandeinbauset aus Edelstahl untergebracht und sollte etwa auf 130cm Höhe montiert werden. Durch die schräge, nach oben gerichtete Lage des Sensors ist es einfach korrekte Scan-Ergebnisse zu erhalten da die Haltung der Hand natürlich ist als senkrecht am Türblatt entlang.

Der Reader selbst besitzt keine Intelligenz, er sendet lediglich ein "Bild" des Fingers an die Zentrale im Haus in der dieses dann mit den gespeicherten Fingern verglichen wird. Ist der gescannte Finger dabei, dann wird (je nach Einstellung) zum Beispiel ein Signal an die Türelektronik gesandt die darauf hin das Motorschloss in Gang setzt und die Türe öffnet. Durch diese verteilte Struktur ist das System manipulationssicher, da man von  außen keine Möglichkeit hat einen Öffnungsimpuls zu platzieren. Nur der richtige Finger öffnet die Türe.

Die Anschaffung eines eKey-Öffners war bei uns allerdings keine Frage der Sicherheit sondern ein reines Komfortfeature. Wir wollten die Möglichkeit haben jederzeit auch ohne Schlüssel in unser Haus zu kommen - wenngleich wir den Schlüssel immer dabei haben da es im Falle eines Stromausfalles ja ziemlich schwierig wird ein Motorschloss anzutreiben.

Die Fassade (18.08.2012)

Nachdem die Fassader für 9.Juli angekündigt waren aber dann erst eine Woche später das Gerüst aufstellten und danach auch noch die Fassadenarbeiten um zwei Wochen verschoben, begannen sie mit den Arbeiten fast einen Monat später als geplant.


Zudem waren die zunächst für vier Tage veranschlagten Arbeiten wohl nicht ganz so schnell durchzuführen. Vor allem weil die Fassader neben unserer Baustelle auch noch andere zu betreuen hatten und somit eher selten bei uns vorbei kamen. Das ging soweit, dass wir schon etwas ungehalten waren, als die nächste Verschiebung drohte. Glücklicherweise besannen sich die Arbeiter eines Besseren, was womöglich daran lag, dass meine Mutter zum Einen eine Wette mit dem Vorarbeiter einging und zum anderen für einen zeitgerechten Abschluss ein Trinkgeld in Aussicht stellte. So stellten sie die Fassade am Samstag fertig und bauten das Gerüst ab.

Bis es allerdings soweit war lagen gab es ein kleines Problem für uns zu bewältigen. Als die Fassader nämlich die EPS-F Plus Platten an der Ostfassade anbrachten stellten sie fest, dass der Dachvorsprung am Giebel um mehr als 4,5cm nach hinten sprang und es daher nicht möglich gewesen wäre die Fassade korrekt anzubringen. Der Grund dafür lag im schief angebrachten Sparren der Dachkonstruktion. Dieser hatte nach drei Wochen Regenwetter nämlich nicht mehr die gerade Form wie bei der Montage. Da sich die Zimmerer aber an dem Sparren orientierten schnitten sie die Lattung zu kurz ab und die Spengler montierten die Ortgangbleche in weiterer Folge zu weit hinten.

Die Fassader erklärten mir, dass sie an betracht dieser Situation die Arbeiten nicht fortführen würden weil es unmöglich sei die Dämmung korrekt anzubringen. Wir erhielten zwei Tage zeit um mit dem Spengler eine Lösung für das Problem zu finden. Der Seniorchef, Herr Zimmermann, kam persönlich zu uns um sich ein Bild zu machen und organisierte wirklich bereits für den nächsten Tag eine Partie die an der betroffenen Seite das Dach abdeckte, die Bleche entfernte, eine neue Lattung anbrachte, die neuen Ortgangbleche montierte und das Dach wieder eindeckte. Alles in Allem ein halber Tag Arbeit für die zwei Dachspengler.

Durch die schnelle Behebung des Fehlers konnten die Fassader ihre Arbeit fortsetzen und bereits am darauf folgenden Samstag beginnen die Fassade unter Kleber zu setzen. Damit wollten sie auch innerhalb eines Tages fertig sein, wurden aber durch ihren Chef davon abgehalten. Dieser rief nämlich am Samstag zu Mittag an und berief die Arbeiter von unserer Baustelle um ihm zu helfen sein Motorrad zur Werkstätte zu transportieren. Nach einem Unfall war es angeblich nicht mehr fahrtüchtig und außer der Partie von unserer Baustelle wäre keiner erreichbar gewesen. So wurden also die Arbeiten unterbrochen und erst am Montag fortgesetzt.

Da der Fassadenkleber mindestens zwei Tage trocknen musste und am Mittwoch dem 15.8. ein Feiertag war kamen sie erst am Donnerstag wieder um die Grundierung aufzubringen. Am Freitag wurde die dunkle Fassadenfarbe gemacht um am Samstag mit der hellen Farbe abgeschlossen.

Als das Gerüst noch stand baute ich seitlich an der Gaupe die Steckdosen für die Weihnachtsbeleuchtung ein und kümmerte mich dann noch um die Aussensteckdosen für den Garten.
Die Steckdosen für die Weihnachtsbeleuchtung sind übrigens eine ganz tolle Sache wenn man sein Haus im Winter gerne ein wenig Beleuchtung gönnt. So können die Lichterketten nämlich direkt unter dem Dach angeschlossen werden und es hängen keine Kabel an der Fassade herunter. Auch die lästigen Verlängerungskabel im Garten ersparen wir uns damit. Die Mehrkosten für Kabel, Unterputzdosen und spritzwassergeschützte Steckdosen waren mit rund 35 Euro in einem durchaus erträglichen Rahmen.

Südost
Nordseite
Nachdem die Arbeiter meinten, dass die Fallrohre der Regenrinne nicht passen würden montierten sie diese nicht. Ich sollte den Spengler anrufen, dass er sich darum kümmern müsste. Das wollte ich allerdings nicht ganz glauben und versuchte es selbst mit der Montage. Und wundersamer Weise passten die Fallrohre. Allerdings sind die Sinkkästen etwas zu weit von der Fassade entfernt, was daran liegt, dass wir eine sehr geringen Dachvorsprung haben und die Dämmung der Fundamentplatte weit hervorragt. Da unten könnten wir noch ein kleines Knie anbringen damit die Rohre nicht von der Fassade abstehen.

Am Montag wurde die Baustelle geräumt und es ist wieder ein großer Schritt passiert.

Donnerstag, 2. August 2012

Die Kinderzimmer (2.8.2012)

Möglicherweise übertrieben wir es bei den Kinderzimmern ein wenig. Das mag daran liegen, dass wir wohl immer davon träumten große, coole und trotzdem funktionelle Kinderzimmer zu haben. Unseren Kinder ist es sicher nicht ganz so wichtig und sie werden auch ganz sicher niemals zu schätzen wissen was sie da eigentlich haben :-)

Beide Kinderzimmer sind ja in Größe und Grundausstattung identisch. Lediglich der Grundriss ist gespiegelt. So bekam beide eine individuelle Schrankwand aus verschiedenen IKEA-Programmen, ein Bett und ein paar Accessoires.

Sabine wählte mit unseren Kindern gemeinsam die Wandtattoos für die Zimmer und auch bei der Farbwahl durften sie bedingt mitbestimmen. Bei unserer Tochter war es eindeutig und problemlos...rosa, rosa, rosa...und ein wenig lila sollte es sein. Unserem Sohn mussten wir leider etwas ins Gewissen reden da er als Wandfarbe rot, gelb und grün mit einem Zackenmuster sowie ein bisschen orange und rosa haben wollte. Dieser Farbmix wäre unerträglich gewesen (wie wir unserem Sohn mit einer Fotomontage beweisen konnten). Letztendlich konnten wir uns auf orange und gelb einigen, da diese Farben am besten zu dem bedruckten Papyrus aus Ägypten passten.

Unsere Kids durften beim Ausmalen auch selbst Hand anlegen, die Betten selbst auswählen und Wünsche zu den Bodenteppichen äußern.

Lila Feen auf dem Schrank
Flauschteppich und Schlafecke
So kam es, dass im Zimmer unserer Tochter ein rosa Flauschteppich den Boden ziert, an den Türen der Kästen lila Feen über unsere Kleine wachen, ein Bett mit lila Samt und Strasssteinchen am Kopfteil für süße Träume sorgt und ein lila Fadenvorhang das Bett ein wenig zum Wohnraum abgrenzt. Der Paravent von IKEA rundet das Bild dann noch zusätzlich ab. Die Lampe, die sich unsere Tochter beim Bauhaus aussuchte macht ein schönes, wenn auch ein wenig schwaches Licht und an der fünf Meter langen Wand hängt ein Gelinis Bild bei dem vorerst noch ein Rahmen fehlt.

Das Bett ist 140cm breit, also ausreichend für die nächsten paar Jahre. Da kann auch mal eine Freundin übernachten ohne dass es gleich beengt wird.


Riesenskorpion am Kasten
Unser Sohn war bei der Auswahl der  Farben und Accessoires nicht ganz so konsequent. Er wollte passend zum Papyrusbild einen gelben Fadenvorhang vor seinem schwarzen Kunstlederbett, ein Wandtattoo in Form einer Karawane über dem Bett und einen überdimensionalen Skorpion an der Schrankwand. Das Kuhfell auf dem Fußboden erweckt ein wenig den Eindruck eines echten "Männerzimmers". Wie bei seiner Schwester ist natürlich auch das Bett unseres Sohnes 140cm breit.
Papyrusbild

Das Bild klebten wir mit Sprühkleber auf eine 4mm starke Faserplatte auf deren Rückseite wir zuvor mit Montagekleber zwei Holzblöcke mit einer 45 Grad Schnittkante aufklebten. Die Gegenstücke die ebenfalls mit einer 45 Grad Kante ausgestattet sind schraubten wir an die Wand. Darauf wurde das Bild gehängt. So ist der Papyrus rahmenlos und ohne sichtbare Befestigungselemente an der Wand montiert.

Sideboard
Hinter dem Bett baute ich noch ein dazu passendes Sideboard für Bücher und eine Lampe in dem ich sowohl die Steckdosen und die USB-Steckdose als auch den Schalter integrierte.

Beide Kinder haben einen günstigen LCD-Fernseher in ihr Zimmer bekommen, dass es nicht zu Streitereien kommt. Schließlich gibt es wenig Fernsehzeit und für diese können sie sich kaum auf ein Programm einigen. Die Steckdosen der Fernseher können wie alle anderen in den Schlafräumen komplett spannungsfrei geschaltet werden.

Mittwoch, 1. August 2012

IKEA individuell (1.8.2012)

Immer wieder höre ich Meinungen die das IKEA-Möbelprogramm in die Massenwarenecke schieben. Von Einheitsbrei und Allerweltsdesign ist da die Rede. Aber warum? Weil es die Möbelprogramme im Gegensatz zu anderen Möbelhäusern über mehrere Jahre hinweg gibt? Weil nicht jedes Jahr zwanghaft 'Trends' gesetzt werden die eine Umstellung des kompletten Programmes zur Folge haben?

Man kann zu den Möbeln von großen Schweden stehen wie man will, aber eines ist klar. Selbst Tischler greifen auf IKEA zurück weil sie einen Korpus für eine Küche niemals in dieser Qualität zu diesem Preis herstellen können. Mal ganz davon abgesehen, dass sich viele Tischler sogar privat mit Einrichtungsgegenständen des Möbelriesen ausstatten (und das weiß ich aus erster Hand :-).
Außerdem finde ich es sehr erfrischend nach zwei Jahren mal ein Möbelstück ergänzen zu können, denn wir haben in unserem alten Schlafzimmer verschiedene Kästen stehen nachdem ein anderer Möbelriese uns diese als "aus der selben Serie" verkaufte, aber weder Holz noch Ausführung auch nur auf eine entfernte Verwandtschaft der Kästen schließen ließen.

So dachten wir, dass es auch für uns das Beste sein wird auf Faktum, Perfekt, Besta und Co. zu setzen. Allerdings nicht ohne eine individuelle Note hinein zu bringen. Auch wenn es die Kritiker nicht glauben mögen, ist es mit geringen Mitteln und ein wenig Mehraufwand durchaus möglich Induviduallösungen zu schaffen.

Es begann mit den Kinderzimmern (Bilder dazu gibt's im nächsten Beitrag):

Diese sollten beide gleich ausgestattet sein und viel Stauraum bieten ohne erdrückend zu wirken. Es sollte in den unteren Schränken Platz genug für große Playmobil Spielwelten sein, dafür müsste die Tiefe der oberen Schränke geringer sein um nicht in mehreren  Reihen schlichten zu müssen.

Wir entschieden uns daher für eine "Schrankwand" bestehend aus:

  • Faktum Unterschrank mit 80cm Breite und 60cm Tiefe der mit Drehtüren ausgestattet. Ideal für das Playmobil Krankenhaus, die Pyramide oder den Flughafen.
  • Faktum Unterschrank mit 40cm Breite und 60cm Tiefe in den wir fünf Rationell Laden einbauten. Stifte und Kleinzeug werden in den Laden gut aufgehoben sein
  • Faktum Unterschrank mit 60cm x 60cm und ebenfalls einer Drehtüre für weiteres größeres Spielzeug.
  • Bei den Fronten entschieden wir uns für mattweiße Perfekt Applad die sehr gut mit den weißen Fronten des Besta-Programmes zusammen passen.
Damit es im Kinderzimmer nun nicht zu küchenlastig wird, bauten wir auf dem Faktum Grundstock mit dem Besta-Programm auf. Dazwischen kam eine auf Maß geschnittene weiße Küchenarbeitsplatte vom Bauhaus. Der "Wohnteil" Schrankwand setzt sich nun aus folgenden Artikeln zusammen:
  • Besta Regal 120cm breit und 128cm hoch das auf den beiden Faktum Schränken mit 80cm und 40cm Breite aufgestellt wurde.
  • Besta Regal mit 120cm Breite und 38cm Höhe für den oberen Abschluss auf dem 128er.
  • Besta Regal mit 60cm Breite und 128cm Höhe das auf dem 60er Unterschrank Platz fand.
  • Besta Regal 60x38cm wieder für ganz Oben.
  • Zwei Besta Regale die zwischen den Kombinationen Platz finden und damit für den Fernseher Platz lassen.
  • Als Fronten wählten wir die mattweißen Besta-Fronten.
Sämtliche Drehtüren und Laden lassen sich auf Druck durch die Besta-Drucktüröffner öffnen und schließen. So gibt es keine Türgriffe und Knäufe und es entstand ein sehr homogener Gesamteindruck. Die Besta Drucktüröffner wurden mittlerweile übrigens durch Utrusta ersetzt. Die neuen sind formschöner, wirken stabiler und sind erheblich günstiger.

In Summe kommen sämtliche Artikel für die Schrankwand auf maximal 780 Euro wenn sie bei einem österreichischen IKEA gekauft werden. Die Arbeitsplatte vom Bauhaus und ein paar zusätzliche Schrauben schlagen sich dann nochmal mit knapp 40 Euro zu Buche.

Um die drei Meter Breite und rund zweieinhalb Meter hohe Schrankfläche aufzulockern bestellten wir bei ein paar Wandtattoos. Unsere Tochter wünschte sich Feen und unser Sohn einen großen Skorpion. Die Tattoos klebten wir auf die Fronten und schafften damit absolut individuelle Kinderzimmer. Zusätzlich fanden wir beim XXXLutz einen Teppich für unsere Kleine und das Kuhfell das sich unser Sohn wünschte. Die Betten fanden wir ebenfalls beim Lutz und beim Ludwig. Fadenvorhänge grenzen den Schlafbereich vom Rest des Kinderzimmers etwas ab.

Letztendlich kam die Einrichtung der Kinderzimmer auf jeweils knapp unter eintausend Euro inklusive aller Accessoires und der Bilder sowie der Wandtattoos.

Gut Kästenschlichten ist jetzt noch nicht die große Leistung , das gebe ich schon zu. Daher war unser nächstes Projekt das Badezimmer.

Das Badezimmer im Obergeschoß folgte:

Hier entschieden wir uns für einen durchgehenden Unterschrank auf dem zwei Waschtische aufgesetzt werden sollten. Gegenüber sollte an der Wand eine Schranklösung Stauraum für allerlei Badezimmerutensilien bieten. Da wir auch nach langem Suchen absolut kein Badezimmer nach unserem Geschmack und vor allem in unserer Preiskategorie fanden, entschieden wir uns für den Einsatz von Küchenmöbeln. Diese sind für den Kücheneinsatz ausgelegt und müssen daher zumindest in geringem Maße Feuchtigkeitsbeständig sein. Sonst würde sich ein Oberschrank neben einem Kochfeld innerhalb weniger Suppen- und Nudelkochsessions in seine Bestandteile auflösen.

Was wir dazu benötigten:

Für die Waschtische

  • 3x Faktum Unterschrank 40cm breit und 40cm tief
  • 2x Perfekt Regal 20cm breit und 70cm hoch
  • 2x Sofielund Fronten für dei Laden
  • 1x Sofielund Fronten für fünf Laden
  • 2x Perfekt Sofielund Deckseite für Unterschränke
  • 1x Prägel Laminat-Arbeitsplatte 124cm breit
  • 7x Snejd Griff (für Waschtisch und Schränke)
  • 12x Einschraubfüße und Einschlaghülsen vom Bauhaus
  • 2x Aufsatzwaschtisch
  • 2x flach bauender Siphon
Für die Schränke an der Wand
  • 3x Faktum Hochschrank  40x40cm mit einer Höhe von 195cm 
  • 3x Sofielund Fronten für Drehtürschrank 195x40cm
  • 2x Perfekt Sofielund Deckseite
  • 8x Rationell 40x40cm Lade
  • 8x Rationell Blende für eingebaute Laden
  • 1x Integral Scharnier 125 Grad mit drei Stück
  • 6x Integral Scharnier 153 Grad
  • 1x Integral Türdämpfer für Scharnier
  • 1x Holzleiste (20cm kürzer als die Gesamtbreite der Schränke mit Deckseiten)
  • Schrauben und Dübel zur Wandbefestigung

Rückseite des WT
Faktum Regal hinter Ladenschränken
Ursprünglich wollten wir sämtliche Schränke an die Wände hängen und einen möglichst großen Abstand zum Boden halten. Es sollte genug Platz darunter sein um aufwischen zu können. Leider bedachten wir bei diesem Wunsch die Bauhöhe der Aufsatzwaschtische nicht, denn diese sind über zwanzig Zentimeter hoch. Dadurch musste der Unterschrank natürlich entsprechend tiefer hinunter. So landete er auf dem Boden. Um in einem Feuchtraum nun kein Risiko mit unter dem Kasten stehendem Wasser einzugehen bohrten wir mit einem 14mm Bohrer in die Böden der Unterschränke Löcher für Einschlaghülsen in die danach die kurzen Möbelbeine (M10 Gewinde) eingedreht wurden. Durch diese schraubbaren Füße konnten wir den Schrank dann auch schön in die Waage bringen.

Löcher für den Abfluss
Platzieren des WT
Wir entschieden uns für eine Aufteilung von 3-5-3 bei den Laden und mussten feststellen, dass die Waschtische ziemlich weit über den Kastenrand an der Vorderseite ragten, wenn wir die Schranktiefe von 40cm beibehalten würden. Daher bauten wir an die Rückseite der Dreierkombi jeweils ein Perfekt Regal auf jeder Seite. Durch diesen Anbau konnten wir die Siphon der Waschtische aus den Ladenschränken hinaus bekommen da diese nun dahinter in den Regalen ihre größte Ausladung finden. Dort werden wir die Siphone hinter einer kleinen Blende verstecken und den Teil darunter mit Einlagefächern nutzbar machen.
Löcher für Abfluss und Befestigung
Bei den äußeren Faktum-Schränken mussten wir wegen des Ablaufes jeweils die oberste Lade weglassen und schraubten die Frontblende der Lade einfach mit Stahlwinkeln von hinten an den Korpus. Die zwei Laden darunter bleiben uneingeschränkt nutzbar. Die fünf Laden des mittleren Schranks sind ohnehin nicht betroffen durch die Waschtische.

Nachdem alle Korpen (ist scheinbar der korrekte Plural von Korpus) miteinander verschraubt waren legten wir die Arbeitsplatte auf und zeichneten uns die Position der Waschtische an. Da diese nicht nur aufgeklebt sondern auch mit dem darunter liegenden Korpus verschraubt werden müssten, war es notwendig die Platte auszuschneiden und darunter in den Korpus mit der Lochsäge ein Loch für den Abfluss zu sägen. Als die Arbeitsplatte mit den Korpen verschraubt war brachten wir am Boden der Waschtische Montagekleber auf und verschraubten diese von unten mit dem Schrank. Schlussendlich musste nur noch der Siphon mit dem Waschtisch und dem Abfluss verbunden, die Deckseiten auf das richtige Maß geschnitten und die Griffe montiert werden.
WT verschraubt und verklebt
verschraubter Waschtisch

Der nächste Schritt war die Montage der 195er in einer hängenden Position. Dazu montierte ich eine Holzleiste (5x5cm) an der Trockenbauwand auf der später die Hochschränke stehen werden. Die Leiste muss absolut in der Waage und mittig unter dem fertigen Kasten positioniert sein. Wenn man das geschafft hat, dann ist die weitere Montage ein Kinderspiel. Denn als nächstes zeichnete ich an der Wand an wo sich der mittlere der drei Schränke befinden sollte. Ich stellte daraufhin den Schrank auf die Holzleiste, kippte ihn zur Wand und zeichnet  mit einem Bleistift die Löcher für die Wandbefestigung an (IKEA hat bei seinen Möbelstücken meist in den oberen Ecken entsprechende Halterungen vorgesehen) an. Danach nahm ich den Schrank wieder runter und bohrte die Löcher für die Wandbefestigung. Dort fixierte ich spezielle Hilti Trockenbaudübel die auf einer doppelt beplankten Wand bis zu 75kg vertragen sollten. Als das erledigt war stellte ich den Schrank wieder auf die Leiste und fixierte ihn an den Halteschrauben. Die Schränke links und rechts davon waren darauf hin eine leichte Übung. Schlussendlich verschraubte ich alle drei Faktum Korpen untereinander und mit mit der Bodenleiste und zog die Halteschrauben fest. Um die Haltbarkeit der Wandmontage zu testen hängte ich mich mit meinem vollen Gewicht an den Schrank. Er blieb oben und da obwohl fast 100kg zusätzliche Belastung darauf hingen.

In zwei der drei Schränke baute ich acht Rationell Ladenelemente ein und musste die Drehtüren daher mit den weiter öffnenden 153 Grad Scharnieren befestigen. An den Außenseite brachte ich noch jeweils eine Sofielund Deckseite an und montierte abschließend die Griffe an den Fronten.

In Österreich würde man für die Komplettlösung knapp 1.500 Euro hinlegen müssen. Uns kosteten die Badezimmermöbel komplett 1.008 Euro ohne die Aufsatzwaschtische. Bei einem Anbieter von "Massen-Maßmöbeln" ließen wir uns eine ähnliche Kombination zusammenstellen. Diese bestand aus zwei 60er Waschtischen mit jeweils zwei Laden und drei Hängeschränken 35x30 und 160cm hoch ohne Laden oder sonstige Features und hätte nach allen Rabatten und Aktionen 1.900 Euro gekostet. Bei gleicher Ausstattung wie jetzt wären wir also leicht auf rund 2.500-3.000 gekommen.

Das Bad im Erdgeschoß war dann eine leichte Übung:

Nach den wirklich aufwendigen Arbeiten im oberen Bad, stellte uns das untere eigentlich vor keine Herausforderungen. Hier sollte nur ein kleines Möbelstück stehen in dem wir die wichtigsten Utensilien für ein Gästebad unterbringen könnten. Ein zweiter Schrank über der Toilette sollte für Reinigungsmittel und Toilettenpapier zur Verfügung stehen.

Der Unterschrank besteht aus:

  • 1x Faktum Unterschrank 40x40
  • 3x Rationell Laden 40x40
  • 1x Nexus schwarzbraun Fronten für drei Laden
  • 2x Nexus Deckseite für Unterschränke
  • 1x Perfekt Regal 20cm breit und 70cm hoch in schwarzbraun
  • 3x Bastig Griffe (die mussten es schon wegen des Namens sein ;-)
  • 1x Arbeitsplatte vom Bauhaus
  • 4x Einschlaghülsen für die Füsse
  • 4x Einschraubfüße


Der Schrank über der Toilette:
  • 1x Faktum Wandschrank 50cm Breite und 92cm Höhe
  • 2x Nexus Front 30x92cm
Der Unterschrank war schnell gebaut, denn wir mussten lediglich einen Korpus für den Ladenschrank zusammenbauen, das Regal zusammen bauen, die Füße montieren, und alles mit der Arbeitsplatte verschrauben. Mit der Lochsäge machte ich ein Loch für den Ablauf und dann konnten wir den Waschtisch bereits mit Montagekleber fixieren.

Der Schrank über der Toilette machte da schon mehr Probleme denn die Tiefe der Ausnehmung ist nur 15cm, die des Schrankes hingegen 37cm. Zudem machten die Gipser das Loch etwas zu schmal dafür viel zu hoch. Daher musste der Korpus zuerst verschmälert und in der Tiefe gekürzt werden . Danach musste eine der Türenfronten in der Breite gekürzt und letztendlich das verbliebene Loch über dem Schrank mit einer Blende versehen werden. Da die Schnittkanten nicht besonders hübsch wären, mussten diese mit Bügelkanten vom Bauhaus geschlossen werden.


Ein weiteres Individualstück steht im Schlafzimmer:

Da die Sofielund-Küchenfronten mit den Nyvoll-Schlafzimmersystem sehr gut zusammenpassen entschlossen wir uns zu einer Kombination aus Schlafzimmer- und Küchenmöbel. Aus irgend einem Grund blieben uns nach dem Aufstellen der Küche nämlich zwei 80cm breite und 60cm tiefe Unterschränke und ein 40x40er Oberschrank mit 70cm Höhe übrig. Diese sollten in unserem Schlafzimmer zu einem Sideboard werden.

Wir benötigten dafür:

massiv und individuell
  • 1x Faktum Unterschrank 80cm breit und 60cm tief
  • 1x Faktum Hängeschrank 40x40cm mit einer Höhe von 70cm
  • 1x Sofielund Fronten für 3 Laden mit 40cm Breite
  • 1x Sofielund Fronten für 3 Laden mit 80cm Breite
  • 3x Rationell Lade 80cm breit
  • 3x Rationell Lade 40cm breit
  • 3x Utrusta Drucktüröffner
  • 1x Capita 10cm Beine
  • 1x Arbeitsplatte 240cm Buche keilgezinkt vom Bauhaus
die rechte Blende ist nur Fake :-)
Da hinter dem Sideboard die Anschlüsse für einen Fernseher sind beschloss ich den weniger tiefen Korpus so zu montieren, dass dahinter genügend Platz bliebe um zu den Steckdosen zu gelangen. Um später das Sideboard nicht verschieben zu müssen machte ich hinter der untersten Lade einen Ausschnitt durch den man  zu den Steckdosen gelangen könnte. Die Korpen verschraubte ich miteinander und montierte im hinteren Bereich des Schrankes die Capita Beine. Da diese etwas zurückversetzt sind fallen sie von vorne nicht auf und geben dem Schrank dennoch halt. Danach schnitt ich die Arbeitsplatte auf die Schrankbreite plus 2x die Plattendicke da ich plante auf beiden Seiten die Arbeitsplatte bis zum Boden zu ziehen. Auf der linken Seite im Sichtbereich fixierte ich ein volles Plattenstück und auf der rechten Seite stellte ich aus drei Reststücken eine Blende zusammen die den Eindruck vermitteln soll, dass es sich um eine massive Konstruktion handelt. Dahinter ist allerdings Luft um etwaige Kabel von einem Fernseher zu den Anschlüssen hinter den Schrank legen zu können.

Mit der Montage der Fronten und der Drucktüröffner war diese Projekt dann auch fast abgeschlossen. Jetzt wird die Arbeitsplatte noch weiß lasiert wodurch das Möbelstück eine ganz eigene Note erhält. Preislich liegt das komplette Schlafzimmer bei rund 760 Euro inklusive Bett, Lattenrosten, Nachttischen, Sideboard und Nachttischlampen.

Im Wohnzimmer und der Küche beschränkten wir uns auf das fröhliche Anordnen der Elemente mit nur kleinen Anpassungen. So montierte Sabines Onkel die Küche mit der Professionalität eines Tischlers wodurch sie sich zum einen sehr gut in den vorhandenen Raum einfügt und zum anderen jetzt nicht ganz nach Ausstellungsstück eines Möbelhauses aussieht. Hier fehlt nur noch der Kühlschrank dessen Position im Moment noch frei ist und ein paar Blenden um das Bild abzurunden. 
Vor allem beim Durchgang in die Speis wird noch eine Verblendung aus Hochglanzelementen gemacht.

Das Sideboard ist zur Küche passend gestaltet und auch im Vorraum wird es noch ein Hochglanzelement geben das den Kamin verschwinden lässt. Auch hier werden wir Perfekt Abstrakt Deckseiten verarbeiten. Sobald das erledigt ist stellen wir ein paar Fotos dazu ein.


Mittwoch, 18. Juli 2012

Die Solaranlage (18.7.2012)

Unglaublich aber wahr. Knapp zehn Monate nach der Dachmontage ging unsere Solaranlage endlich in Betrieb. Letztlich verhinderte ein defektes Ventil der Solargruppe die Inbetriebnahme, doch gestern kam unser Installateur vorbei und montierte neben dem Urinal und der Toilette des Obergeschoßes auch gleich die Solargruppe.

Nach einer Druckprüfung befüllte er das System und verschwand noch bevor Sabine oder ich auf der Baustelle erschienen. Ich staunte nicht schlecht als ich am Abend ein Kabel von der Solarpumpe herabhängen sah, denn das war der einzige Hinweis auf die fertiggestellte Solaranlage.

Um die Anlage nicht unnötig stagnieren zu lassen machte ich mich gleich daran die Solarsteuerung, zumindest provisorisch, einzurichten. Ich verband also den Vorlauffühler der Kollektorfläche ebenso wie den Temperaturfühler im Speicher mit dem Steuergerät und schloss auch gleich die Solarpumpe an. Sofort nach dem Einschalten des Stromes für die Solaranlage erhielt ich die Information, dass die Kollektoren noch eine Temperatur von knapp 40 Grad Celsius hätten und es im Kern unseres Speichers rund 30 Grad warm wäre. So konfigurierte ich die Solarsteuerung vorübergehend mit folgenden Werten:


  • Die minimale Kollektor-Vorlauftemperatur liegt bei 45 Grad.
  • Bei einem Temperaturunterschied zwischen Kollektor und Speicher von mindestens 8K schaltet die Pumpe ein.
  • Bei weniger als 4K Temperaturdifferenz zwischen Speicher und Kollektor schaltet sie wieder aus.
  • Die Pumpe schaltet sich nur ein wenn die Speichertemperatur unter 75 Grad liegt und schaltet sich auf jeden Fall aus wenn die Temperatur auf über 85 Grad Celsius steigt.
Wenn der Ofen und unser Pool noch in die Steuerung einbezogen werden, dann wird die Einstellung der Parameter um Einiges gefinkelter.

Das wichtigste Haushaltsgerät (16.7.2012)

Am Montag erfuhren wir, dass unser Kühlschrank im Lieferrückstand ist und wir daher noch bis Mitte August warten müssen bis er sich auf den Weg zu uns machen wird  (hoffentlich stimmt das wenigstens). Glücklicherweise planten wir bereits zuvor in unserer Speis einen Zweitkühlschrank ein. Dieser sollte ursprünglich als Getränkekühlschrank und zusätzlicher Gefrierraum dienen. Uns gefällt die Idee einen eigenen Kühlschrank für größere Getränkemengen (Bier, Wein, Softdrinks, etc.) zu haben, denn jeder Besitzer eines Zweitkühlschranks den wir kennen würde diesen niemals wieder hergeben wollen.

Für uns kommt es auf jeden Fall jetzt recht gelegen, dass wir diesen zweiten Kühli einplanten, denn sonst könnten wir vor Ende August sicher nicht einziehen. Ohne Kühlschrank ist es einfach ein bissl mühsam. Den Kühler für die Speis holten wir am Montag bei Roman ab und brachten ihn zu unserem Haus.

Gemeinsam mit Martin unserem Nachbarn trug ich unsere nagelneue Whirlpool Kühlgefrierkombination in die Speis und stellte sie dort auf. Irgendwann hörte ich, dass man Kühlschränke die liegend transportiert wurden eine Zeit lang stehen lassen sollte bevor sie ans Netz angeschlossen werden, also ließen wir dem Gerät einmal einen Tag lang Zeit um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Gestern war er dann da der große Tag. Unser Getränkekühlschrank wurde in seinen neuen Aufgabenbereich eingeführt und nachdem er an die Stromversorgung angekoppelt war mit Getränken aller Art gefüllt. Wie es sich für eine Baustelle gehört natürlich mit eine Auswahl unterschiedlicher Biere und dazu noch ein paar Energydrinks.

Das Gästeverlies (16.7.2012)

Unsere Verwandtschaft ist groß und vor allem über ganz Österreich verteilt. Erhalten wir Verwandtschaftsbesuch so bleibt dieser meist über Nacht. Derzeit müssen unsere Gäste im Wohnzimmer schlafen was für alle Beteiligten nicht sehr angenehm ist. Wir können uns nicht frei bewegen in der Wohnung und die Gäste können nicht beliebig lange schlafen.

In unserem Haus gibt es für den häufig auftretenden Fall von nächtigenden Gästen ein entsprechendes Zimmer. Dieses ist natürlich nicht besonders groß, da es ja lediglich zum Schlafen dienen soll und wir dafür eigentlich nicht unnötig viel Platz verschwenden wollten. Ein Umstand der meiner Mutter die Aussage entlockte, es würde sich bei dem Zimmer um ein Verlies oder eine Gefängniszelle handeln. Sicherlich ein Wenig durch die Rohbaufarbgebung unterstützt, denn der Raum war wirklich nicht sonderlich einladend als die Wände und der Boden grau waren.

Vergangenes Wochenende sorgten wir für ein wenig Gemütlichkeit in unserem Gästezimmer. Ausgemalt war der Raum bereits in weiß und als Akzentfarbe ein helles gelb für den Kniestock. Wir verlegten also zuerst einen günstigen Klick-Laminat in Eichenoptik zu 4,19 Euro je Quadratmeter. Mit Trittschalldämmung kam der Bodenbelag somit auf rund 60 Euro. Danach bauten wir das neue Gästebett zusammen. Dieses Bet von IKEA ist ideal geeignet für ein Gästezimmer. Es ist 80cm breit und lässt sich in fünf Sekunden auf die doppelte Breite ausziehen. Zusätzlich befinden sich im Auszugteil des Tagesbettes (Brimnes) zwei Laden für Bettwäsche. Als Matratzen wählten wir relativ dünne von IKEA mit etwa 10cm Stärke damit fühlt man sich nicht wie die Prinzessin auf der Erbse wenn das Bett zusammengeschoben ist und die beiden Matratzen übereinander liegen.

Abschließend montierte ich noch eine günstige Deckenleuchte vom Bauhaus und aus dem Verlies wurde ein durchaus brauchbares Gästezimmer. Von Experten bestätigt denn meine Mutter hat es bereits für gut befunden :-)

Jetzt fehlt nur noch der Kleiderschrank aus unserem aktuellen Schlafzimme, ein kleiner rollbarer Nachttisch und ein paar Sesselleisten und das Zimmer ist offiziell fertiggestellt.