Sonntag, 28. Juli 2013

Selbst in der kleinsten Hütte gibt's Platz für Strom (28.07.2013)

Nachdem wir jetzt stolze Besitzer einer Gerätehütte im Garten sind, ist deren Einrichtung mit Regalen und die Versorgung mit Strom der nächste logische Schritt. Und da ich gerne zu Übertreibungen bei der elektrischen Ausstattung neige, wurde ich auch bei der Hütte nicht mit einer Minimalausstattung nicht so richtig warm. Daher besorgte ich mir im Bauhaus auf die Schnelle einen Verteilerschrank mit zwei Hutschienen und transparentem Deckel, ein paar Meter Elektro-Leerrohre, eine Feuchtraum-Doppelsteckdose und eine Kombi aus Steckdose und Schalter die ebenfalls Feuchtraum geeignet sind. Verteilerdosen und Mantelleitungen hatte ich noch genügend herum liegen.

Bevor ich allerdings mit der Bestromung der Hütte starten konnte, mussten wir die GORM-Regale vom IKEA aufstellen. Die sind zwar für die Arbeit etwas hinderlich, aber absolut notwendig, da die Technik an einer Blende vom hintersten Regal montiert werden musste. Die Wände der Gartenhütte wären zu dünn gewesen um darauf einen Verteilerschrank fest zu schrauben.

Die Regale selbst verschraubte ich mit den tragenden Balken der Hütte um ein Umfallen
oder Kippen zu verhindern. Außerdem ist es angenehmer, wenn die Lagerflächen bei der Be- und Entladung nicht dauernd wackeln. An die Außenseite des schmalen (35cm) GORM fixierte ich eine Holzplatte mit 19 mm Stärke auf der ich zuerst den Hunter Bewässerungscomputer und darunter den Verteilerschrank fixierte. Für unsere Auto-Dachbox baute ich noch schnell eine Ablagefläche ein und dann ging es mit dem Strom los.

Der Sicherungskasten wird mit zwei je 5-poligen (2,5mm2) und einer 3-poligen
(1,5mm2) Mantelleitung aus dem Haus gespeist. Die 400V Kreise sind im Haus mit 25A abgesichert und teilen sich im draußeren Sicherungskasten auf drei Kreise mit je 16A Absicherung auf. Zusätzlich führte ich eine BUS-Leitung in die Hütte um dort den Aktor für die Pol-Beleuchtung und die verschiedenen Pumpen anzubringen.

An der Außenseite der Hütte montierte ich den Regenmesser für die Bewässerung und zog die Steuerleitungen für die Bewässerungsventile durch die Außenwand. Im Inneren sorgt nun eine Feuchtraum-Leuchtstofflampe für ausreichend Licht und es gibt an der Rückseite der Hütte eine 'Ladestation' für all die akkubetriebenen Geräte die geladen werden wollen. Gleich neben dem Eingang montierte ich natürlich den Schalter für die Beleuchtung bei dem es eine weitere Steckdose für Allfälliges gibt.

So haben wir nun neben einer gut ausgeleuchteten und eingerichteten Gartenhütte auch noch einen beleuchteten Pool mit LED-Scheinwerfer und Farbwechsel. Das sieht übrigens auch sehr nett aus und macht vor allem in der Nacht richtig was her :-)

Dienstag, 9. Juli 2013

Die Gerätehütte Teil 2 (09.07.2013)

Nachdem die Bretter für unsere Gerätehütte ordentlich eingewaschelt, und von oben bis unten durch die Nachbarskatzen versaut und von Vögeln zugekackt wurden, war es am Montag endlich soweit, dass das gestrichene Holz verarbeitet wurde.

Der Zimmer kam um halb acht um sein Werk zu beginnen und stellte sofort fest, dass die Fundamentplatte
nicht im Winkel ist. Blöd, aber nicht zu ändern. Letztendlich fand er dafür auch eine Lösung durch die es nicht so sehr auffällt. Allerdings sind die Wände nicht ganz gerade und damit natürlich auch der Innenraum nicht ganz im rechten Winkel, aber damit können wir leben.

Nach dem ersten Tag stand bereits das Grundgerüst und ein Großteil der Wände war verschalt. Am Dienstag wurden die Dachbretter aufgenagelt, die Eingangstüre aus Kunststoff eingebaut und schlussendlich das Dach mit Bitumen-Schindeln gedeckt. Auch die Ständer für den Fahrrad- bzw. Holzplatz wurden natürlich montiert.

So präsentiert sich die Hütte nun in schlichtem matt-weiß mit schwarzen Dachschindeln und sieht sehr gut aus. Der Umstand, dass sie maß-gefertigt ist und daher natürlich perfekt hinter unser Haus passt ist auch nicht zu verachten. Und preislich wäre uns eine Baumarkt-Hütte in der Form auch nicht günstiger gekommen.

Montag, 24. Juni 2013

Die Gerätehütte (24.06.2013)

Es geht los mit den Arbeiten für die Gerätehütte. Das Material für Außen liegt bereits bei uns um mit Wetterschutzfarbe behandelt zu werden bevor es verbaut wird. Gerade das stellt sich allerdings als schwieriger als gedacht heraus, da genau mit dem Beginn der Arbeiten das Wetter von unerbittlich heiß und sonnig auf regnerisch und stürmisch umstellte. Aber mal von Vorne.

Der Wetterbericht für unsere Region versprach am Wochenende zwar bewölktes, aber trockenes Wetter. Ideal für unsere Zwecke. Am vergangenen Samstag baute ich aus Betonschalsteinen und Brettern eine 'Lackierstraße' wo wir möglichst viel Holz in einem Arbeitsgang streichen können. Der Versuch uns den Farbauftrage mittels Airless Gerät ( Bosch Farbsprühsystem) zu erleichtern scheiterte aber leider an der zu zähen Konsistenz der Wetterschutzfarbe, die beim Antrocknen eine gummiartige Oberfläche erhält. Beim Sprühen war das Sprühbild schrecklich. Dicke Patzer und Tropfen abwechselnd mit unbesprühten Flächen, also unbrauchbar. Sabine besorgte daraufhin noch schnell ein paar Lackwalzen im Baumarkt und wir stellten auf Handbetrieb um.


Nach rund sechs Stunden Arbeit, ohne Frühstück und an betracht der unerbittlich scheinenden Sonne mit viel zu wenig Flüssigkeit, hatten wir kaum etwas weitergebracht. Zumindest erschien uns das so. Wir waren allerdings bei Freunden eingeladen und brachen die Streicherei ab. Gerade rechtzeitig, denn ich hatte bereits das Gefühl auf die Bretter kotzen zu müssen. So amüsierten wir uns den Rest des Nachmittags, bis die Wetterlage sich - ganz im Gegensatz zur Vorhersage - änderte und ein Unwetter über die Region hereinbrach.
Als wir zuhause ankamen sahen wir erst wie stark das Unwetter war. Neben sintflutartigen Regenfällen hagelte es auch noch etwa ein Zentimeter dicke Eiskügelchen. Nicht nur, dass unser Holz vollkommen durchnässt war, kamen noch unzählige Dreckspritzer vom Erdboden rund um unsere 'Lackiererei' dazu die im frischen Lack tolle Muster hinterließen. So mussten wir am Sonntag die bereits gestrichenen Bretter noch einmal streichen. Bis am Sonntagabend hatten wir etwa zwei Drittel der Arbeit erledigt und mussten wieder eine Charge gestrichene Bretter zum Trocknen liegen lassen, welche es natürlich wieder voll erwischte als in der Nacht auf Montag das nächste Unwetter durchzog. Noch zwei Tage streichen, dann kann es ans Aufbauen gehen. Wenn das Wetter sich irgendwann wieder beruhigt natürlich, denn im Moment ist an ein Streichen, geschweige denn ein aufstellen nicht zu denken.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Der Gartenzaun (15.06.2013)

Seit gut einem Jahr warten die Steher in ihrem Betonbett darauf einen Maschendrahtzaun halten zu dürfen. Bis jetzt hatten wir es auch nicht besonders eilig damit, da ja schließlich immer wieder Material angeliefert wurde und ein Zaun dabei nur hinderlich gewesen wäre.

Jetzt sind allerdings die kleinen Heckenpflänzchen eingepflanzt und der Rasen fertig. Erstere reagieren zuweilen etwas allergisch auf die Sturmböen aus dem Westen die sie mit schöner Regelmäßigkeit zu Boden drücken. Außerdem fiel uns auf, dass die Parkplätze vor unserem Grundstück, seit dem Verschwinden des Bauzaunes, immer beliebter werden, und die Autofahrer beim Aussteigen gerne mal einen Schritt in unsere zukünftige Hecke machen. Die kleinen Pflänzchen schätzen es aber gar nicht, wenn ihnen jemand auf den Kopf steigt, daher musste der Zaun endlich fertig gemacht werden.

Drahtspanner oben im Bild
Also montierte ich zuerst die Drahtspanner an die äußersten Zaunpfosten um dazwischen den Spanndraht anzubringen. Es wird dazu jeweils an der oberen und der unteren Linie des Zaunes sowie einmal in der Mitte ein Draht gespannt auf dem später das Geflecht Halt findet.



Zaunklammern
Zaunklammerzange
Nachdem die Drahtspanner angebracht waren, konnte ich die Drähte spannen und gleich darauf das Zaungeflecht ausrollen. Sabine besorgte allerdings aus optischen Gründen keinen normalen Maschendrahtzaun, sondern ein rechtwinkeliges Geflecht. Von der Montage her machte das keinen Unterschied. Das Geflecht fixierte ich mit Zaunklammern die ich mittels einer Zaunklammerzange um die Spanndrähte und das Zaungeflecht presste. Das ging erstaunlich leicht. Durch eine Feder wurden die Klammern nachgeschoben und innerhalb von knapp dreißig Minuten waren die sechzehn Meter Zaungeflecht fixiert.

Die gesamte Montage kostete mich rund neunzig Minuten - hätte die Sonne nicht so unerbittlich geschienen
Fertiger Zaun mit halbem Windschutz
wäre es vermutlich etwas schneller gegangen. Anschließend fixierte Sabine noch zehn Meter Textilbahnen um unseren Pflänzchen einen besseren Windschutz zu gewährleisten. Mit einer Spicknadel aus unserer Küche fädelte sie das Garn durch den Windschutz und das Zaungeflecht. Da der Windschutz aus zwei, jeweils fünf Meter langen, Teilen besteht musste sie diese miteinander vernähen.

So ganz nebenbei montierten wir auch noch die Rutsche, da wir der Meinung sind, dass der Rasen es jetzt schon verkraften sollte. Immerhin liegt er nun schon seit drei Wochen in unserem Garten herum.
Außerdem besserten wir die Bewässerung nach, da wir relativ schnell feststellten, dass die Weitwurfdüsen zu weit spritzten und sowohl der Spielbereich als auch der Autoabstellplatz permanent unter Wasser standen. Die drei zusätzlichen Sprinkler sorgen nun dafür, dass der Garten lückenlos mit einem möglichst feinen Nebel bewässert werden kann. Vor dem Hauswasserwerk baute ich auch noch einen zusätzlichen Filter ein um mögliche Verunreinigungen des Zisternenwassers davon abzuhalten unsere Bewässerung außer Betrieb zu setzen.

Montag, 27. Mai 2013

Der Rollrasen (24.05.2013)

Seit einiger Zeit arbeiten wir jetzt schon darauf hin einen Rollrasen bei uns zu verlegen. Vor allem der Bereich zwischen Terrasse und Spielinsel sollte möglichst schnell grün und begehbar sein.

Rasen zu sähen wäre also nicht in Frage gekommen, da dieser nach der Aussaht für zumindest vier bis sechs Wochen nicht betreten werden sollte. Fertigrasen darf man bereits nach zwei bis drei Tagen vorsichtig begehen und kann ihn meist schon nach drei Wochen voll belasten. Zudem wählten wir eine besondere Rasenmischung - den sogenannten Hobby Rasen von Richter - die sehr strapazierfähig sein soll.

Der Rasen wurde am Freitag Vormittag geliefert und wartete noch etwa zwei Stunden auf den Paletten, bis wir mit dem Verlegen anfangen konnten. Die Rollen waren je 60cm breit und ca. 170cm lang. Je Rolle also ca. ein Quadratmeter. Allerdings ist uns aufgefallen, dass die Rollen teilweise unterschiedlich lang waren. Offensichtlich wurden manche Rasenstücke etwas länger abgeschnitten.


 Beim Verlegen begannen wir an der Terrasse, denn dort hatten wir eine schöne gerade Kante. Ich trug die etwa zwanzig Kilo schweren Rasenrollen zum Einsatzort und Sabine kümmerte sich darum, dass die Stöße halbwegs passten.

Auszuschneiden war glücklicher Weise nicht allzu viel. Um die bereits angelegten Gräser und Sträucher, sowie um die Rasensprenger mussten wir mit dem Fleischmesser anrücken. Auch entlang des Gehweges blieb es uns nicht erspart zu schneiden. Alles in Allem ging es aber ordentlich dahin. Um halb zwei fingen wir an zu arbeiten, und gegen vier waren wir mit dem Verlegen von knapp hundert Quadratmeter Rasen fertig.



Außerdem blieben uns elf Quadratmeter Rasen übrig - warum weiß ich nicht so recht, denn eigentlich hätten es nur drei sein sollen - die wir dann zum Hauseingang legten, bevor wir sie wegschmeißen. Dort mussten wir zuvor allerdings noch das Unkraut beseitigen, das sich schon ziemlich ausgebreitet hatte.

Nachdem die Verlegearbeiten abgeschlossen waren, wässerten wir den Rasen mit rund zwanzig Liter je Quadratmeter. Die nächsten Wochen werden wir versuchend die Wurzeln feucht zu halten, und in spätestens drei Wochen sollte alles soweit angewachsen sein, dass einer normalen Benützung nichts mehr im Weg steht.

Samstag, 18. Mai 2013

Die Pflanzen (18.05.2013)

Während Alex und ich die Rasenerde verteilten, kümmerte sich Sabine darum, die Leyland Zypressen an ihren Bestimmungsort zu bringen. Entsprechend der Hinweise auf der Website vom Baldur Gartenversand, kaufte ich fünfundfünfzig kleine Zypressen. Sie sollten demnach in einem Abstand von 30-40cm gepflanzt werden. Sabine entschied, dass das viel zu knapp wäre und wählte einen Pflanzabstand von 50-60cm. So stehen jetzt statt 2,5 Pflanzen je Meter nur 1,6 Stück. Das führt natürlich dazu, dass wir um achtzehn Pflanzen zu viel haben, die wir an einen anderen Stelle unterzubringen versuchen .

Sabine legte ein dichtes Vlies um das Unkraut ein am durchkommen zu hindern und pflanzte die kleinen Zypressen in ein Bett aus hochwertiger Erde damit sie nicht direkt in unserem lehmigen Boden sitzen.

Danach setzte Sabine auch noch Bodendecker und Gräser entlang des Pools sowie Tomaten, Himbeeren und weitere Gräser an anderen Stellen im Garten. Abgedeckt wurden einige Bereiche mit Rindenmulch - ideal unter Sträuchern und Beeren und bei allen tiefwurzelnden Pflanzen - und mit Dekor-Hackschnitzel. Ob das Ganze in ein paar Monaten auch noch so hübsch aussieht wie direkt nach dem Aufbringen wird sich zeigen.

Die Rasenerde (18.05.2013)

Die Erde unseres Gartens ist für einen Rasen denkbar ungeeignet. Wie für einen alten Weingarten üblich besteht der Boden aus etwa 50% Lehm, 30% Erde und 20% Steinen. Ideal für Wein, tödlich für einen Rasen. Mal abgesehen davon, dass sich die Steine andauernd durchdrücken würden, würde der Rasen sowieso durch den lehmigen Untergrund ersaufen.

Also versuchten wir so viel Mutterboden wie möglich abzutragen und durch Rasenerde zu ersetzen. Diese zeichnet sich durch eine ausgewogene Mischung von Erde und Quarzsand aus. Es waren letztendlich zehn Kubikmeter auf knapp hundert Quadratmeter zu verteilen. Dabei erhielten wir tatkräftige Unterstützung von Alex der mit mir gemeinsam die Schaufeln schwang und versuchte die Erde halbwegs eben zu bekommen und festzuwalzen. Nach etwa fünf Stunden waren die Arbeiten und wir erledigt. Die Walze borgte ich mir bei OBI für 12,- Euro über das Wochenende aus. Der Preis ist OK, wen man bedenkt, dass ich für ein Mal walzen um 60,- bis 100,- eine Walze hätte kaufen müssen.